Stephanuskirche - Bad Karlshafen

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Der alte Hafen 2007 - im Hintergrund die Stadtkirche

Eine eigene evangelische Stadtkirche, die Stephanuskirche erhielt Bad Karlshafen erst im Jahre 1962, nachdem mehr als zwei Jahrhunderte hinweg die Kapelle im Invalidenhaus als Gotteshaus zur Verfügung stand.

Bauwerk und Geschichte

Benannt nach dem ersten Märtyrer

Als erste Kirche in Bad Karlshafen wurde 1935 zunächst eine kleine katholische Kapelle, 1958 eine große katholische Kirche mit Turm gebaut. 1962 erhielt die Hugenottenstadt Bad Karlshafen mit der Stephanuskirche die erste evangelische Gottesdienststätte. Sie wurde nach dem ersten christlichen Märtyrer Stephanus benannt, der stellvertretend für alle hugenottischen Märtyrer stehen soll.

Die Kirche entstand durchaus im Stil der damaligen Zeit nach der Planung des Frankfurter Architekten Neumann, der den Kirchbau im Viereck anlegte, mit einem separaten Turm von 29,75 m Höhe.

Altar, Kanzel und Taufstein der Kirche sind schlicht gehalten und bestehen aus heimischem Wesersandstein. Besonders sehenswert sind das Tauf- und das Abendmahlfenster, Arbeiten des Künstlers Hans-Gottfried von Stockhausen.

Einweihung im Jahr 1962

Bei der Einweihung der evangelischen Stadtkirche mit ihrem fast 30 m hohen freistehenden Turm hielt der damalige Bischof D. Adolf Wüstemann die Festpredigt und nahm mit der von ihm gewählten Bibelstelle "Geh´aus deinem Vaterland in ein Land, das ich dir zeigen will" (1. Mose 12,1) Bezug auf das Schicksal der ersten hugenottischen Bewohner der Stadt.

50 Jahre Stephanuskirche

Karlshafen hatte mehr als 200 Jahre keine Kirche – Sonderausstellung

Artikel in HNA-online vom 14.5.2012

Bad Karlshafen. In den Jahrhunderten nach der Gründung der Stadt Bad Karlshafen im Jahr 1699 gab es immer wieder Ansätze zu einem Kirchenbau, die alle scheiterten. Die Planstadt sollte zunächst zwei Kirchen erhalten, die aber vorwiegend aus Kostengründen nicht gebaut wurden. Stattdessen teilten sich die drei Gemeinden (französisch-reformiert, deutsch-reformiert und lutherisch) die Kapelle im Invalidenhaus.

Als erste Kirche in Bad Karlshafen wurde 1936 zunächst eine kleine katholische Kapelle, 1956 die große St. Michaelskirche gebaut. Die evangelische Kirchengemeinde entstand im Jahr 1928 durch die Zusammenlegung der reformierten mit der lutherischen Gemeinde. Die Umsetzung eines Kirchenentwurfes des bekannten Berliner Architekten Heinrich Tessenow kam aufgrund der widrigen Umstände unter der Naziherrschaft nicht zustande. Erst 1962 erhielt Bad Karlshafen mit der Stephanuskirche die erste evangelische Gottesdienststätte. Sie wurde nach dem ersten christlichen Märtyrer Stephanus benannt, der stellvertretend für alle hugenottischen Märtyrer stehen soll.

Die Sonderausstellung des Hugenottenmuseums dokumentiert diese wechselvolle Geschichte mit Archivmaterial, Kirchenmodellen und sakralen Gegenständen aus den Kirchen. An der Ausstellung sind neben dem Deutschen Hugenotten-Museum die evangelische Kirchengemeinde und die evangelische Kindertagesstätte „Arche Noah“ beteiligt. (zlö)

siehe auch

Weblinks