Uschlag

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Wandertipp

Uschlag ist der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Staufenberg/ Nds. im Landkreis Göttingen.

Grunddaten

Die Geografischen Koordinaten von Uschlag lauten: 51° 19' 49" N, 9° 37' 06" O

Die durchnittliche Höhe des Ortes über dem Meeresspiegel, Normalhöhennull (NHN) oder früher Normalnull (NN) beträgt: 230 m

Die Postleitzahl von Staufenberg und damit auch von Uschlag ist die 34355

Telefonisch gehört Uschlag auch zum Ortsnetz der Gemeinde Staufenberg. Die Telefonvorwahl lautet daher: 05543

Die Verwaltung der Gemeinde Staufenberg ist im Rathaus, in dem Ortsteil Landwehrhagen erreichbar. Die Adresse lautet:

Gemeinde Staufenberg, Hannoversche Str. 21, 34355 Staufenberg, Telefon: +49 5543 301-0, Telefax: +49 5543 301-39

Der Ortsbürgermeister von Uschlag ist: Herr Friedhelm Damm (CDU).

Geographie

Der Ort liegt rund 7 km (Luftlinie) östlich von Kassel unmittelbar an der Grenze zu Hessen südwestlich der nördlichen Ausläufer des Kaufunger Waldes im Naturpark Münden. Er befindet sich in dem Tal der Nieste und an den angrenzenden Südhängen der in der Ortschaft bzw. Gemarkung einmündenden Nebenbäche. Dies sind von Westen nach Osten der Kitzebach, der Wellebach, der Ingelheimbach und der Hopbach. Die Nieste durchfließt das Dorf von Ost nach West.

Geschichte

Die erste, allerdings umstrittene, Erwähnung von Uschlag fällt in die Zeit um 850. Man geht jedoch davon aus, dass der Ort noch um einiges älter ist. Damit ist Uschlag einer der ältesten Orte im so genannten Obergericht, der heutigen Gemeinde Staufenberg.

Der Name des Ortes Uschlag ist eine Stellenbezeichnung, deren Endsilbe wohl soviel wie Schlucht oder Tal bedeutet. In dem Tal des Niestebaches, unmittelbar an der hessischen Grenze liegt denn auch Uschlag.

Die erste gesicherte Urkundliche Erwähnung von Uschlag stammt vom 04. Mai 1019. Mit der Schenkungsurkunde übergab Kaiser Heinrich II dem Kloster Kaufungen die Dörfer Oberkaufungen (Overencoufunga) mit dem ganzen Walde, Niederkaufungen (Nederencoufunga), Vollmarshausen (Volmareshusun) und Uschlag (Luslad).

Zu dem Zeitpunkt dieser Schenkung gehörte Uschlag zum Hessengau und zusammen mit der Grafschaft Hessen zu Thüringen. Im Jahre 1247 wurde der Raum Hann. Münden (das sogenannte Untergericht) und das Obergericht (die heutuge Gemeinde Staufenberg) von den Braunschweigern besetzt. Damit kam auch Uschlag zu Braunschweig (Hannover) und so gehört es bis Heute zu Niedersachsen.

Die vier, in der Gemarkung und der Ortslage in die Nieste mündenden Wasserläufe, und natürlich der Niestebach selbst, sorgten dafür, dass sich in Uschlag fünf Mühlen drehten. Dies waren zwei Getreidemühlen, zwei Ölschlagmühlen und eine Sägemühle. Das gute Quellwasser wurde zum Bierbrauen verwendet, es gab ein Brauhaus und zwei Schnapsbrennereien.

Anno 1689 konnte Uschlag mit 419 Einwohnern aufwarten. Um 1700 gab es in dem Dorf 81 Familien die ein Haus besasen, im Jahre 1821 sind es 572 Einwohner, 1939 lag die Einwohnerzahl über tausend.

Während die älteren Bewohner in der Zeit der Industrialisierung, also etwa um 1850, überwiegend mit der Leinenweberei ihren Lebensunterhalt verdienten, versuchten die jüngeren Leute als Industriearbeiter in den Betrieben der aufblühenden Großstadt Kassel ihr Glück. Die Umwandlung des Bauerndorfes mit wenigen Handwerksbetrieben zum heutigen gemischten Wohnort begann 1901, als die Landstraße nach Kassel gebaut wurde.

Kirche

Sehenswürdigkeiten

Als wahres Schmuckstück präsentiert sich die Johanniskirche mit ihrem sehr alten Turm, nach der Renovierung in den Jahren 1969-1970. Sie bildet, wie in vielen anderen Orten auch, einen zentralen Platz in Uschlag.

Einen weiteren Mittelpunkt stellt der so genannte Schniederplatz dar. Auf diesem Dorfplatz ist der Dorfbrunnen sehenswert, der aus einem alten Mühlenstein besteht und an die Zeit als Uschlag noch ein Mühlendorf war, erinnern soll. Unmittelbar bei dem Schniederplatz befindet sich das historische und sehr schön renovierte Pfarrhaus mit der Pfarrscheune (heute eine Begegnungsstätte der Kirchengemeinde). Auch befindet sich im Ort der höchste Zunftbaum im südlichen Niedersachsen. Dieser trägt neben den Wappen der Gemeinde und des Ortes auch die Symbole und Zeichen des ortsansässigen Handwerks und die, der Vereine und Verbände der Dorfgemeinschaft.

Tourismus

Die landschaftlich besonders schöne Lage des Dorfes, in Verbindung mit den vielen Freizeit- und Ausflugsmöglichkeiten der Region und der noch intakten Natur in den Bachtälern des Kaufunger Waldes, macht einen Aufenthalt in Uschlag sehr interessant. Besonders für Wanderer, Radfahrer und Erholungssuchende ist ein Urlaub in dieser Region ein Geheimtipp. Aber auch Kultur- und Kunstinteressierte kommen durch die Nähe der Documenta-Stadt Kassel, mit den Ausstellungen, Museen und Sehenswürdigkeiten, auf ihre Kosten.

Verkehrsanbindung

Uschlag ist sehr Verkehrsgünstig von der Bundesautobahn 7 (A 7) über die Anschlussstellen Nr. 77 (Kassel-Nord), von Süden kommend, bzw. Nr. 76 (Staufenberg-Lutterberg), von Norden kommend, zu erreichen. Der Ort liegt an der Straßenverbindung Kassel – Witzenhausen. Diese Landesstraße hat auf hessischer Seite die Bezeichnung L 3237 und in Niedersachsen heist sie L 563, bzw. „Kasseler Straße“ in Uschlag.

Die nächste Bahnstation ist Kassel-Hbf oder der ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmhöhe. Im Ort zweigen die Landesstraße L 533 (Mündener Straße) in Richtung Benterode und die Kreisstraße K 212, östlich von Uschlag an der sogenannten Hopbach-Kreuzung, in Richtung Escherode ab.

Wohnen und Leben

Zu dem hohen Lebens- und Wohnwert des Ortes trägt auch eine gut ausgebaute Infrastruktur bei. So gibt es neben einer Arztpraxis auch eine Zahnärztin und eine Apotheke. Ein Lebensmittelmarkt sorgt zusammen mit zwei Bäckereien und zwei Metzgereien für eine gute Grundversorgung. Aber auch einige Handwerksbetriebe, Frisöre, Drogerie und zwei Bankfialen sind vorhanden. Für junge Familien dürfte interessant sein, dass es neben einem Kindergarten auch eine Grundschule im Ort gibt. Durch die Neuausweisung eines Baugebietes stehen auch Bauplätze in Uschlag zur Verfügung.

Wandern

Hier gibt es sicher noch viele weitere sehr interessante Wanderrouten, Wandereinrichtungen, Ausgangs- und Zielpunkte, Wanderparkplätze, Grill- und Rastplätze, Freizeitanlagen, Abenteuerspielplätze u.s.w. zu ergänzen. Dies wird sicher in der nächsten Zeit durch die regiowiki.hna.de Nutzer und Redakteure geschehen.

Weblinks


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