Steimketal

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Steimketal

Weg an der Steimke

Die Nieme, das Steimketal und der Naturwald Totenberg bilden das Herzstück des Bramwalds. Dieser Bereich kann als Naturerlebnisraum bezeichnet werden, denn er bietet dem Natur- und Artenschutz beste Bedingungen.

Durch das wildromantische Tal des kleinen Gebirgsbaches Steimke verläuft wegen seiner Bachnähe und dessen steilen Einhängen ein besonders reizvoller Forstweg.

Die Steimke entspringt mehreren kleineren Quellmooren am Fuße des Sandbergs. Eine Wanderung hier verspricht vor allem Ruhe und ein beeindruckendes Naturerlebnis mit dem Zauber der Unberührtheit.

Eindrucksvoll zeigen sich die Buntsandsteinschichtungen der Hardegsenfolge. Im Wesentlichen setzt sich diese hier aus plattigen bis bankigen Feinsandsteinen im Wechsel mit Ton-/Schluffstein zusammen. Vor der Entstehung des Sandsteins kam es in einer gewissen Wasserströmung zu Sandverlagerung, wovon Wellenrippeln auf den plattigen Flächen des Sandsteines zeugen. Vermutlich hat es zur Bildung von ca. 10 cm Ton-Schluffstein rund 5.000 Jahre benötigt, für ca. 10 cm Feinsandstein dagegen nur wenige Tage bis Jahre. Beim Bergaufwandern sind die schönen vom Sandstein gebildeten Bachtreppen zu beobachten.

Die Wiesen im Mündungsgebiet der Steimke in die Nieme gehören zu Ellershausen vor dem Walde. Flurnamen wie „Die untere Bleiche“, „Die Knops Bleiche“ und „Die obere Bleiche“ bezeugen, dass hier gewebtes Leinen unter Bewachung auf den Wiesen gebleicht wurde.

Zuvor musste das Leinen aber noch „veredelt“ werden, das heißt, es sollte möglicht weiß aussehen. Dazu wurde es von den Bearbeitungsspuren gesäubert und anschließend mit Buchenasche „gebükt“, sprich gewaschen. Zum Schluss konnte es auf den beschriebenen Flächen gebleicht werden. Die Leinwand spannte man dazu für einige Tage und Nächte auf lange Holzgestelle, befeuchtete und wendete es regelmäßig.

Normal war es üblich, das wertvolle Leinen auf kleinen Wiesen, den Bleichen, direkt neben den Wohnhäusern zu bleichen. Das Bewachen war meist Aufgabe der Kinder, die unter anderem darauf achten mussten, dass keine Gänse auf das ausgebreitete Leinen liefen und es verunreinigten.

siehe auch