Sternwarte Göttingen

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Die Sternwarte in Göttingen.
Die Sternwarte in Göttingen (Geismar Landstr. 11) war schon Arbeitsstätte von Carl Friedrich Gauß (1777-1855), Mathematiker, Physiker und Astronom, der mit seiner Familie auch in dem Gebäude wohnte.

Geschichte

Die Königliche Sternwarte in Göttingen entstand in den Jahren 1803 bis 1816 nach den Entwürfen des Universitätsbaumeisters Georg Heinrich Borheck (1751-1834). Das klassizistische Bauwerk setzte mit seiner an wissenschaftlichen Ansprüchen orientierten Architektur neue Maßstäbe, die es deutlich von früheren Bauten dieser Art abhob. „Festigkeit, Bequemlichkeit und Schönheit“ des Gebäudes waren die Maximen der Planung.

In den Jahren 2007 und 2008 wurde die Sternwarte restauriert. An den Wänden der Bibliothek stieß man dabei auf Malereien aus der Zeit von Gauß.

In der Sternwarte ist unter anderem eine Sammlung astronomischer Instrumente untergebracht.

Meridiansäle

Von besonderer Bedeutung sind die beiden Meridiansäle. In diesen ließ Gauß in den Jahren 1818 und 1819 Meridiankreise aufstellen, um Sternkoordinaten zu bestimmen und damit unter anderem zu einer exakten Orts- und Zeitmessung zu gelangen.

Verbindung zu Gauß

Die Göttinger Universitäts-Sternwarte war von 1816 bis 1855 Wohn- und Arbeitsstätte des Gelehrten Carl Friedrich Gauß. Die Sternwarte – damals mit freier Sicht vor den Toren Göttingens gelegen – war als modernes Forschungsinstitut geplant und sollte Freiraum für Forschungen geben. Nach Gauß' Tod wurden zunächst Wilhelm Weber und Peter Lejeune-Dirichlet kommissarische Leiter der Sternwarte.

Weblinks und Quellen