Trisha Brown

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Das documenta-Lexikon
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Trisha Brown ist eine US-Künstlerin (Jahrgang 1936), die an der documenta 12 teilgenommen hat.

Werk

Brown ist Tänzerin und Choreografin. Sie hat neue, minimalistische Tanzaufführungen gestaltet, mit denen sie auf Straßen und öffentliche Plätze ging. Ihr neues Verständnis von Tanz, das auf rhythmische, zeichenhafte Körperbewegungen reduziert ist, führte sie in die Nähe zur Kunst (Performance).

Brown und die documenta

Im zentralen Saal des Fridericianums (im 1. Stock) ließ sie ein etwa tischhohes Gerüst aufstellen, das durch Taue verküpft ist. In den Tauen hängen Kleidungsstücke. Die Installation ergibt ein starkes farbiges Bild (mit intensiven Schattenwirkungen), das so wirkt, als seien Tänzer und Artisten geflüchtet und hätten ihre Kleidungsstücke zurückgelassen.


Wenn in dem Raum eine Tanzperformance stattfindet, klettern Tänzerinnen und Tänzer über die Seile in die Kleidungsstücke, um dann waagerecht oder mit dem Kopf und Oberkörper nach unten in den Seilen zu hängen. Mehrfach wechseln sie ihre Stellungen. Die ruhigen Aktionen schaffen immer neue Bilder.

Bei einer zweiten Performance agiert eine Tanzgruppe rund um das Gerüst - wobei Beine, Oberkörper und Hände leicht und ausdrucksvoll bewegt werden.

Durch die unmittelbare Nachbarschaft der Raumskulptur von Iole de Freitas ergibt sich eine spannungsvolle Korrespondenz. Während Iole de Freitas große, raumgreifende Bewegungen andeutet, inszenierte Trisha Brown zurückgenommene Tanzfiguren.

siehe auch

Webnlinks und Quellen