Trendelburg

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Trendelburg
Trendelburg-Kirche-Rathaus.JPG
Rathaus und evangelische Stadtkirche
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 130
Fläche: 69,35 qkm
Einwohner: 5.112 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34388
Vorwahl: 05675
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
34388 Trendelburg
Website: www.trendelburg.de
Bürgermeister: Kai Georg Bachmann (parteilos)

Trendelburg ist ein Luftkurort im Landkreis Kassel in Nordhessen mit etwa 5.700 Einwohnern.

Burg Trendelburg und die Trendelburger Altstadt mit der Stadtkirche überragen von Weitem sichtbar das Diemeltal. Sie liegen auf einem etwa 60 m hohen Sandsteinfelsen, der von drei Seiten von der Diemel umflossen wird.

Hier kreuzten sich einst zwei alte Handelswege und an der Furt im Fluss entstand später eine Brücke.

Geografie

Die Stadt liegt an der Diemel am westlichen Rand des Reinhardswalds zwischen den Städten Hofgeismar im Süden und Bad Karlshafen im Norden.

Geprägt wird das Stadtbild von der Burg Trendelburg auf einem steil abfallenden Bergrücken über dem Diemeltal.

Ein Sandsteinfelsen wird hier von der Diemel in einem großen Bogen zu umflossen; an seiner Westseite entstand die heutige Kernstadt mit ihren Fachwerkhäusern.

Stadtteile der heutigen Stadt Trendelburg sind Deisel, Eberschütz, Friedrichsfeld, Gottsbüren, Langenthal, Sielen, Stammen, die Kernstadt Trendelburg und Wülmersen.

Geschichte

Burg und Stadt Trendelburg

Burg und Kernstadt von Trendelburg liegen auf einem etwa 60 m hohen Sandsteinfelsen, der von drei Seiten von der Diemel umflossen wird. Über einer nahen Diemelfurt baute man in späteren Jahren eine Brücke.

Sowohl von Süden (von der Fulda) nach Norden (zur Weser hin) als auch von Westen nach Osten verliefen alte Handelswege.

Im 8. und 9. Jahrhundert hatte die Christianisierung die Sachsen in dem Gebiet zu den beiden Ufern der Diemel erreicht. Im Westen hatten sich schon vor der Jahrtausendwende Menschen in einer Stadt im Schutze des Warburger Burgbergs angesiedelt. Diese Burg war zunächst im Besitz des Grafen Dodiko (auch: Dodicho), dessen Besitz laut Urkunde im Jahre 1020 dem Bischof von Paderborn zufiel, als Dodikos einziger Sohn verunglückte.

Der Kaiser übertrug 1021 und 1033 die gräflichen Rechte auf den Bischof von Paderborn, der bis 1597 seinen Anspruch auf das Land westlich der Diemel aufrecht erhielt.

Auf dem östlichen Ufer traten demgegenüber der Einfluß des Erzbistums Mainz und der Landgrafen von Hessen in den Vordergrund.

Zugang zur Burg Trendelburg

Eine wesentliche Rolle spielte in der Umgebung von Hofgeismar auch das Geschlecht der Herren von Eberschütz (später „von Schöneberg“), die 1300 die Burg Trendelburg ohne Zustimmung des Paderborner Erzbistums auf dem linken Diemelufer errichtet hatten, was Konrad von Schöneberg veranlasste, Rückhalt bei dem damaligen Erzbischof von Mainz, Gerhard II. zu suchen, dem er 1303 seine Burgen öffnete. Burg und Stadt Trendelburg werden in dieser Vereinbarung unter der Bezeichnung Trinderberg urkundlich erwähnt.

Es handelt sich offenbar nicht um die früheste Erwähnung der Stadt. Die Bezeichnung "Drendelborch" findet sich bereits in einer Urkunde aus dem 13. Jahrhundert, die im Staatsarchiv in Münster (Landesarchiv NRW) archiviert ist.

Die Trendelburger Burg war in den nachfolgenden Jahrhunderten Zoll-, Amts- und Gerichtsort.

Die mittelalterliche Altstadt Trendelburgs veränderte ihr Erscheinungsbild im Laufe der Jahrhunderte. Stadtbrände, kriegerische Ereignisse, Modernisierungsmaßnahmen des letzten Jahrhunderts waren dafür ausschlaggebend. Ursprünglich war der kleine Ort auf einem Sandsteinfelsen im Schutz der Burg Trendelburg im 13. Jahrhundert planmäßig erbaut worden. Die angelegten Straßen und erhaltene Häusergrundrisse zeugen noch davon.

Vor der Reformation wurde im Jahre 1458 die ehemalige Marienkirche in gotischer Bauweise errichtet, heute ein evangelisches Gotteshaus. Die heutige Kirche der katholischen Gemeinde (Heilig Kreuz) ist deutlich jünger und stammt aus dem Jahr 1961.

Bergfried der Burg mit Dachaufbau aus 2012

Wesentlich älteren Datums - aus 1331 - ist die ehemalige Wallfahrtskirche im Trendelburger Stadtteil Gottsbüren.

Ein weiteres Gotteshaus im Stadtgebiet war einst die Siechenkirche bei Trendelburg - in Richtung Sielen - von der heute nur noch der spätromanische Westturm (auf rechteckigem Grundriß) erhalten ist.

Stadtrechte erhielt Trendelburg im Jahr 1472, erst sehr viel später - im Jahre 1582 - wurde das Rathaus errichtet.

Noch bis zu dieser Zeit bestanden ständige Grenzstreitigkeiten zwischen dem Erzbischof von Mainz, dem Hochstift Paderborn und dem hessischen Landgrafen um diesen Teil des Diemeltals, die erst im Jahre 1597 bereinigt wurden.

Historisches Rathaus nach der Restaurierung in 2012

Der historische Kernstadt von Trendelburg ist bis heute durch Fachwerkbauten geprägt. Dazu gehört auch das historische Rathaus, ein Fachwerkbau mit gotischem Eingangsportal, der nach Stadtbränden im 15. Jahrhundert errichtet wurde, mit dem Wappen der Stadt und einer Sonnenuhr aus dem Jahre 1582 an der Fassade.

Der Aufschwung des Städtchens, das zeitweilig auch hessischer Amtssitz war, wurde in den nachfolgenden Jahrhunderten immer wieder empfindlich gestört.

Sowohl im Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert als auch in den Siebenjährigen Krieg im 18. Jahrhundert war die Trendelburg als Wehranlage verwickelt.

Die Chronik berichtet von Überfällen, Brandschatzungen und Plünderungen in den Jahren 1631 und 1637.

Im Siebenjährigen Krieg wurde die Burg ab 1757 von französischen Truppen besetzt. Nach dem Krieg wurde die Burg wieder hergestellt und diente seither unkriegerischen Zwecken als Jagdschloss, Forstamt und schließlich Burghotel.

Einst trug der mächtige Bergfried der Burg ein Dach. Doch der Dachstuhl wurde im 19. Jahrhundert abgebaut, als das Holz für den Bau der Apotheke benötigt wurde. Nachdem das Dach im August 2012 von Dachdeckern der Schöneberger Firma Gartemann neu eingedeckt wurde, krönt ein neues Ziegeldach den Bergfried. Und abends und nachts wird die Spitze des Bergfrieds erleuchtet.[1]

Der Landgraf-Carl-Kanal

Im 18. Jahrhundert verfolgte Landgraf Karl von Hessen-Kassel den Plan, die Weser bei Sieburg (dem späteren Carlshaven) mit der Fulda durch einen Kanal zu verbinden. Nachdem zunächst damit begonnen wurde, die Diemel schiffbar zu machen, wurde mit den eigentlichen Kanalbauarbeiten 1720 begonnen, wobei auch Soldaten zu den friedlichen Arbeiten am Karlskanal herangezogen wurden.

Von Karlshafen führte der Kanal bereits bis zum heutigen Hofgeismarer Stadtteil Hümme. Pfaff beschreibt in seiner "Geschichte der Stadt Hofgeismar" die Aufregung in den Köpfen der dortigen Bewohner, die bisher lediglich durch eine Botenpost mit Kassel im Süden oder Trendelburg im Norden verbunden waren.

Die Pläne des Landgrafen erwiesen sich aber als wenig erfolgreich, so dass nach seinem Tod im Jahre 1730 der weitere Kanalausbau aufgegeben wurde. Ein von zwei Pferden gezogenes kleines Marktschiff, so heißt es, brauchte von Karlshafen bis Trendelburg im Jahre 1727 einen ganzen Tag, weil es immer wieder flottgemacht werden musste. Und in Hümme ist kaum eines dieser Schiffe jemals angekommen.

Trendelburg - Mikwe

Die Trendelburger Mikwe

Im Februar 2001 ist in Trendelburg bei Sanierungsarbeiten eine Mikwe, ein jüdisches Ritualbad mit Tauchbecken, wiederentdeckt worden. Überliefert ist, dass im Jahre 1783 der ehemalige jüdische Eigentümer des Hauses "Am Brunnen 6", Joseph Levi Dannenberg, die Stadtverwaltung Trendelburg um eine Wasserableitung für das Bad gebeten hatte, das nach einem Großbrand in der Stadt im Jahre 1866 in Vergessenheit geraten war.

Das Meyersche Konversationslexikon (Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892) beschreibt die Stadt Trendelburg als „Stadt im preuß. Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar, an der Diemel und der Linie Hümme-Karlshafen der Preußischen Staatsbahn, hat eine evang. Kirche, ein altes Schloß und (1885) 772 Einw.."

siehe auch:

Die stillgelegte Eisenbahnstrecke Hümme - Karlshafen

An die ehemalige Eisenbahnlinie von Hümme nach Karlshafen erinnert bis heute der Bahnhof Trendelburg. Der Bahnhof (Straßenbezeichnung: „An der Carlsbahn“) von 1914 wird heute von der Raiffeisenbank genutzt. Verbunden damit ist ihr Neubau, der direkt angrenzend an Stelle des Güterschuppens entstand.

Bahnhof Trendelburg

Die im Jahre 1848 eröffnete Friedrich-Wilhelms-Nordbahn führte einst von Kassel bis zum Hofgeismarer Stadtteil Hümme. Von dort verlief eine weitere Teilstrecke, die Carlsbahn bis nach Karlshafen, wobei der Streckenverlauf der Carlsbahn fast genau dem Verlauf des Landgraf-Carl-Kanals folgte.

Nachdem sich der von Landgraf Karl geplante Bau einer Wasserstraße von Kassel nach Karlshafen (Carlskanal) nicht realisieren ließ, entstand damit gut ein Jahrhundert später eine Güterverbindung von Kassel nach Karlshafen auf dem Lande.

Aus Richtung Hümme führte die ehemalige Eisenbahnstrecke in nordöstlicher Richtung nach Stammen und weiter zum Bahnhof Trendelburg, der 1912 erbaut wurde.

Hinter Trendelburg wurde der 264 m lange Tunnel durch den Kesselberg („Deiseler-Tunnel“) erreicht, wenig später die dreibogige Sandsteinbrücke über die Holzape.

Dem Haltepunkt Wülmersen folgte der Bahnhof in Helmarshausen und schließlich der Bahnhof in Karlshafen am linken Ufer.

Der erste Zug auf der Strecke Hümme - Karlshafen fuhr am 3. April 1848.

1966 wurde die Eisenbahnstrecke stillgelegt und der öffentliche Personenverkehr von Bussen übernommen.

Historischer Rundgang in Trendelburg

Der Rundweg startet am Tourismusbüro, in dessen Kellergewölben das jüdische Ritualbad (Mikwe) zu besichtigen ist. Nächster Punkt ist der Burghof mit Aussichtspunkten. Über eine „Zwete“ geht es um die Burg zur schmalen Schanzenzwete, teilweise entlang der Stadtmauer zum Aussichtspunkt „Ludwigslust“. Am Alten Tor werden einzelne interessante Fassaden der diemelsächsischen Bauernhäuser betrachtet. Die Evangelische Stadtkirche mit Fresken und Epitaphen bildet den Abschluss des Rundgangs.

Literatur

  • Hans-Adalbert von Stockhausen, Die Trendelburg, 1939
  • Friedrich Pfaff, Geschichte der Stadt Hofgeismar, 2. Auflage, 1954
  • Klaus Röttcher u.a., Der Kanal des Landgrafen Karl, Kassel 2000
  • Harald Schmidt (Hrsg.), Spurensuche - zur Geschichte Trendelburgs, Kassel 2004
  • Heinrich Klose, Die Mikwe in Trendelburg, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2005, S. 57 ff.
  • Reiseführer: Gastliches Weserbergland, Bautz-Verlag 2007
  • Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011

Heimatmuseum

Blick auf Trendelburg
Ansicht der evangelischen Stadtkirche
Katholische Kirche "Heilig Kreuz"

In der ehemals landgräflichen Mühle betreut der Heimatverein Trendelburg das Trendelburger Heimatmuseum.

Im November 2006 wurde die 1. Etage der landgräflichen Mühle offiziell durch den Wasserverband Diemel an den Heimatverein übergeben und Ostern 2007 konnte das Heimatmuseum eröffnet werden.

Kirchen

Kunst und Kultur

Galerien in der Kernstadt von Trendelburg:

  • Diethart Rindermann, Fotografie, Galerie im Heuboden, Altes Tor 36
  • Jutta Eisenecker, Am Rathaus 8, Malerei, Privatgalerie
  • Gerda Schumacher, Malerei, Galerie in der Domäne 6
  • Corinna Goßmann, Malerei, Fotgrafie, Privatgalerie, Schöne Aussicht 2

Literatur

  • Gero Lenhardt, Mein Reinhardswald, Wandern - Kultur - Freizeit, 1. Auflage, Calden 2013

Museen

Persönlichkeiten

Politik

Bürgermeister und Stadtverordnetenversammlung

Bürgermeister

Bürgermeister der Stadt ist Kai Georg Bachmann.

Er folgte am 1. April 2012 auf Bernhard Klug, der über 24 Jahre Bürgermeister der Stadt war.

Bei der Bürgermeister-Direktwahl am 6. November 2011 wurde Kai Georg Bachmann als einziger Kandidat mit 93,08 Prozent der abgegebenen Stimmen zum neuen Bürgermeister von Trendelburg gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,4 Prozent.

Stadtparlament

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung – Ergebnis der Kommunalwahl vom 27. März 2011:

Ergebnisse der Kommunalwahl vom 27. März 2011 (in Klammern: Ergebnisse der Kommunalwahl vom 26. März 2006)

Landrat

Landrat im Landkreis Kassel ist Uwe Schmidt, SPD.

Parteien

Städtepartnerschaften und -freundschaften

  • Eine Städtepartnerschaft verbindet Trendelburg seit dem 11. Mai 1991 mit Louvigné-Du-Désert in der Bretagne (Frankreich);

Städtefreundschaften bestehen zu

  • Allstedt in Sachsen-Anhalt) seit dem 1. Mai 1991 und
  • Pocklington in Yorkshire (Großbritannien) seit 1996.

Wahlkreise

Bundestag

Sehenswürdigkeiten

Rundgang in Trendelburg

Blick zur Stadtkirche
Stadtansicht

Die neben der Burg Trendelburg (Steinweg 1) liegende Altstadt lädt zu einem Rundgang ein.

Stationen in der Trendelburger Altstadt:

  • Am Brunnen 6 - ehem. jüdisches Ritualbad - Mikwe (jüdisches Ritualbad in einem Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert);
  • Marktplatz - Evangelische Stadtkirche und Rathaus (bei dem Rathaus der mittelalterliche Stadtbrunnen und in der Altstadt Straßenlaternen mit Märchen- und Sagenmotiven von Albert Völkl).
  • Nahe der Diemel liegt die ehemalige landgräfliche Mühle (Zur Alten Mühle 10 - heute Museum) und weiter flussabwärts das Domänengebäude (13.-17. Jahrhundert - einst Vorwerk und später Staatsdomäne), das sich heute in Privatbeistz befindet.

Quelle: Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele, Wolfhagen 2011

Sehenswürdigkeiten am Ort

siehe dazu:

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

siehe auch

Turm der Siechenkirche

Stadtteile

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich zu Beginn der 1970-er Jahre sieben bis dahin selbständige Gemeinden der Stadt Trendelburg an.

Die Diemel bei Trendelburg

Die heutigen Stadtteile sind:

Städtepartnerschaft

Zwanzig Jahre deutsch-französische Freundschaft wurde am 4. Juni 2011 in der Trendelburger Kulturhalle gefeiert. Streng genommen wurde die Städtepartnerschaft zwischen der französischen Stadt Louvigné du Desért und Trendelburg bereits 1990 besiegelt. Schon im Jahr 2010 fand in Frankreich das Jubiläum statt. In 2011 stand ein mehrtägiger Gegenbesuch und eine weitere Feier in Trendelburg an.

Trendelburger Märchen und Mythen

Burg Trendelburg - Wachturm
Ansicht auf Burg Trendelburg

Rapunzel

Märchen und Mythen aus vergangener Zeit ranken sich um manche historische Stätte in der Umgebung des Reinhardswalds. Der an die Stadt Trendelburg grenzende Reinhardswald zwischen Diemel und Weser ist für viele ein „Märchenwald“, den man schöner kaum träumen kann. Die Deutsche Märchenstraße folgt hier den Pfaden der Gebrüder Grimm und lässt in Trendelburg das Märchen von Rapunzel lebendig werden. Teil der Burganlage ist der Rapunzel-Turm, wo Rapunzel den Zopf für den Prinzen herabgelassen haben soll.

Trendula

Namensgeberin der Burg Trendelburg ist allerdings in der Märchen- und Sagenwelt die Riesin „Trendula“, die nach der Sage von einem Blitz auf freiem Feld erschlagen wurde, nachdem sie ihren Schwestern Saba und Brama stark zugesetzt hatte. Alle drei sollen im übrigen von der nahegelegenen Burg des Riesen Kruko, der Krukenburg stammen. Mit etwas Phantasie sind noch heute die Spuren des Blitzes in der Nähe von Trendelburg zu sehen. Aber auch weniger phantasievolle Zeitgenossen empfinden den „Nassen Wolkenbruch“ zwischen Trendelburg und Friedrichsfeld als durchaus beeindruckenden, allerdings nur schwer zugänglichen Trichter mit einem See in 45 m Tiefe, den der Besucher auf einem Pfad umrunden kann.

Märchenfest

Am 2. Juni 2011 fand das erste Märchenfest auf der Trendelburg statt. Die Märchen- und Sagenfiguren des Reinhardswaldes gaben sich in der mittelalterlichen Anlage ein Stelldichein.

Unterkünfte

Der Luftkurort bietet Übernachtungsmöglichkeiten in vielen Qualitäten, sei es im ländlichen Hofgut Stammen oder im Burghotel Trendelburg.

Vereine

Die ehem. Eisenbahnstrecke Hümme - Karlshafen

Verkehrsanbindung

Straßenverkehr

Durch Trendelburg verläuft die Bundesstraße 83 (Höxter–Kassel).

ÖPNV

Trendelburg liegt im Gebiet des Nordhessischen Verkehrsverbundes.

Diemel-Radweg

Mit dem Fahrrad über den Diemel-Radweg mit Start in Willingen über Usseln, Diemelsee, Marsberg, Diemelstadt, Warburg, Liebenau nach Trendelburg, ab dort auf dem Fahrradweg bis Karlshafen entlang der Diemel.

Wandern

Von Trendelburg aus verlaufen am Flüßchen Diemel entlang schöne Wander- und Radstrecken.

Längere Wanderstrecken bieten beispielsweise die folgenden Routen:

Märchenlandweg

siehe dazu: Wandern auf dem Märchenlandweg

Weserberglandweg

Wülmersen - Trendelburg

Der Wanderführer der Region Kassel Land e.V. ("Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele", Wolfhagen 2011) beschreibt eine attraktive Wanderroute vom Wasserschloss Wülmersen nach Trendelburg, die u. a. durch das Holzapetal führt, vorbei an einer Informationstafel zur Friedrichsfelder Wasserkunst oder einem Grenzstein des Amtes Trendelburg aus dem Jahre 1748; später führt der Weg vorbei am "Brautstein" (zur Erinnerung an ein gebrochenes Eheversprechen) bevor wieder Wülmersen erreicht wird.

Wesersandstein

Vorkommen des Wesersandsteins in der Solling-Folge

Die Buntsandsteinvorkommen im Gebiet der Oberweser und der unteren Diemel werden aufgrund ihrer Lage im Weserbergland als Wesersandstein bezeichnet. Ihn kennzeichnen im Vergleich zu Vorkommen in anderen Gegenden besondere Eigenschaften.

Unterschieden wird hierbei zwischen Rotem Wesersandstein und Grauem Wesersandstein.

Die Entstehungsgeschichte des Wesersandsteins reicht rund 250 Millionen Jahre in eine Periode des frühen Erdmittelalters (Trias) zurück.

Der Sandstein kommt in dem Bereich der Solling-Folge - südlich des Sollings etwa zwischen Bad Karlshafen und Trendelburg - als Mittlerer Buntsandstein mit einer Mächtigkeit von bis zu 300 Metern vor.

Die Vorkommen rechts und links der Weser werden als Karlshafen-Schichten bezeichnet und bergen den Roten Wesersandstein, während die Lagen um Trendelburg und im Diemeltal Trendelburg-Schichten mit dem Grauen Wesersandstein genannt werden.

Wussten Sie schon ... ?

(Harald Schmidt, Verkehrsamt Trendelburg)

Hinweis: Der Landgraf-Carl-Kanal sollte nach der Vorstellung des Landgrafen die Stadt Kassel mit der Fulda auf kürzestem Weg mit Karlshafen und dem dortigen Weserhafen verbinden.

Einige Abschnitte und Fragmente lassen sich auch heute noch mit Ortskenntnis und Fantasie im Gelände ausmachen.

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Artikel in HNA-online vom 17.8.2012

Weblinks




Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

Ahnatal | Bad Emstal | Bad Karlshafen | Baunatal | Breuna | Calden | Espenau | Fuldabrück | Fuldatal | Grebenstein | Habichtswald | Helsa | Hofgeismar | Immenhausen | Kaufungen | Liebenau | Lohfelden | Naumburg | Nieste | Niestetal | Oberweser | Reinhardshagen | Schauenburg | Söhrewald | Trendelburg | Vellmar | Wahlsburg | Wolfhagen | Zierenberg