Tafeln

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Präambel

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Nicht alle Menschen haben ihr täglich Brot – und doch gibt es Lebensmittel im Überfluss. Die Tafeln in Deutschland bemühen sich hier um einen Ausgleich. Ziel der Tafeln ist es, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Menschen in Not zu verteilen.

Auszug aus den Tafelgrundsätzen des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V.


Die Tafeln - eine Idee setzt sich durch

Im Jahr 1993 wurde in Berlin die erste Tafel gegründet. Lebensmittel wurden abgeholt und an Obdachlose verteilt. Später kamen weitere bedürftige Menschen hinzu. Es entstanden zunächst in weiteren Großstädten, dann in vielen Kleinstädten, entsprechende Initiativen.

Inzwischen gibt es mehr als 750 Tafeln in Deutschland, über 32.000 Ehrenamtliche sorgen für die Verteilung und erreichen über 700.000 Menschen. Der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. rechnet damit, dass Ende 2008 etwa 1. Mio. Menschen von den Tafeln unterstützt werden. Lebensmittelhygienische Vorschriften müssen beachtet werden. Der Autokonzern mit Stern hilft mit Kühlfahrzeugen, die mit einem Nachlass von 50 % Tafeln zur Verfügung gestellt werden.

Das Tafelkonzept

Tonnenweise werden Lebensmittel vernichtet - auch in unserer Region. Dennoch gibt es zahlreiche Menschen, die nicht genug zu essen haben. Um ihnen zu helfen haben sich auch in Nordhessen zahlreiche Tafeln gegründet.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sammeln Lebensmittel bei Märkten, Bäckern, Metzgern etc. ein; Lebensmittel, die qualitativ einwandfrei sind, jedoch aussortiert werden, weil z.B. das Mindesthaltbarkeitsdatum fast erreicht ist, die Verpackung defekt ist oder ein komplettes Warensortiment aus dem Angebot genommen werden soll.

Die gesammelten Waren werden dann z.B in einem so genannten Tafelladen an bezugsberechtigte Menschen ausgegeben. Die Abgabe der Lebensmittel erfolgt kostenlos oder gegen einen symbolischen Geldbetrag (in der Regel 1 oder 2 Euro).

Vor dem netten Konzept hilfssüchtiger Akademikerhausfrauen wurde einfach Containert

Nachteil des Konzepts ist, dass man nachweisen muss hilfebedürftig zu sein. Was, abgesehen von der Stigmatisierung der "Kunden", eine grosse Gruppe ausschliesst.

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