Universität Göttingen

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Göttingen - Aula der Universität

Die Stadt Göttingen in Südniedersachsen ist besonders als Universitäts-Stadt bekannt.

Mit dreizehn Fakultäten und grosser Forschungstradition zählt die Georg-August-Universität zu den international anerkannten Hochschulen.

Kurfürst Georg August von Hannover gründete im Jahr 1737 die Göttinger Universität.

Geschichte

Der lenkende Geist der Neugründung war der hannoversche Minister Gerlach Adolph Freiherr von Münchhausen. Er wollte eine Universität neuen Typs gründen, die auf die Aufklärung setzte. Die wissenschaftliche Forschung wurde dafür von der theologischen Zensur befreit. Mit der Universität Göttingen entstand einer der ersten Hochschulen Deutschlands, die eine Gleichberechtigung der Fakultären einführten. Die Bibliothek stand auch Studenten offen und für junge wissenschaftliche Disziplinen schuf Münchhausen neue Lehrstühle.

1737-1800

Eine großen Anteil am Aufstieg Göttingens zu eine wissenschaftlichen Zentrum hatte die 1751 gegründete Göttinger Akademie der Wissenschaften. Beide Einrichtungen waren von Beginn an eng verknüpft. Die ausblühende Universität zog schnell Studenten aus ganz Deutschland, Europa und anderen Erdteilen in die Stadt.

1800-1900

Im 19. Jahrhundert prägten Gelehrte der Universität Göttingen die Ausbildung der modernen Naturwissenschaften mit. Insbesondere Carl-Friedrich Gauß, Wilhelm Weber und Friedrich Wöhler hatten daran ihren Anteil. Zwischen 1800 und 1933 erobrte sich die Universität den Ruf eines mathematisch-naturwissenschatlichen Zentrums der Welt. Ein Rückschlag war die Entlassung der Göttinger Sieben im Jahr 1837. Damals protestoerten sieben Göttinger Professoren, unter ihnen Jacob und Wilhelm Grimm, gegen die Aufhebung des hannoverschen Staatsgrundgesetzes durch König Ernst Augusst, Herzog von Cumberland.

1933-1945

Göttingen zählte in den 1930er Jahren zu den mittelgroßen Universitäten. Der Lehrkörper umfasste 238 Personen, dazu kamen 3000 Studenten. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten markierte das schwärzeste Kapitel in der Universitätsgeschichte. Über 50 Dozenten und Professoren mussten nach 1933 die Universität verlassen, daruntér die Nobelpreisträger Max Born und James Franck. Als Konsequenz ging der Weltrang, den sich die Göttinger Mathematik und Naturwissenschaften erarbeitet hatten, verloren. Von diesem Aderlass hat sich die Georgia Augusta über viele Jahre nicht erholen können.

Nach 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Universität als erste deutsche Universität 1945 den Lehrbetrieb wieder auf. Damals verzeichnete sie die Rekordzahl von 5000 Studierenden. Die folgenden Jahre waren durch deutlich steigende Studentenzahlen, den Ausbau der Institute sowie die Einrichtung eines Großklinikums gekennzeichnet. Im Jahr 2016 fällt die Enscheidung, den Nord-Campus der Uni um eine Fläche von fast zehn Fußballfeldern zu erweitern. In dem neuen, 7,4 Hektar großen Areal im Nord-Osten des Nord-Campus sollen Neubauten entstehen. Im Nordbereich befinden sich die Naturwissenschaften. Zentrales Projekt ist der Bau eines Rechenzentrums, das von der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung (GWDG), der Max-Planck-Gesellschaft, der Universitätsmedizin, den Abteilungen Informationstechnologie und Gebäudemanagement der Universität Göttingen sowie der Digitalen Bibliothek der Staats- und Universitätsbibliothek gemeinsam betrieben werden soll. Unter anderem wird dort ab 2018 der Nachfolger des größten Computers Norddeutschlands für Wissenschaftsaufgaben, der derzeit in Hannover steht, aufgestellt.

Institute

  • Drittes Physikalisches Institut, Universität
  • Geographisches Institut
  • Soziologisches Forschungsinstitut (SOFI)an der Georg-August-Universität
  • Tierärztlichen Institut der Georg-August-Universität -Contact Us. II. Physikalisches Institut
  • Theologische Fakultät Karl Barth Forschungsstelle
  • Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut
  • Max-Planck-Institut für Geschichte
  • Institut für Geophysik in Göttingen
  • Institut für Mikrobiologie und Genetik
  • Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie
  • Max-Planck-Institut für Strömungsforschung
  • Institute for Mathematical Stochastics Georgia Augusta
  • Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften der Georg-August-Universität
  • Institut fuer Materialphysik
  • Institut für Humangenetik der Universität Göttingen
  • Das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk
  • Institut für Holzbiologie und Holztechnologie
  • Institut für Organische und Biomolekulare Chemie Tammannstr.
  • Institut für Betriebswirtschaftliche Geldwirtschaft
  • Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation
  • Institut für Forstökonomie der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie
  • Max-Planck-Institute betreiben Grundlagenforschung
  • IMSF Institut für Multiple-Sklerose-Forschung des Bereichs Humanmedizin
  • Institutes für Wirtschaftsinformatik

Persönlichkeiten

Bekannte Absolventen

Folgende bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft haben an der Universität Göttingen studiert:

Lehrende

Nobelpreisträger

siehe auch

UMG

Zur Geschichte der Göttinger Universität siehe auch:

Statistik

Sommersemester 2011

Im Sommersemester 2011 waren 23.121 Studenten an der Universität eingeschrieben. Unter ihnen waren 707 Studienanfänger.

Wintersemester 2012

Für das Wintersemester 2012/13 schrieben sich 5500 Studierende in Göttingen neu eingeschrieben, 4200 davon Studienanfänger. Damit hat die Uni 26.300 Studenten im neuen Semester. [1]

Wintersemester 2013

Im Wintersemester 2013 haben sich 5700 Studenten an der Universität Göttingen neu immatrikuliert. Nun studieren mehr als 27.000 Studenten in Göttingen.[2]

Wintersemester 2014

Im Wintersemester 2014 begrüßte die Universität etwa 4300 Studienanfänger (6000 neu eingeschriebene an der Universität). Insgesamt sind nun mehr als 28.700 Studenten eingeschrieben. [3]

Völkerkundliche Sammlung

Wahl zur besten Uni

Die Georg-August-Universität Göttingen belegte in der internationalen Studierendenbefragung „International Student Barometer 2011“ den ersten Platz unter den deutschen Hochschulen. Im weltweiten Vergleich landete die Hochschule auf Platz fünf.

Die befragten internationalen Studierenden beurteilten weltweit 238 Hochschulen, davon 57 in Deutschland. 49 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Göttinger Uni aktiv weiterempfehlen würden. Weitere 39 Prozent würden sie auf Nachfrage anraten.

Besonders gut schnitt die Hochschule in der Kategorie „Learning“ ab. Insbesondere die Forschungsleistung der Universität sowie die Ausstattung der Labore haben die Studenten überzeugt.[4]

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Aus HNA.de vom 22. Oktober 2012: Uni Göttingen: 26.300 Studierende im neuen Semester
  2. Aus HNA.de vom 21. Oktober 2013: Mehr als 27.000 studieren an der Uni Göttingen
  3. Aus HNA.de vom 20. Oktober 2014: Ansturm auf die Uni Göttingen: Mehr als 28.700 sind eingeschrieben
  4. Aus HNA.de vom 3. April 2012: Studenten wählen Uni Göttingen deutschlandweit auf Platz eins

Weblinks