Ulrich Rückriem

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Das documenta-Lexikon
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Ulrich Rückriem ist ein deutscher Bildhauer (Jahrgang 1938), der an der documenta 5, documenta 7, documenta 8 und der documenta IX teilgenommen hat. [1]

Werk

Rückenriem begann 1957 mit einer Lehre zum Steinmetz in Düren.[2] Im Innenhof des Reichstages in Berlin liegen zwei Bodenskulpturen von Rückriem. Er hat für seine Skulpturen zwei Krusten von einem Granitrohblock aus der Normandie abtrennen lassen und sie je vertikal in fünf Teile geschnitten. Alle Teile wurden, dem Fugenraster des Innenhofbodens folgend, wieder zu ihrer ursprünglichen Form zusammengefügt, die mittlere Platte wurde allerdings gefräst, geschliffen und poliert. Diese Platte zeigt dadurch einen blau-grauen Ton und spiegelt wie Wasser, sodass die sie einfassenden rostfarben-grauen Teilstücke ihrerseits wie eine Brunnenfassung wirken. So setzt der Künstler dem aus bearbeiteten Steinen gefügten Innenhof die Ursprünglichkeit einer unbearbeiteten Granitkruste entgegen und führt damit den Entwurf des Architekten des alten Reichstagsgebäudes weiter.[3]

Die Außenskulptur Ein Granitblock in drei Teile gespalten, der mittlere Teil in vier Teile geschnitten und alle Teile zur ursprünglichen Blockform zusammengefügt, der untere Teil als Fundament in die Erde eingelassen wurde zur documenta 7 im Jahr 1982 hinter der Neuen Galerie zur Schönen Aussicht hin errichtet. Der Block besteht aus südafrikanischem Granit.

Auszeichnungen

1985 erhielt Rückenriem den Arnold-Bode-Preis.

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Wikipedia-Eintrag zu Ulrich Rückenriem
  2. Rückenriem auf kettererkunst.de
  3. Beschreibung der beiden Skulpturen Rückenriems im Innenhof des Deutschen Bundestags