Turmgasse

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Die Turmgasse ist heute verschwunden, aber der Anfang ist noch als Torso vorhanden. Dort wo das Seidene Strümpfchen eine Biegung zur Unteren Karlsstraße macht, zweigt ein Stück gepflasterte Straße ab mit den alten Bordsteinkanten. Das ist der Rest der Turmgasse.

Die Turmgasse zog sich von der Unteren Karlsstraße am Seidenen Strümpfchen und Garnisonkirche vorbei bis zum Druselturm. Da sie hinter den einstigen Hallengebäuden des Königsplatzes lag, hieß sie anfangs "Hinter den Hallen", die Kasselaner nannten sie jedoch "Hinner den Baracken". Später erhielt sie den Namen "Turmgasse". Vom Seidenen Strümpfchen aus betrat man die Turmgasse über eine Treppe.

Am Anfang der Turmgasse stand früher eine Wellblechbedürfnisanstalt. Im Frühling erblühte hinter ihr aus einem trostlosen Hofgelände eine Rosskastanie. Die Bedürfnisanstalt wurde oft von den Marktfrauen genutzt, die ihre Stände auf dem Königsplatz hatten.

Hausnummern gab es in der Turmgasse (mit einer Ausnahme) nur auf der rechten Seite, die linke bildeten die Hinterfronten der Häuser vom Königsplatz und der Unteren Königsstraße. Die Turmgasse beherbergte viele Gastwirtschaften:

  • Nr. 2: Eckhaus Seidenes Strümpfchen. Früher Gastwirtschaft "Zur Patronentasche".
  • Nr. 6: Gastwirtschaft "Zum seidenen Strümpfchen".
  • Nr. 12: Eckhaus An der Garnisonkirche. Honig Hause.
  • Nr. 14: Gastwirtschaft "Zur alten Stadtmauer".
  • Nr. 16: Gasthaus "Zum goldenen Hahn".
  • Nr. 18: Gastwirtschaft "Alt Cassel".
  • Nr. 22: Gastwirtschaft "Zum Druselturm".