The Refusal of Time

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

The Refusal of Time ist ein Kunstwerk, das von William Kentridge zur documenta 13 im Kulturbahnhof in Kassel ausgestellt wurde. Die Videoinstallation befand sich im Nordflügel des Bahnhofs.

Aufbau

Abwechselnd wurden Stummfilm-Szenen, afrikanische Freudentänze, Papierfetzen, Messgeräte aller Art, Landkarten und englische Satzfragmente auf fünf Leinwände projiziert. Kentridge selbst war als ruheloser Wanderer zu sehen. Zwischendurch tauchte auch ein deutsches Wort auf: Torschlusspanik, die Angst vor der rasenden Zeit. Schallende Fanfaren, sanfte Choräle oder gespenstisch leise Stimmen kommen aus den Lautsprechern. „Hold your breath“ (halte die Luft an) oder „Undo, Unsay“ (trenne und widerrufe dich), flüsterten sie.

Zwei Jahre hat er nach eigenen Angaben an „The Refusal of Time“ gearbeitet, einen Komponisten, über 20 Sänger, Tänzer und Schauspieler sowie Peter Galison, Harvard-Professor für Wissenschaftsgeschichte und Physik, in die Multimedia-Oper eingebunden.

Mitten im Raum wurde ein Holzgebilde platziert, das ständig in Bewegung ist und an eine Testapparatur für Schubladen oder Federkernbetten erinnert. „Der atmende Elefant“ nennt Kentridge das Konstrukt, mit dem er einen Bogen spannt zu dem Ansatz von documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev, Physik als künstlerische Grundlagenforschung zu begreifen. Es ist das dritte Mal, dass der Künstler, der in den 1970er-Jahren durch Zeichnungen, Gemälde und Videos zu Apartheid, Kolonialismus und Totalitarismus bekannt wurde, auf der documenta zu Gast war.

Verbleiben

Das Kunstwerk befindet sich nun im gemeinsamen Besitz des New Yorker Metropolitan Museum und des San Francisco Museum of Modern Art. Es ist dort im Wechsel auch mit internationalen Museen ausgestellt.[1]

siehe auch

Weblinks und Quellen


  1. https://www.sfmoma.org/exhibition/william-kentridge-refusal-time/