TSV Eintracht Felsberg 1863

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der TSV Eintracht Felsberg 1863 e. V. ist ein Traditionsverein aus der norhessische Kleinstadt Felsberg im Schwalm-Eder-Kreis

Chronik

Hier sind die Felsberger 1956 Bezirksmeister mit (hinten von links) Willi Hilgenberg, Günther Hilgenberg, Heinz Becker, Gerhard Mainz, Gerhard Schmidt, Horst Becker, (vorn) Kurt Keim, Kurt Clobes, Karl-Heinz Herwig, Ludwig Prior, Hans Haupt und Hans Arbert.
Im Herbst 1964 wurde die A-Jugend erst Bezirksmeister und in der Folge Vize-Nordhessenmeister und brachte einige Talente hervor, die mit der vorhandenen Mannschaft eine gute Mischung bildeten. Franz Wagner, später Urgestein des Handballs im Edertal, trat zum ersten Mal in Erscheinung. Die Mannschaft mit (hinten von links) Betreuer Gerhard Fenge, Franz Wagner, Werner Freudenstein, Karl-Heinz Hepp, Walter Werner, Willi Priester, Jugendleiter Karl Vollenbruch, (Mitte) Norbert Bernhardt, Herbert Kinnback, Helmut Nerling, Dieter Clobes, Peter Fülling, (vorn) Reinhard Siehl, Werner Emmeluth, Karl Heinz Heise und Volker Bernhardt.
1966 wurde die erste Mannschaft Bezirksmeister und Aufsteiger in die Verbandsliga Nord. Vor über 600 Zuschauern wurde im dritten Spiel auf neutralem Platz in Hertingshausen der SV Hermania mit 13:12 besiegt. Sekunden vor Schluss stand es 12:12, eine Verlängerung drohte, als der gerade 18jährige Franz Wagner einen Freiwurf aus 19 Metern direkt zum Sieg verwandelte. Das Bild zeigt Karl Mayer, Karl Imming, Hans Rößler, Werner Freudenstein, Gerhard Schmidt, Adolf Kraft, Helmut Servos, Schiedsrichter Ullrich, Hans Wagner, Erich Belz, Josef Servos, Dieter Clobes, Ernst Nestler, Herbert Heller, Karl-Heinz Heise, Gerhard Mainz und Franz Wagner. Im Jahre 1968 stand die Felsberger Feldhandballmannschaft im Zenit ihres Erfolges und wurde Meister der Verbandsliga Nord, verbunden mit dem Aufstieg zur Handballoberliga Süd-West, der zweithöchsten deutschen Spielklasse.
Als Ableger der Erfolge im Feldhandball stieg man 1969 in die Handballbezirksklasse auf und wurde auf Anhieb Meister. Die Heimspiele wurden in der Kurhessenhalle in Kassel ausgetragen. Das Bild zeigt (hinten von links) Spartenleiter Karl Imming, Karl-Heinz Pekrul, Gerhard Fenge, Kurt Wenderoth, Adolf Kraft, Franz Wagner, Helmut Servos, Trainer Adolf Reinhard, (vorn) Dieter Clobes, Konrad Wagner, Wilhelm Geiser, Helmut Nerling, Werner Freudenstein und Fritz Franke.
Zum 110-jährigen Bestehen der Eintracht, vom 14. bis 16. September 1973 wurde, als letzter Höhepunkt im Feldhandball, noch einmal eine Meisterschaft errungen. Als Staffelsieger der Verbandsliga Nord verpasste die Eintracht jedoch in den Aufstiegsspielen gegen den TSV Griedel und den VfR Wiesbaden die Oberliga. Auf dem Foto sind (hinten von links) Adolf Kraft, Peter Pfaff, Peter Heinrich, Franz Wagner, Helmut Servos, Werner Freudenstein, Kurt Wenderoth, Spartenleiter Erich Belz, (vorn) Reiner Alter, Herbert Kinnback, Dieter Clobes, Georg Salzmann, Konrad Wagner und Karl-Heinz Pekrul.

Peter Pfaff hat im Nachgang zum 150-jährigen Jubiläum des TSV Eintracht Felsberg im Jahr 2013 eine Handballchronik erarbeitet und ist dabei auch auf alte Fotos gestoßen (siehe rechts).

150 Jahre jung geblieben

Zum Jubiläum viel Anerkennung für die Arbeit der Felsberger Eintracht

Von Manfred Schaake [1]

Felsberg. 150 Jahre alt, und doch stets jung geblieben. Dieses Kompliment gab es zum 150-jährigen Bestehen des Turn- und Sportvereins Eintracht 1863 Felsberg gleich mehrfach. Drei Tage feierte die Eintracht. Bewusst hatte man auf einen Kommers verzichtet. Bei den wohltuend kurzen Reden während der Ehrungen am Sonntagnachmittag lobten Politiker und Vertreter der Sportverbände die Breitenarbeit des über 750 Mitglieder zählenden Vereins mit 15 Abteilungen. Seinem Motto "150 Jahre Bewegung in Eintracht" wurde der Verein während der Feier mehrfach gerecht – zum Beispiel bei der Präsentation der Sparten Klettern, Ho Sin Do, Damengymnastik und Pilatis, Handball, Tischtennis, Zumba und der oriantalischen Tanzgruppe.

In Bewegung ist auch der Spielmanns- und Fanfarenzug, der eigens für das Jubiläum wiederbelebt worden ist. 29 Spielleute traten unter der Leitung von Volker Blum auf. Nach den Worten von Erik Herzog hatte man eigens für das Fest den mittelalterlichen Signal-Marsch "Fanfare 4" eingeübt. Das sei ein Signal, "sich weiter zu bewegen und für die Heimat zu engagieren." Seit 2005 ist der Spielmannszug erstmals wieder öffentlich aufgetreten. "Das war Spitze", rief das begeisterte Publikum. Harald Wolfram, seit 50 Jahren Fahnenträger des Vereins: "Mir kamen vor Freude die Tränen." Moderator Stephan Griesel sprach vielen aus dem Herzen, als er an die Spielleute appellierte: "Macht bitte, bitte weiter."

Dass der Spielmannszug über das Jubiläum hinaus "weiter Musik macht", das wünschte auch Wilfried Sommer, der Vorsitzende des Turngaus Fulda-Eder. Er lobte das "wahnsinnig breite Angebot" der Eintracht. Der Gesundheitssport sei hoch angesiedelt, und das sei die Zukunft.

Für das Jahr 2012 überreichte Sommer der Eintracht den Wanderpokal für die beste Vereinsarbeit im Turngau mit seinen 16 000 Mitgliedern in 135 Vereinen. Namens des Deutschen Turnerbundes überreichte Sommer dem Jubiläumsverein die nach Turnvater Jahn (1778 – 1852) benannte Plakette. "Die Eintracht ist 150 Jahre jung", sagte Sportkreisvorsitzender Ulrich Manthei. Der Verein habe stets neue Angebote gemacht. Es sei selbstverständlich, dass der Kreis seine Hallen kostenlos für den Sport zur Verfügung stelle. Das sagte Manthei zu der Feststellung des Kreisbeigeordneten Hilmar Löber, der Kreis werde der Eintracht auch in Zukunft die Hallen in Felsberg und Gensungen unentgeltlich bereitstellen. Das müsse für die "größte Personenvereinigung im Kreis" immer so sein, betonte Manthei namens der kreisweit 65 000 Mitglieder in 360 Vereinen.

Löber gratulierte auch im Namen des Landrats und Vizelandrats und lobte – wie auch Stadtverordnetenvorsteher Stefan Umbach – das breite Sportangebot der Eintracht auch für Kinder und Jugendliche. "Ich bin sicher, dass sich die Eintracht immer in Bewegung hält", sagte Bürgermeister Volker Steinmetz. Trotz zweier Welkriege habe die Eintracht immer Lösungen gefunden für Bewegung. "So gut, wie es geht", werde die Stadt den Sport weiterhin unterstützen. Bereits am Samstagabend hatte die Band "Abba 99" eine große Fangemeinde begeistert. Erst nach mehreren Zugaben konnte die Gruppe das volle Zelt verlassen.

"Unser Konzept – eine Feier für alle Altersklassen – ist voll aufgegangen", freute sich Eintracht-Vorsitzender Stefan Schmid. Zusammen mit seinen Vertretern Berndt Henneberg und Herbert Vaupel formulierte er das nächste Ziel: über 800 Mitglieder. Dazu beitragen solle auch das geplante Beach-Handballfeld. Schmid: "Wir stärken weiter die Jugend und fördern die Mobilität im Alter."

Eintracht Felsberg feierte ihren 150. Geburtstag

Von Natalie Schmidt [2]

Felsberg. Die Eintracht Felsberg feierte ihren 150. Geburtstag mit vielen Aktionen, Konzerten, Begegnungen: Ein Höhepunkt dabei war aber das Freundschaftsspiel zwischen den Felsberger und den Gensunger Handballern am Samstag.

Schluss mit allen Unstimmigkeiten: Die Zeiten, in denen sich die Mannschaften aus Felsberg und Gensungen nicht besonders grün waren, sind lange vorbei. Beim 150. Geburtstag der Felsberger Eintracht trugen die Mannschaften ein Freundschaftsspiel aus.

Denn dabei kamen viele Erinnerungen an alte Zeiten auf, in denen jedes Spiel der ehemals verfeindeten Mannschaften mehr als 1000 Zuschauer an den Spielfeldrand gelockt hatte. Heute wird nicht mehr auf dem Feld, sondern in der Halle gespielt und die Unstimmigkeiten zwischen Felsberg und Gensungen sind längst beigelegt.

Doch zum 150. Jubiläum der TSV Eintracht Felsberg sollten die alten Traditionen auf dem Feld im Felsburgstadion noch einmal aufleben, dieses Mal allerdings nur rein freundschaftlich und ohne wirklichen Verlierer – auch wenn die Felsberger mit 22:19 die Nase vorn hatte.

Etwa 100 Besucher fanden sich am Samstagnachmittag im Felsburgstadion ein, um in Erinnerungen zu schwelgen. Zum ersten Mal spielten die Handballer der Eintracht Felsberg auf dem großen Feld nach den alten Regeln.

„Im Großfeldhandball braucht man aufgrund der größeren Entfernungen mehr Kraft und Ausdauer, aber wir haben die 60 Minuten trotzdem gut gemeistert und hatten viel Spaß dabei“, sagte Tobias Elm, Kapitän der 2. Handballmannschaft der Eintracht.

Dass sich die Handballjugend trotz der neuen Bedingungen gut geschlagen hat, fanden auch Handball-Legenden Franz Wagner (65) und Hellmuth Lange (88). Beide spielten in ihrer Jugend in Felsberg Handball, Lange damals acht Jahre Großfeldhandball, Wagner später dann auch in Baunatal und in Gensungen in der Halle. „An Felsberg ist ohne Handball nicht zu denken, das gehört schon immer hierher“, erinnert sich Wagner. „Als Kinder haben wir geweint, wenn wir mal ein Spiel nicht sehen durften.“

Hellmuth Langes Handballkarriere begann in amerikanischer Gefangenschaft. Nach dem Krieg wurde er zu einem der Felsberger Topspieler. „1948 gewannen wir im Spiel gegen Kirchbauna 9:6, davon habe ich damals sechs Tore erzielt“, erzählte Lange stolz. Daher behielt sein damaliger Trainer auch seinen Spielerpass zurück, als Lange zu seinem Bruder in die Waberner Mannschaft wechseln wollte.

Die Eintracht hatte aber noch wesentlich mehr als Handball zu bieten: Viele junge Besucher verfolgten nicht nur das Spiel, sondern versuchten sich auch an der sieben Meter hohen Kletterburg des Vereins.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA-online vom 2.9.2013: Viel los zum Jubiläum der Eintracht Felsberg
  2. HNA-online vom 1.9.2013: Eintracht Felsberg feierte ihren 150. Geburtstag

Weblinks