Todenhausen

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Todenhausen
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Gemeinde: Frielendorf
Einwohner: 655 (30. Juni 2008)
Postleitzahl: 34621
Vorwahl: 05684
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Ziegenhainer Straße 2
34621 Frielendorf
Website: www.todenhausen.de
Bürgermeister: Birger Fey (SPD)
Ortsvorsteher: Volker Spiewak

Todenhausen ist ein Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Frielendorf im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 660 Einwohnern. In Todenhausen gibt es sechs Vereine.

Gemarkung

Die Gemarkung Todenhausen hat eine Größe von etwa 646 Hektar.

Geschichte

Gegründet wurde der Ort vermutlich bereits in der großen fränkischen Siedlungsperiode um 500 nach Christus.

1928/29 wird ein Teil des aufgelösten Gutsbezirks Forst Frielendorf nach Todenhausen eingemeindet.

Am 31. Dezember 1971 gibt die Gemeinde Todenhausen ihre Selbständigkeit auf und wird ein Ortsteil der Gemeinde Frielendorf.

Namensgebung

Der Name hat mit Tod oder Toten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nichts zu tun. Todenhausen wird erstmals 1197 als "Deidenhusen" urkundlich erwähnt. Damals hatte das naheliegende Prämonstratenserkloster Spieskappel Besitztümer in dem kleinen Dorf am Fuße des Sendbergs.

Als weitere historische Namensformen im Laufe der Jahrhunderte führt LAGIS Thudenhusen, Thodenhusen, Dodenhausen und schließlich Todenhausen auf.

In dem 1938 herausgegebenen Werk „Das Amt Homberg an der Efze“ (von Dr. Bernd Helbig aus Dillich) geht der Autor davon aus, dass Thudenhusen vom Tuten eines Horn herzuleiten sei. Helbig vermutete nach dem Studium verschiedener historischer Quellen, dass zu der Zeit der sogenannten Sendgerichte Gerichtsbedienstete vom 339 Meter hohen Sendberg durch das Blasen von Hörnern oder eben Tuten die Bevölkerung zum Gerichtstag gerufen haben. Der Sendberg sei nachweislich bis ins 13. Jahrhundert Schauplatz solcher Gerichte gewesen. Helbig schreibt dazu: "Da das Dorf in der Nähe eines Berges liegt, der einem Heiligen geweiht ist, dem Heiligen Simon, lässt sich schließen, dass es vorher ein den germanischen Göttern geweihter Berg war. Die Christen nahmen germanische Heiligtümer gern zu ihrem Heiligennamen. Der Name hat nichts mit Toten zu tun […] Wenn es aber eine vorchristliche Kultstätte war, dann gehörte der Berg zu den Punkten der Heimat, die ein Nachrichten- und Alarmsystem unserer Vorfahren bildeten. Von diesem Berg wurden Feuer- und Hornsignale gegeben."

Sendberg

Vom Sendberg (mit seiner signifikanten Form, seinen Sagen und Geschichten) aus hat man einen Blick auf die Dachlandschaft Todenhausens bis zum Knüll.

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Frielendorf
WappenFrielendorf.jpg

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