Suterode

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Wappen der Ortschaft Suterode

Suterode ist ein Ortsteil von Katlenburg-Lindau im Landkreis Northeim.

Die Großgemeinde Katlenburg-Lindau wurde am 1. März 1974 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Katlenburg-Duhm, Lindau, Gillersheim, Berka, Elvershausen, Wachenhausen und Suterode gebildet


Geschichte

Suterode wurde 1208 urkundlich genannt, als ein Ritter von Susa aus dem damals hier ansässigen Adelsgeschlecht als Zeuge aufgeführt wurde. Das Dorf war Sitz einer Burg, die noch 1525 erwähnt wurde, als das Dorf in den Besitz des Klosters Katlenburg gekommen war. Das Dorf war abseits des Verkehrs gelegen und wuchs deshalb nur langsam. Kirchlich wurde es von Katlenburg aus in der 1649 renovierten Kapelle betreut. Wirtschaftlich hatte der umliegende Wald für die Bewohner besondere Bedeutung, da ein großer Teil der Männer im Winter als Waldarbeiter Beschäftigung fand und die Bauern ihre Pferde für das Holzrücken verdingten. Nördlich von Suterode lag das mittelalterliche Dorf Husen, von dem noch heute die Revierförsterei und das Naturschutzgebiet der Husumer Teiche ihren Namen haben.


Ortsname

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Erst seit wenigen Jahren gibt es konkrete Anhaltspunkte zum genauen Alter von Suterode: Erstmals urkundlich erwähnt wird Suterode tatsächlich im Jahr 1208. Doch auch der Name des Dorfes gibt Aufschluss über das ungefähre Alter: Suterode setzt sich aus dem Grundwort -rode und dem Beiwort sut-. zusammen. Rode bedeutet im Altsächsischen „Rodung, Rodeland, Neubruch und ist im Landkreis Northeim gleich mehrfach vertreten (Oldenrode, Düderode, Ellierode). Bei den Orten mit -rode geht man von relativ jungen Siedlungen aus, die im Zuge eines Binnenausbaus Wälder oder Waldränder nutzbar machten. So nannte der Heimatforscher Adolf Hueg die Jahre 1000 bis 1200 als wahrscheinlichste Entstehungszeit. Das Beiwort sut- enthält das altsächsische suth „Süden“, das man auch bei Sudheim (als nördlicher Gegenpunkt gilt Northeim) findet. Für Suterode hingegen gibt es keine nördliche Entsprechung. In der Ortsnamenforschung wird jedoch davon ausgegangen, dass Hammenstedt nördlicher Bezugspunkt war.


Höfe mit Tradition

Höfe in Suterode reicht über 350 Jahre zurück. Bei manchen könnte es sich aber sogar um eine noch längere Besitzfolge handeln: Nicht immer stimmt die durchgehende Blutlinie einher mit der Identität des Namens. Das Kötner-Erbrecht zum Beispiel bedachte immer das jüngste Kind einer Familie mit dem Erbe, auch die Töchter. Bei den Meier-Höfen erbte immer der jüngste Sohn. Gab es keinen, wurde das Land als Lehen zur Verfügung gestellt. Der einzige Hof in Suterode der seit über 350 Jahren von der selben Familie und ihrem Namen betrieben wird, ist der Hof der Familie Zimmermann. Noch heute betreibt die Familie den Hof in der Unteren Straße 20, ehemals Suterode Nr. 8, als einzigen noch bestehenden Hauptbetrieb im Ort. Der 1963 geborene Dirk Zimmermann betreibt den Hof in der mindestens zwölften Generation von 1646 an gerechnet. Da jedoch das Lagerbuch von 1525 einen Cord Tymmermann als Hofbesitzer nennt, ist die Familie vermutlich noch länger in Suterode sesshaft. Heute bewirtschaftet Zimmermann 35 Hektar. Ebenfalls auf eine lange Tradition zurückblicken kann die Familie Brandt. Den Brandts gehörte der ehemalige Hof Nr.4 in der Unteren Straße 22. Seit 1987 bewirtschaftet bewirtschaftet Reiner Brandt den neun Hektar großen Hof als Nebenerwerbsbetrieb. Auch die Suteroder Familien Cornehl, Fricke, Hogreve, Wegener, Schulze, Heise, Scheidemann und Bertram blicken auf eine lange Tradition zurück.


Kriege und Krankheiten

Von den Schrecken und Leiden durch Kriege und Krankheiten blieb auch Suterode nicht verschont. Von 1618 bis 1648 wütete der 30-jährige Krieg, 1626 spürte Suterode das erste Mal unmittelbare Auswirkungen: Von Lindau aus wurden Katlenburg, Wachenhausen und Suterode ausgeplündert, dazu wütete die Pest. Das Bestandsverzeichnis der Landesregierung von 1636 diente der Registrierung der Kriegsschäden im „Amt Catlenburg“. Von 29 Hofstellen wurden nur noch 13 von ihren Besitzern bewirtschaftet, elf waren abgebrannt, auf fünf Höfen fehlten die Ernährer. Auch der Siebenjährige Krieg (1756-1263) und der Deutsch-Französische Krieg im Jahre 1870/71 machte vor Suterode keinen Halt. Zudem brach 1714 im Ort die „Rote Seuche“ aus und forderte viel Opfer. Ende 1835 erkrankten zehn Suteroder am tödlichen Nervenfieber, meist Hirten und Tagelöhner, die im Gemeindehaus wohnten. Es folgten eine Maserepidemie und Diphtherie, unter denen vor allem die Schulkinder zu leiden hatten. Sieben Kinder starben. Der Nationalsozialismus Vermutlich trieb die schlechte wirtschaftliche Lage die Menschen auf dem Land den Nationalsozialisten in die Arme: 1932 lag der Stimmanteil der NSDAP in Suterode bereits bei 65,7 Prozent. Während des Krieges kamen in Suterode fast auf allen Höfen Flüchtlinge unter, bis Mai 1952 lebten 233 Flüchtlinge bei 358 Einheimischen,. Der Zweite Weltkrieg forderte insgesamt 43 Opfer , ein Siebtel der Suteroder Bevölkerung.


Seit 1525 am selben Ort

Das Lagerbuch des Klosters Katlenburg aus dem Jahr 1525, in mittelniederhochdeutscher Sprache verfasst, legt die Vermutung nahe, dass die Lage der Suteroder Höfe heute noch dieselbe ist wie vor fast 500 Jahren. Zwar handelt es sich nur um eine Hypothese, jedoch schließen die Herausgeber der Chronik Evelin Martynkewicz und Wilhelm Koch aus Begriffen wie „von oben nieder“ auf eine Aufzählung von der Westseite her, „über den Bach“ auf die von Katlenburg aus betrachtete linke Seite der heutigen Unteren Straße. Außerdem wird die Kapelle zwischen den 18. Hof (heute Dieter Spilker, Nr. 11) und 19. Hof (heute Rüdiger Cornehl, Nr.19) als Fixpunkt angegeben. Weitere Anhaltspunkte sprechen für die Übereinstimmung mit dem heutigen Altdorf. Der Ortskern ist also fast 500 Jahre alt.



Weblinks