The Work is Dedicated to the Emperor

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Maria Lobodas Zypressen in der Karlsaue.

The Work is Dedicated to the Emperor ist ein Kunstwerk von Maria Loboda, das in der documenta 13 ausgestellt wurde. Dabei handelt es sich um Zypressen in orangefarbenen Töpfen, die während der Ausstellung ähnlich einer Armee durch die Landschaft bewegt wurden.

Entstehung

Für ihren “Angriff der Zypressen” holte die Künstlerin militärstrategischen Rat ein. Sie bezieht sich ferner auf eine Abhandlung “De re militari” (die Schrift “Epitoma rei militaris” des römischen Kriegstheoretikers Flavius Vegetius Renatus aus dem 4. Jahrhundert), ein Standardwerk für die Kriegsführung noch bis in die Zeit der Französischen Revolution und des Preussenkönigs Friedrichs des Grossen hinein. Die 20 Zypressen vollzogen auf dem Weg zum Orangerieschloss Woche für Woche entsprechende Manöver für Vormarsch, Täuschung und Hinterhalt und bereiten somit die Belagerung des Schlosses vor.[1]

Interpretation

Die Vermutung, dass es sich um einen Angriff der Zypressen auf die Orangerie handelt, wird durch zwei Fakten erhärtet: Das Werk trägt den Titel "Diese Arbeit ist einem Imperator (Kaiser) gewidmet" (This work is dedicated to an emperor). Zweitens ist es die Art und Weise, wie die Zypressen jedes Wochenende neu formierten und offensichtlich einem "Schlachtplan" folgend, weiter auf die Orangerie vorrücken.

Der "Umzug" der Zypressen erfolgt im Dunkel der Nacht. Wann, das durften die mit den Gartenanlagen der d13 beschäftigten documenta-Mitarbeiter nicht verraten. Vermutlich geschah der Umzug immer in der Nacht von Freitag auf Samstag.

Maria Loboda, 1979 im polnischen Krakau geboren, die an der Städelschule in Frankfurt studierte und 2012 an weiteren großen Ausstellungen in New York, London, Paris, Madrid und Danzig teilnahm, nennt ihr Werk harmlos "eine nomadisierende Skulptur" (a nomadic sculpture).

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Aus erhard-metz.de: In Preussischer Ordnung - Vormarsch auf das Orangerieschloss