Teil 3: Die Zeit des Übergangs

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Serie: Baustile in Münden


Die Frühform des Geschossbaus: der „Senator“, hier die Rückseite in der Lotzestraße, schräg gegenüber dem Rathaus. Er zeigt breite Gefache im Parterre, eine noch relativ einfache Geschosskonstruktion, aber auch erste Schmuckelemente. (Foto: Schmidt)

Zwischen Gotik und Renaissance: ein Bau des 15. Jahrhunderts

(von Axel Schmidt)


Nach Beispielen aus der Architektur der Romanik und Gotik (etwa 1000 bis 1500) könnten wir eigentlich in die nächste große Epoche gehen: die Renaissance. Bauformen aber lassen sich niemals an exakten Jahreszahlen festmachen. Sie verändern sich - zumindest damals - nur ganz allmählich im Laufe vieler Jahrzehnte.

Dabei entwickelten sich Übergangsformen, was sich in Münden sehr schön an der Rückseite des Restaurants „Senator“ in der Lotzestraße erkennen lässt. „1463“ steht dort angeschrieben.

Das Haus markiert den Übergang von der ersten Fachwerkgeneration zur nächsten: vom Ständer- zum Geschossbau. Es ist zwar schon stockwerkweise gezimmert, doch ansonsten auf einfache konstruktive Erfordernisse beschränkt. Breite Gefache zwischen den schlichten Balken im Erdgeschoss erinnern noch an die Ständerbauzeit, während die leicht auskragenden (= nach vorn herausragenden) Geschosse und die schlichte, allerdings hübsche Fassadendekoration bereits die nächste Stilphase andeutet.

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