Stiftsruine Bad Hersfeld

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Stiftsruine

Die Stiftsruine in Bad Hersfeld ist die grösste romanische Kirchenruine in Europa.

Sie dient heute als Aufführungsort der Bad Hersfelder Festspiele.

Bauwerk

Die Stiftsruine aus hellbraunem Mauerwerk liegt mitten in Bad Hersfeld und ist zugleich das Wahrzeichen der Stadt. Sie ist 25 Meter hoch und über 100 Meter lang. Zur Ruine wurde das Bauwerk im 18. Jahrhundert: Im 7-jährigen Krieg benutzten die Franzosen die Stiftskirche als Getreidelager. Doch als die feindlichen Truppen des Herzogs von Braunschweig näher kamen, sollte ihnen das Getreide nicht in die Hände fallen. Die Franzosen legten Feuer.

Geschichte

Ansicht der Stiftsruine 2015

Erzbischof Lullus von Mainz (später auch Abt des Klosters Hersfeld), ein Nachfolger des Heiligen Bonifatius, gründete im 8. Jahrhundert das Kloster in „Haerulfisfelt“, das im Jahre 775 als Reichabtei unmittelbar dem Kaiser unterstellt war. Hier fanden auch die Gebeine des Heiligen Wigbert eine Ruhestätte. Nicht zuletzt der wachsende Pilgerstrom führte im 9. Jahrhundert zur Erweiterung des Klosters und der Errichtung der Klosterkirche in den Jahren 831 bis 850.

Nach einem verheerenden Brand wurde im Jahre 1040 die neue Krypta und später auch der Neubau der Stiftskirche fertiggestellt, der erst im Jahre 1144 seinen Abschluss fand.

Im Siebenjährigen Krieg wurden die Stiftskirche und die Klostergebäude von französischen Soldaten als Vorratslager verwendet, das beim Rückzug der Franzosen im Jahre 1761 niedergebrannt wurde.

Die ehemalige Stiftskirche aus hellbraunen Steinmauern, blieb eine Ruine mit durchaus imponierenden Ausmaßen (25 Meter hoch und über 100 Meter lang); sie ist heute das Wahrzeichen der Stadt und Aufführungsort der Bad Hersfelder Festspiele.

Im kleinen Turm bei der Stiftskirche, dem Katharinenturm, befindet sich die älteste gegossene Glocke in Deutschland, die "Lullusglocke". Sie wurde im Jahre 1038 in der Form einer Theophilusglocke gegossen.

Eine Kapelle im Erdgeschoss des Turms war der heiligen Katharina geweiht.

Museum

In dem noch erhaltenen Ostflügel des ehemaligen Klosters ist heute das Museum der Stadt untergebracht. Auf insgesamt drei Etagen wird die Geschichte von Stadt und Kloster Hersfeld dargestellt. Ausmalungen in einer Altarnische im ersten Stock, der "Abtskapelle", werden der Zeit unter Abt Godehard zugerechnet.

Videos

Video von den Festspiel-Vorbereitungen

Vidoe zur Stiftsruine

siehe auch

Der Katharinenturm des einstigen Klosters Hersfeld

Weblinks