Theodor Petsch

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General Theodor Petsch
General Theodor Petsch hatte vom 9. Dezember 1944 bis März 1945 das Kommando über das IX. Armeekorps in Kassel. Im März 2009 wurde bei der Sanierung des Bundessozialgerichts ein Tresor gefunden, der mutmaßlich dem General gehörte.

Fast 65 Jahre wusste niemand etwas von der Existenz des Tresors, der hinter einem Wandschrank im Büro des Präsidenten des Bundessozialgerichts eingemauert war.

Erst bei der Sanierung des Bundesgerichtes am Kasseler Graf-Bernadotte-Platz kam der Tresor wieder ans Tageslicht. Am 4. März 2009 fanden ihn Bauarbeiter, der Tresor wurde aus der Wand gebrochen und an der Rückseite geöffnet.

Dabei wurde neben den Hygieneartikeln, einem Stadtplan mit allen Kommandogebäuden, dem Übergabe-Schlüssel zur Generalkommando-Eröffnung im Jahr 1938, Schmierzetteln, Manuskripten, Zeitschriften, Schnellheftern, Büchern („Wofür kämpfen wir?“ oder „Mit den Augen einer Frau“) auch eine Schusswaffe mit Munition gefunden. Wegen der Ortgies-Pistole und der sechs Patronen wurde die Polizei eingeschaltet, die die Waffe zunächst sicherstellte.

Im Mai 2010 landete der so lange verschollene Besitz des Generals beim Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden, mittlerweile wurden sie wieder an die Stadt übergeben.

Der 1884 in Berlin geborene Petsch hatte bereits am Ersten Weltkrieg teilgenommen habe. Von 1941 bis 1944 war er in Norwegen stationiert, anschließend kam er nach Kassel. Aber nach wenigen Monaten wurde er in die sogenannte Führerreserve versetzt. Im Mai 1945 kam er in Gefangenschaft, aus der er 1947 wieder entlassen wurde. Petsch starb 1975 in Lindau am Bodensee.

In Kassel will man insbesondere mehr über die Bedeutung der Schriftstücke herausbekommen. Die ersten Ergebnisse sollen im November 2010 in den Räumen des Stadtmuseums an der Wilhelmsstraße präsentiert werden.


Quellen und Links