Museum Tischbein

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Museum Tischbein

Im Museum Tischbein, dem Geburtshaus des "Goethe-Malers" Johann Heinrich Wilhelm Tischbein in Haina ist unter anderem eine Dauerausstellung mit seinen Werken, aber auch den Werken anderer Künstler dieser großen Familie zu sehen.

Der Verein der "Freunde des Kloster Haina e.V." pflegt die Geschichte der ehemaligen Zisterzienserabtei Haina, die Geschichte des Hospitals mit dem Stamfordschen Garten aber auch die Familiengeschichte der aus Haina stammenden Künstlerfamilie der Tischbeins.

Inhaltsverzeichnis

Johann Heinrich Wilhelm Tischbein

Goethe in der Campagna di Roma (1786/87)

Am 15. Februar 1751 wurde in Haina Johann Heinrich Wilhelm Tischbein geboren, der später als der "Goethe-Tischbein" in die Geschichte einging.

Nur selten ist ein Gemälde so sehr mit dem ganzen Werk eines Malers gleichgesetzt worden, wie das im Falle von Tischbeins Komposition "Goethe in der Campagna di Roma" (1786/87) geschehen ist. Es ist zum Kultbild insbesondere der Goethe-Gemeinde geworden und hat dadurch auch seine Wirkung in der Kunstgeschichte entfaltet.

Dabei profitiert Tischbeins Werk davon, dass es die Sehnsuchtslandschaft der Deutschen, Italien, die Anspielungen auf die klassische Antike (Relief und Ruinen) und das repräsentative Porträt des Dichters verbindet.

Wenn man es genau nimmt, verschwindet das Gesicht unter dem gewaltigen Hut.

Der Hut verleiht der ganzen Person aber etwas Herrschaftliches, was zusätzlich durch den hellen Umhang verstärkt wird. Die Komposition hat allerdings auch immer wieder heitere Kritik hervorgerufen, weil das linke, unter dem Umhang verborgene Bein viel zu lang geraten ist.

Johann Heinrich Wilhelm Tischbein hatte in Kassel bei seinem Onkel Johann Heinrich gelernt und war als Kasseler Stipendiat nach Italien gekommen.

Ein zweites Italien-Stipendium vermittelte ihm 1782 Goethe. Beide lebten zwischen 1785 und 1787 in Rom in einer gemeinsamen Wohnung. Allerdings endete die Freundschaft mit einem Bruch.

Tischbein wurde später Akademiedirektor in Neapel und trat 1804 in die Dienste des Herzogs von Oldenburg. 1829 starb er in Eutin.


Mitglieder der Familie Tischbein

Museum Tischbein - Innenansicht

siehe auch

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