Universitätsmedizin Göttingen

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Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ist eine Klinik, die zur Göttinger Georg-August-Universität gehört. Sie befindet sich in der Robert-Koch-Straße in Göttingen. Seit dem 1. Januar 2003 gehört sie zur Stiftung Öffentlichen Rechts Georg-August-Universität Göttingen.

Organisation

Die UMG setzt sich zusammen aus der medizinischen Fakultät der Universität und dem Universitätsklinikum. Dadurch soll eine enge Zusammenarbeit von Forschung, Lehre und Krankenversorgung erreicht werden.

Vorstand

Der Vorstand ist in die Ressorts Forschung und Lehre, Krankenversorgung sowie Wirtschaftsführung und Administration untergliedert.

  • Vorstand für das Ressort Forschung und Lehre ist Prof. Dr. Michael P. Schön.
  • Vorstand für das Ressort Krankenversorgung ist Dr. Martin Siess.
  • Vorstand für das Ressort Wirtschaftsführung und Administration ist Dr. Sebastian Freytag.

Sprecher für den gesamten Vorstand ist ebenfalls Prof. Dr. Michael P. Schön.

siehe auch:

Zahlen und Fakten

Die UMG ist für die Notfallversorgung für die Region Göttingen zuständig. Sie hatte im Juli 2012 1456 Betten in rund 40 klinischen Abteilungen. Jährlich werden rund 54.000 stationäre und 121.000 ambulante Patienten in der UMG behandelt. Außerdem ist der Rettungshubschrauber Christoph 44 dort stationiert.

Geschichte

Die Geschichte der UMG beginnt mit der Gründung des Hospitals St. Crusis am Geismartor im Jahr 1390.[1] Im Jahr 1731 wird die Universität zunächst mit einer philosophischen, einer theologischen, einer juristischen und einer medizinischen Fakultät gegründet. 1781 gründet August Gottlieb Richter das "Wundärztliche Hospital" als erstes universitätseigenes Krankenhaus. 1793 wurde es in das "Akademische Hospital" umgewandelt. Es wurde so zum ersten Lehrkrankenhaus. Im Laufe der Jahre kommen immer neue Abteilungen hinzu. 1969 begann der Bau des Zentralklinikums an der Robert-Koch-Straße. 1976 begann der Einzug in das neue Gebäude.

Jüngste Ereignisse

  • 2012 begannen die Arbeiten an einem neuen Zentral-OP mit Bettenhaus. Das Bauvorhaben soll insgesamt 150 Millionen Euro kosten.
  • Im Juli 2012 wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass an der UMG Patientenakten manipuliert worden sein sollen. Ziel sei es gewesen, bestimmten Patienten gegen Bezahlung zu einer schnelleren Lebertransplantation zu verhelfen.[2][3][4][5] Im Mai 2015 fällt das Göttinger Landgericht das Urteil im Prozess um den Göttinger Organspende-Skandal: Der 47-jährige Mediziner wird freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte eine Freiheitsstrafe von acht Jahren und ein Berufsverbot gefordert. Die drei Verteidiger hatten für Freispruch plädiert. Der ehemalige Leiter der Abteilung Transplantationsmedizin in der Göttinger Uni-Klinik war wegen versuchten Totschlags in elf Fällen und Körperverletzung mit Todesfolge in drei Fällen angeklagt.[6]
  • Die seit 1999 bestehende Abteilung Virologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) schloss Ende September 2014. Gründe für die Virologie-Schließung, die die Universitätsmedizin-Gremien im Juli 2013 beschlossen hatten, war eine Umstrukturierung. Dahinter steckte der Zwang zum Sparen. Denn das Betreiben der Virologie wäre teuer geworden, weil die W-3-Professur-Stelle hätte neu ausgeschrieben werden müssen. Das wollte die Universitätsmedizin nicht. Sie benötigte das Geld, da vom Land Niedersachsen die Zuschüsse für Forschung und Lehre stagnierten, um andere Schwerpunkte stärken zu können.[7]

Weblinks und Quellen

  1. Die Geschichte der Universitätskliniken Göttingens
  2. Aus HNA.de vom 1. August 2012: Organspende-Skandal: Viele Lebertransplantationen für Italiener
  3. Aus HNA.de vom 31. Juli 2012: Organ-Skandal: Empfänger weiter auf Liste
  4. Aus HNA.de vom 30. Juli 2012: Organspende-Skandal: Staatsanwaltschaft prüft alte Fälle
  5. Aus HNA.de vom 29. Juli 2012: Organ-Skandal: Hinweis auf Altlasten in den 90er-Jahren
  6. Aus HNA.de vom 6. Mai 2015: Freispruch für Göttinger Transplantations-Arzt
  7. Aus HNA.de vom 2. September 2014: Uni Göttingen: Virologie wird Ende September geschlossen