Stephan Balkenhol

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Künstler Stephan Balkenhol

Der Künstler Stephan Balkenhol zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen deutschen Bildhauern. Seine Werke werden weltweit in Museen gezeigt. Geboren wurde Balkenhol 1957 in Fritzlar.

Ausbildung

Aufgewachsen ist der Sohn einer Hausfrau und eines Oberstudienrates in Kassel. Sein Abitur machte er am Friedrichsgymnasium in Kassel. Danach studierte er bei Ulrich Rückriem von 1976 bis 1982 in Hamburg an der Hochschule für Bildende Künste.

Arbeit

Er unterrichtete als Lehrer am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt. Seit 1992 lehrt er als Professor an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe, wo er auch lebt und sein Dienst-Atelier hat. Ein weiteres Atelier hat Balkenhol in Berlin.

2013 kommt Balkenhol zurück nach Kassel und eröffnet dort sein Atelier.

Kunst, Leben und Werke

Skulptur im Kirchturm von Sankt Elisabeth

Zu den bekanntesten Skulpturen von Stephan Balkenhol zählen "Der Arm" vor dem Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven und "Sempre più" im Caesarforum in Rom. Weitere Skulpturen von Balkenhol stehen unter anderem am Pariser Platz in Berlin, im Berliner Axel-Springer-Hochhaus, am Eingang zum Hamburger Tierpark Hagenbeck und in Amiens (Frankreich). Stephan Balkenhol war auf Ausstellungen unter anderem in Montreal, Basel, Mailand, Washington und Osaka vertreten. Sein Bruder Bernhard Balkenhol ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Kunstdidaktik an der Kunsthochschule Kassel.

Stephan Balkenhol und die documenta 13

Im Vorfeld der documenta 13 im Jahr 2012 kam es um eine Skulptur von ihm zum Streit zwischen der documenta-Leitung und der Kasseler Kirche St. Elisabeth. Auf dem Turm der Kirche war die Skulptur installiert worden. Die künstlerische Leiterin der documenta, Carolyn Christov-Bakargiev, fühlte sich von der Sulptur bedroht. Das Kunstwerk verkörpere das Gegenteil von dem, wie sie Kunst präsentieren möchte. Jeder Besucher werde die documenta 13 unter diesem Eindruck wahrnehmen, so Christov-Bakargiev. Daraufhin kam es zu einem großen Medieninteresse, woraufhin die documenta-Leitung am 9. Mai 2012 kurzfristig eine Pressekonferenz vor dem Fridericianum in Kassel einberief.[1] Im Nachgang stellte sich heraus, dass die Ausstellung des Bildhauers in der St.-Elisabeth-Kirche am Friedrichsplatz nach Besuchern seine erfolgreichste war. 57.000 Menschen haben sie besucht. Balkenhol schenkte daraufhin der Kirche die Skulptur. Sie bleibt damit dauerhaft in Kassel. Die Schenkung verstehe er auch als Dank an die Kasseler Bürger, die ihm ihre Sympathie und Unterstützung bekundet hätten, sagte Balkenhol gegenüber der HNA.[2]

Skulptur im Kirchturm von Sankt Kirche St. Elisabeth
Blick über die Dächer von Kassel

Video zum Streit mit der documenta 13

Weblinks und Quellen

  1. Aus HNA.de vom 09.05.2012: Skulptur auf St. Elisabeth: "Wir ärgern uns über diese Respektlosigkeit"
  2. Aus HNA.de vom 19. September 2012: St.-Elisabeth-Schau endet: Balkenhols Mann im Turm bleibt