Universität Kassel

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Uni Kassel mit Martinskirche und Druselturm
(Foto: Günther Pöpperl)

Die Universität Kassel feierte am 15. Februar 2002 ihren ersten Universitäts-Tag. Entsprechend einem Senatsbeschluss änderte sie ihren Namen von Gesamthochschule Kassel (GhK) in "Universität Kassel". Der zentrale Standort der Universität befindet sich in der Kassler Nordstadt am Holländischen Platz auf dem ehemaligen Henschel-Gelände.

Akademische Tradition

Als die Gesamthochschule Kassel (GhK) 1971 als eine von vielen Universitätsneugründungen in der Bundesrepublik ihren Betrieb aufnahm, wirkte sie wie ein Retortengeschöpf. Das schnell hingesetzte Aufbau- und Verfügungszentrum (AVZ) inmitten einer westdeutschen Plattenbaulandschaft verstärkte den Eindruck. Doch dieses Gefühl täuschte. Denn wesentliche Einrichtungen wie die Ingenieurschulen in Kassel und Witzenhausen sowie die heutige Kunsthochschule wurden zwar umstrukturiert, setzen aber ihre zuvor begonnene Arbeit fort.

Die älteste Einrichtung war die 1777 von Friedrich II. gegründete Kunstakademie, aus der die Kunsthochschule hervorgegangen ist. Friedrich II. war ein vom Geist der Aufklärung ergriffener Fürst, dem wir das Fridericianum als ein für die Öffentlichkeit erbautes Museum zu verdanken haben. Unter seiner Regentschaft kam 1778 der Weltumsegler und Naturforscher Georg Forster (1754-1794) als Professor an das 1709 gegründete „Collegium Carolinum“, das um 1767 nach dem Vorbild einer Universität umgestaltet worden war.

Damals begann für Kassel eine verheißungsvolle wissenschaftliche Entwicklung. Auch das spätere Schaffen von Wilhelm und Jacob Grimm (siehe auch Brüder Grimm) ist dazuzurechnen. Sie wirkten zwar vornehmlich als Bibliothekare im frühen 19. Jahrhundert in Kassel, doch sie legten dabei die Grundlagen für die Germanistik.

Dass die Stadt Kassel keine richtige Universität erhielt, hatte damit zu tun, dass zur Zeit des Landgrafen Philipp I. in dessen Heimat- und Residenzstadt Marburg 1527 die nach ihm benannte Universität gegründet worden war.

Nur im Verlaufe des Dreißigjährigen Krieges konnte die Marburger Uni nicht im Sinne der Landesherrn betrieben werden.

So war im Jahr 1633 für 20 Jahre Ersatz in Kassel geschaffen worden. Doch in dem Moment, in dem Marburg wieder als Uni-Standort zur Verfügung stand, wurde Kassel aufgegeben.

Eine akademische Blüte verdankte Kassel allerdings auch der 1832 geschaffenen Höheren Gewerbeschule (polytechnische Lehranstalt), an der Naturforscher wie Friedrich Wöhler, Robert Wilhelm Bunsen, Burhenne und Philippi wirkten.

Andere wichtige Vorgängerinstitutionen der heutigen Universität waren neben der Höheren Gewerbeschule (Polytechnikum) auch die Höhere Wirtschaftsfachschule oder die landwirtschaftliche Hochschule in Witzenhausen.

Geschichte

Im Jahre 1970 wurde die Universität Kassel zunächst unter Einbeziehung bereits bestehender Höherer Fachschulen und Fachhochschulen als Gesamthochschule Kassel (GhK) gegründet und nahm 1971 den Lehrbetrieb auf. Erst 2002 erfolgte die Umbenennung in Universität Kassel (UNIK).

1970: Kassel wird zur Universitätsstadt

1967 - Das Verwaltungsgebäude der Fa.Henschel (heute Uni)

Der 18. Februar 1970 markiert in der Kasseler Stadtgeschichte ein historisches Datum: An diesem Tag beschloss die Hessische Landesregierung in einer Sitzung im Kasseler Rathaus die Gründung der Gesamthochschule Kassel . Als Schwerpunkte der neuen hessischen Universität wurden bestimmt: Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Lehrerausbildung, Umweltforschung und Landwirtschaft (Witzenhausen).

Der Kabinettsbeschluss erfolgte nach starken privaten Anstößen, die dann auch in den politischen Gremien Initiativen in Gang gebracht hatten. Die Forderung nach einer Universitäts-Stadt Kassel war unüberhörbar geworden. Beim Vollzug bezeichnete Hessens Ministerpräsident Albert Osswald den Gründungsbeschluß als Jahrhundertereignis.

Mit dem Aufbau- und Verfügungszentrum in Oberzwehren, der Umwandlung des ehemaligen Henschel-Werkskomplexes in der Nordstadt zum neuen Hochschul-Areal erhielt Kassel einen Entwicklungsimpuls, der die größte Veränderung der Stadtstruktur seit dem ersten Wiederaufbau nach der Zerstörung des Altstadtkerns durch Bomben im Oktober 1943 einleitete.

Bis 1985 wurden alles in allem schon rund 190 Millionen Euro in Neubauten und Einrichtungen der Universität Kassel investiert.

2009 studieren rund 19.000 junge Menschen aus allen Ländern der Erde an der Universität Kassel.

Zeittafel

  • 1958 - Erste Forderungen nach Gründung einer Universität in Kassel, später Gründung einer Bürgerinitiative zur Erreichung dieses Ziels
  • 1970 - Gründungsbeschluss des hessischen Landtages
  • 1971 - Beginn des Lehrbetriebes (25. Oktober). Gründungspräsidentin wird ein Jahr später Frau Dr. Vera Rüdiger
  • 1974 - Erster gestufter Diplomstudiengang nach dem neuen Kasseler Modell
  • 1975 - Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker wird Präsident der GHK
  • 1985 - Eröffnung des neuen Campus
  • 1991 - 20-jähriges Jubiläum der Universität. 16000 eingeschriebene Studenten.
  • 1997-2001 - Neues Entwicklungskonzept. Aufbau neuer Studiengänge, Gründung der Kunsthochschule unter dem Dach der GHK und Einführung international ausgerichteter Studienangebote. Trickfilm-[[1]] für Studenten der Universität.
  • 2001 - Der Kasseler Hochschulrat wird von Präsident Postlep vorgestellt. Zum Wintersemester werden mit Hilfe externer Sponsoren zwei neue Studienangebote eingerichtet: Informatik und Wirtschaftsingenieurswesen.
  • 2002 - Die Universität feiert am 15. Februar - 30 Jahre nach Gründung der Hochschule - ihren ersten Universitäts-Tag. Entsprechend einem Senatsbeschluss ändert sie ihren Namen in "Universität Kassel".
  • 2003 - Neue Bachelor- und Masterstudiengänge (auch Mechatronik und Nanostrukturwissenschaften). Mit der Modularisierung unter den Rahmenbedingungen des Bolognaprozesses beginnt die Vorbereitung von Credit-System und zentraler, automatisierter Studienleistungserfassung.
  • 2004 - Die UNIK wird von der Landesregierung mit der Koordinierung des NanoNetzwerks Hessen beauftragt.
  • 2005 - Die Deutsche Post unterstützt die Einrichtung dreier Marketingprofessuren am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften.

Zeitzeugen berichten: Heute Campus, früher Fabrik

HNA-Artikel vom 23.02.2004

"Genau hier war das Herz der Lokomotiven-Montage-Halle." Heinz Schmidt (75) steht auf dem Platz vor der Unibibliothek und zeigt einen weiten Kreis. Hier wurden mal Lokomotiven gebaut. Zuerst Dampfloks, manchmal drei bis vier täglich, später auch Diesel- und Elektro-Loks. Das ist noch nicht so lange her. 1848 wurde hier die erste Lok gebaut, irgendwann zwischen 1955 und 1960 die letzte. Danach diente die Halle noch als Lager, Garage für Panzer. Von der Lokhalle blieb nichts. Sie wurde beim Umbau von den Industrie- zu Lernhallen abgerissen. Ebenso die Werkshalle, in die nicht jeder Henschelaner Zutritt hatte: Dort, wo jetzt die Mensa steht, wurde Kriegsgerät gebaut.

Heinz Schmidt ist 14, als er 1943 seine Ausbildung zum Lokomotiven-Konstrukteur beginnt. Er wird anfangs in vielen Bereichen der Henschelei eingesetzt, bevor er in den technischen Büros landet, dort, wo jetzt die Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner studieren, im Bürohaus K10 am Holländischen Platz. Das Haus K10 wurde 1904 fertig gestellt und seitdem kaum verändert. "Das war die Henschel-Hauptverwaltung", erzählt Schmidt. Beim schweren Bombenangriff am 22. Oktober 1943 hatte eine Bombe das Haus K10 gespalten und den Dachstuhl zerstört.

Unter K10 war der Luftschutzraum, in den die Henschelaner und die anwohnenden Nordstädter bei Fliegeralarm flüchteten. Die Bombenangriffe auf Kassel haben bei Henschel nur wenig Schaden angerichtet. Als das Land Hessen das Gelände 1974 kaufte und nach und nach aus dem Industriehof der Campus entstand, stand am Anfang der Abriss. Manche Henschel-Gebäude wurden nur entkernt: So wächst das Institut für Werkstofftechnik (Mönchebergstraße 3) aus den alten Mauern der Schlosserei K13 heraus.

Äußerlich nahezu unverändert ist das Gebäude der Henschel-Betriebskrankenkasse. Dort sitzt jetzt die Zentralverwaltung der Universität. "So schön wie heute hat es hier nie ausgesehen. Alles war schwarz." Schmidt meint das Gießhaus. Dort herrschten Höllentemperaturen, in den Öfen wurde Metall geschmolzen und zu Glocken, Kanonen und Maschinenteilen gegossen. Heute arbeiten und lernen auf dem Campus etwa 20000 Menschen. Im Kasseler Werk der Henschelei haben 15000 gearbeitet. Schmidt erinnert sich: Es gab eine Frühstücks- und eine Mittagspause, gearbeitet wurde 52 Stunden pro Woche, täglich von sieben bis 16 Uhr, samstags bis 13 Uhr. Nach dem Krieg haben die Amerikaner den Betrieb übernommen, zuerst mit 80 Arbeitern, später waren es 1000.

Die kleinere Werkshalle K44, heute das Rechenzentrum, haben sie als Kulturhalle genutzt. Die hieß Montgomery-Halle, vermutlich nach dem General. Es gab da Spielfilme, Vorträge und Theatervorführungen, zum Beispiel vom Wehlheider Hoftheater. Später, als die Amerikaner abgezogen waren, hieß sie dann Henschelhalle, erzählt Schmidt. Und blickt am Schornstein hoch. Der blieb als einziger von vier Schloten stehen. Genutzt wird er nicht mehr, ist nur noch ein backsteinernes, 64 Meter hohes Industriedenkmal.

40 Jahre Gesamthochschule

Im Jahre 2011 feierte die ehemalige Gesamthochschule Kassel ihren 40. Geburtstag. Von einst 2913 Studenten hatte sie in diesem Jahr mit mehr als 20.000 Studenten einen regelrechten Quantensprung erlebt.[1]

Personen

Absolventen

Statistik

Das Campus Center am Holländischen Platz in Kassel. Es befindet sich am Universitätsstandort Holländischer Platz neben der Zentralmensa in Kassel.

Wintersemester 2009/2010

Genau 4885 Studentinnen und Studenten nahmen zum Wintersemester 2009/2010 ihr Studium an der Universität Kassel auf. Insgesamt waren damit 19 513 Studierende in Kassel eingeschrieben, 1617 mehr als im vergangenen Wintersemester. Beliebteste Disziplinen der Erstsemester waren - in anderer Reihenfolge als in den Vorjahren - das Sozialwesen, gefolgt von den Wirtschaftswissenschaften und den Lehramtsstudiengängen. 49,04 Prozent der Studierenden in Kassel sind Frauen, der Ausländeranteil beträgt 11,90 Prozent. Mehr als die Hälfte der Erstsemester stammt aus der Region. Dieser Wert, so Sprecherin Annette Ulbricht, sei keine Kasseler Besonderheit, sondern gelte auch für andere Unis.

Wintersemester 2010/2011

Zum Wintersemester 2010/2011 begannen 4720 neue Studenten ihr Studium in Kassel. Die Uni Kassel erzielte im Wintersemester 2010/2011 einen Rekord an Studierenden: die Grenze von 20 000 Studenten wurde überschritten. In diesem Semester sollen 20 616 junge Leute in Kassel studieren.

Wintersemester 2011/2012

Zum Wintersemester 2011/2012 nahmen 3677 Studienanfänger ihr Studium an der Universität Kassel auf. Insgesamt waren 21 518 Studierende eingeschrieben.

Wintersemester 2013/2014

Zum Wintersemester nahmen 4735 Studienanfänger ihr Studium an der Universität Kassel auf. Insgesamt waren 22 765 Studierende eingeschrieben.

Wintersemester 2014/2015

Zum Wintersemester nahmen 5330 Studienanfänger ihr Studiuam an der Universität Kassel auf. Damit sind insgesamt 23 800 Studenten eingeschrieben.

Uni-Bibliothek

Im Reich der 1,8 Millionen Bücher

Sie ist das Zentrum des Wissens an der Universität Kassel. Eine geballte Sammlung von 1,8 Millionen Büchern und anderen Medien steht in der Uni-Bibliothek (UB) zur Verfügung. Hinzu kommen rund 5.000 Abonnements gedruckter und fast ebenso vieler elektronischer Zeitschriften sowie zahlreiche Datenbanken. 1,8 Millionen - an die Studierenden verteilt, wären das für jeden über 100 Bücher. Jeder Kasseler Einwohner dürfte sich neun Exemplare aussuchen. Jeder Nordhesse würde fast zwei Bücher bekommen. Und jedes Jahr kommen ca. 40.000 bis 50.000 neue Bände hinzu.

Der Bestand kann von allen genutzt werden - kostenlos. Und bei 1,8 Millionen Büchern gibt es für die Mitarbeiter - knapp 110 Planstellen plus studentische Hilfskräfte - viel zu tun. Mehrere Kisten voll mit Lektüre kommen täglich ins Haus, müssen einsortiert und katalogisiert werden. Damit die rund 48.000 Leser, die sich im letzten Jahr mehl als 1 Mio. Exemplare ausliehen, schnell die gewünschten Titel finden.

Die Suche nach Literatur im Bibliotheks-Katalog ist auch von zu Hause aus möglich, per Internet. Sollte ein Buch nicht im umfangreichen Bestand vorhanden sein, beschafft es die UB per Fernleihe aus einer anderen Bibliothek, deutschland- oder wenn nötig auch weltweit. Ein weiterer Service der Kasseler UB: Buch-Transport. Wünscht z.B. ein Leser im zentralen Bibliotheksgebäude am Holländischen Platz ein Buch, das es nur in einer der anderen vier Bereichsbibliotheken (BB) im Kasseler Stadtgebiet (BB 6: Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, BB 7: Elektrotechnik, BB 8: Kunsthochschulbibliothek, BB 10: Berufspädagogik, Sport, Musik, Mathematik, Naturwissenschaften) oder der in Witzenhausen gibt (BB 9: Agrarwissenschaften), wird es dort für ihn abgeholt und im Hauptgebäude zur Verfügung gestellt. Das funktioniert natürlich auch umgekehrt.

Neben gedruckten und elektronischen Publikationen bietet die UB auch Veranstaltungen an, wie z.B. die Vortragsreihe Treffpunkt Eulensaal, Dauer- und Wechselausstellungen im begehbaren Handschriftentresor und dessen Vorraum sowie Kurse zur Förderung der Informationskompetenz (Wie finde ich Literatur und Informationen zu Themen, die mich interessieren, mit Hilfe von Bibliothekskatalogen, Datenbanken und dem Internet?). Informationen unter 0561/804-2117.

Die 1988 gebaute Uni-Bibliothek am Holländischen Platz soll ab dem Frühjahr 2015 umfassend saniert werden. Der Betrieb wird weiterlaufen, weshalb die Arbeiten bis 2018 andauern sollen. In erster Linie wird der Brandschutz auf den neusten Stand gebracht, es sollen aber auch teilweise 15.000 Quadratmeter umgestaltet werden. Auch die Barrierefreiheit soll verbessert werden. Für den Umbau und die Sanierung sind knapp 20 Millionen Euro veranschlagt.

Gutenberg-Bibel

Weltweit gibt es heute noch 48 Exemplare der Gutenberg-Bibel, von denen ein Exemplar in der Bibliothek der Universität Kassel aufbewahrt wird.

Die Bibel in lateinischer Sprache wurde zwischen 1452 und 1454 in Mainz in der Werkstatt von Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, gedruckt. Sie ist bis heute eines der schönsten Bücher dieser Art auf der ganzen Welt.

Quelle: Uwe Feldner, Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im Herkules Verlag

Erweiterung des Campus

Mehr Platz am Holländischen Platz

Im Wintersemester 2010/2011 hat die Universität zu wenig Platz für die Studenten. Alternativ wird in der Auferstehungskirche doziert, die aufgrund der Raumnot der Hochschule angemietet wurde. [2]

Am 2. April 2014 plante die Universität den Bau von Büro- und Seminargebäuden auf dem Parkplatz gegenüber des Philipp-Scheidemann-Hauses.

Für die Bauprojekte der Uni Kassel hat das Land Hessen bereits über das Hochschul-Investitionsprogramm Heureka 226 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.[3]

Konkrete Pläne

Im Jahr 2015 wurden 105 Gebäude mit insgesamt rund 280.000 Quadratmetern Fläche von der Uni Kassel genutzt. Sie gehören dem Land Hessen.

Science Park: Dies ist das Innovations- und Gründungszentrum, ein gemeinschaftliches Projekt von Universität und Stadt. In dem Gebäude sollen ab 2015 Firmengründer und Jungunternehmer einziehen. Insgesamt stehen 60.000 Quadratmeter zur Verfügung und im Oktober 2014 waren schon 60 Prozent belegt. In das Gebäude werden auch die Wissenstransfer-Organisation Uni Kassel Transfer sowie die Patentvermarktung Gino unterkommen.

Die Baukosten betragen 15,3 Millionen Euro, die zu gleichen Teilen von der Stadt und dem Land Hessen gestemmt werden. Die Universität Kassel steuert 500.000 Euro bei.

Hörsaal- und Campus-Zentrum: Angesichts der Raumnot entsteht im Zentrum des erweiterten Campus ein neues Zentrum mit sechs Hörsälen sowie sechs Seminarräumen mit insgesamt 2590 Plätzen. Allein das Audimax, vorgesehen für große Vorlesungen, bietet 650 Studenten Platz.

Selbstlernzentrum: Direkt gegenüber dem Hörsaalzentrum an der Moritzstraße entsteht für 2,8 Millionen Euro ein Selbstlernzentrum für Studenten. Die Bauarbeiten haben im Oktober begonnen, wegen der Instabilität des Bodens mussten 48 Bohrpfähle gesetzt werden. In dem etwa 720 Quadratmeter großen Gebäude sollen studentische Lern- und Gruppenarbeitsplätz eingerichtet werden. Im Oktober 2015 soll das Selbstlernzentrum in Betrieb gehen. Zunächst ist ein eingeschossiger Bau vorgesehen, der aber laut den Plänen zu einem späteren Zeitpunkt noch aufgestockt werden kann. Das Projekt wird aus dem Hochschulpakt 2020 finanziert, als von Bund und Land.

Studentisches Zentrum: Auch dort, wo früher die Tuchfabrik Gottschalk ihre Stoffe gefärbt und getrocknet hat, soll bald studentisches Leben pulsieren: die Uni Kassel will die seit Jahrzehnten leerstehenden Klinkerbauten auf dem ehemaligen Gottschalkgelände – die sogenannten Kopfbauten – künftig als studentisches Zentrum nutzen. [4]

Einziehen sollen die Studierendenvertretung Asta, das Kulturzentrum und die Fahrradwerkstatt. Für die Sanierung und den Umbau sind 3 bis 5 Millionen Euro veranschlagt.

In die ehemalige Produktionshalle der Tuchfabrik Gottschalk sollen studentische Arbeitsplätze eingerichtet werden. Für die Sanierung des alten Industriegebäudes sind 9,2 Millionen Euro veranschlagt. Der Baubeginn dieses Projekts ist für das Jahr 2015 vorgesehen. Es wird voraussichtlich 2017 fertiggestellt. Der Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung nutzt bereits Räume im ehemaligen Verwaltungsbau der ehemaligen Firma, der für 3 Millionen Euro saniert wurde. In einem weiteren Teil der ehemaligen Firma, dem Torhaus B, sollen Ateliers und Arbeitsräume entstehen. Die Kosten werden auf 4,6 Millionen Euro geschätzt. Voraussichtlich soll es 2017 bezogen werden.

Neubau für den Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung: Zum Wintersemester 2015 soll der Fachbereich in den Neubau neben dem Science Park-Gebäude ziehen. Die Baukosten betragen 13,7 Millionen Euro.

Neues Studentenwohnheim mit Kita: Die Kita Hopla-Kinder ist seit November 2013 in Betrieb. Dort gibt es 70 Betreunungsplätze. Die Baukosten betrugen 2,7 Millionen Euro. Das Studentenwohnheim Max-Kade-Haus ist seit Oktober 2014 in Betrieb und bietet Raum für 137 Studenten. Die Baukosten betrugen 9 Millionen Euro, die zum größten Teil vom Studentenwerk bezahlt wurden. In dem 5000 Quadratmeter großen Gebäude werden ebenfalls zentrale Service-Einrichtungen der Universität und des Studentenwerks ziehen.

Der Bau kostete 35,2 Millionen Euro. Er soll ab dem Sommersemester 2015 in Betrieb genommen werden. Für die Beheizung der Räume verwendet man künftig Erdwärme (Geothermie), wozu 80 Bohrungen rund um das Gebäude vorgenommen wurden.

Vergrößerte Mensa: Seit Januar 2013 ist der Erweiterungsbau der Zentralmensa in Betrieb. Es wurden 430 zusätzliche Plätze geschaffen, damit können nun mehr als 1000 Menschen gleichzeitig in der Mensa speisen. Kosten: 12,4 Millionen Euro.

siehe auch

Gebäude der Universität Kassel am Standort Witzenhausen

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Artikel auf HNA.de: 40 Jahre Uni Kassel: Ein Motor für die Region
  2. Wegen Raumnot: Uni-Profs lehren in der Auferstehungskirche
  3. Aus HNA.de vom 29. Oktober 2014: Neubauten auf Uni-Baustelle kommen voran - Umzug der Naturwissenschaften weiter ungewiss.
  4. HNA-online vom 6.6.2014: Uni Kassel plant studentisches Zentrum für drei bis fünf Millionen Euro

Weblinks