Unwetter in Nordhessen im Juni 2014

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Unwetter über Kassel: Blick vom Weinberg
Bei schweren Unwettern am 10. und 11. Juni 2014 entstanden in Kassel, im Landkreis und in Nordhessen Schäden in Millionenhöhe. Regenfälle mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter sowie Hagel- und Gewitterstürme führten zu Überschwemmungen, Stromausfällen und Sachschäden. Die Kasseler Feuerwehr rückte innerhalb von 20 Stunden zu mehr als 500 Einsätzen aus. [1].

Schäden in Kassel

In Kassel führte das Unwetter zu Stromausfällen, Überschwemmungen und Schäden an Gebäuden. Viele Straßen und Keller wurden durch den Starkregen durchgespühlt, in Senken staute sich das Wasser zu kleinen Seen.

Durch das gestiegene Grundwasser wurden beispielsweise an der Kreuzung Druseltalstraße/Hasselweg Kanaldeckel herausgedrückt, die den Verkehr lahmlegten. Durch einen Erdrutsch war zeitweise die Ortsdurchfahrt Fuldatal-Wilhelmshausen (Bundesstraße 3) gesperrt. In der Heinrich-Schütz-Schule fiel durch das Unwetter die Wasserversorgung aus. Mehrere Straßenbahnen fuhren nicht mehr, weil Schmutz in Schienen und Weichen gespült wurde.

Tausende Kasseler Haushalte waren ohne Strom, weil die Transformationsstation an der Dag-Hammarskjöld-Straße vom Wasser der Drusel überflutet wurde. Infolgedessen fielen 25 Ortsnetzstationen aus. Betroffen waren vor allem Haushalte im Stadtteil Rothenditmold, im Bereich der Wilhelmshöher Allee im Vorderen Westen und Wehlheiden sowie im Bereich Bad Wilhelmshöhe und im Stadtteil Fasanenhof.

Am Jungfernkopf und in Niestetal waren während des Unwetters Dachstühle durch Blitze in Brand geraten. Eine Station des Marien-Krankenhauses musste aufgrund von Wasserschäden geräumt werden. Ebenfalls betroffen war das Diakonissen-Krankenhaus. Weil hier ein Technikraum im Keller vollgelaufen war, mussten 25 Patienten evakuiert werden.

Auch in den Keller des Bundessozialgerichts drang Wasser ein. Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks pumpten etwa 500 Kubikmeter Wasser ab. Der IC-Bahnhof in Wilhelmshöhe stand am Abend des 10. Juni unter Wasser. Im Tunnel der Heßbergstraße unter dem Bahnhof wurden Autos von den Wassermaßen weggetrieben. [2]

Schäden im Landkreis

Durch das starke Unwetter fiel auf dem Flughafen Kassel-Calden ein Computersystem aus. Deshalb war der Flughafen für mehrere Stunden geschlossen. [3]

Im Wolfhager Land waren etwa 100 Feuerwehrleute im Einsatz, um vollgelaufenen Keller leerzupumpen. Die Bundesstraße bei Istha stand zeitweise komplett unter Wasser. [4]

Weblinks und Quellen

  1. Aus HNA.de vom 12. Juni 2014: Schwere Gewitter richten in Kassel Schäden in Millionenhöhe an
  2. Aus HNA.de vom 12. Juni 2014: Schwere Gewitter richten in Kassel Schäden in Millionenhöhe an
  3. Aus HNA.de vom 12. Juni 2014: Schwere Gewitter richten in Kassel Schäden in Millionenhöhe an
  4. Aus HNA.de vom 11. Juni 2014: Starkes Unwetter im Wolfhager Land sorgt für Dauereinsätze der Feuerwehr