Stefan W. Hell

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Stefan Hell
Stefan W. Hell (23. Dezember 1963 in Rumnänien) ist seit 2002 Göttinger am Max-Planck-Institut Direktor und Leiter der Abteilung Nano-Biophotonik. Im Herbst 2014 bekam er den Nobelpreis in Chemie.

Werdegang

Hell promovierte 1990 an der Universität Heidelberg in Physik und arbeitete von 1991 bis 1993 am dortigen Europäischen Molekularbiologischen Laboratorium (EMBL). Danach folgte ein dreieinhalbjähriger Aufenthalt an den Universitäten Turku (Finnland) und Oxford (Großbritannien).

Als Leiter einer Max-Planck-Nachwuchsgruppe wechselte er im Jahr 1997 an das Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie. Seit 2002 ist er am Max-Planck-Institut Direktor und Leiter der Abteilung Nano-Biophotonik. Zudem leitet er seit 2003 die Abteilung Optische Nanoskopie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Stefan Hell hat für seine Forschung zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten.

Forschung und Auszeichnungen

Mit neuen physikalischen Konzepten ist es Hell gelungen, die Beugungsgrenze von Lichtmikroskopen zu unterlaufen. Er revolutionierte damit die Lichtmikroskopie und erlaubte völlig neue Einblicke in den Nanokosmos lebender Zellen. Der Ansatz des Physikers beruht auf einem Kniff: Eng benachbarte Details werden unter Verwendung eines speziellen Lichtstrahls sequenziell dunkel gehalten, sodass sie nicht gleichzeitig, sondern nacheinander aufleuchten. Sie können somit im Lichtmikroskop unterschieden werden. Dafür erhielt er im Jahr 2014 den mit einer Million Dollar dotierten Kavli-Preis für Nanowissenschaften.

Nobelpreis

Superauflösende Fluoreszenzmikroskopie - so heißt die Erfindung Hells und seiner beiden Kollegen. Im Oktober 2014 erhielt Hell dafür den Nobelpreis in Chemie.

Privatleben

Hell ist verheiratet und hat zwei Söhne sowie eine Tochter. Die Familie lebt in Göttingen.

Weblinks und Quellen