Stadtkirche Bad Hersfeld

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Stadtkirche

Die evangelische Stadtkirche in der Altstadt von Bad Hersfeld ist mit ihrem markanten Kirchturm ein Wahrzeichen der Stadt.

Bauwerk und Geschichte

Nach dem urspünglichen Bau einer romanischen Basilika im 11. Jahrhundert entstand die Kirche als gotische dreischiffige Hallenkirche.

Durch den unteren Turmraum - zugleich die Eingangshalle - betritt man die Kirche. Im Sternengewölbe sind die Zunftzeichen der Tuchmacher (Rauherkratze und Tuchschere) sowie der Schuhmacher (Ledermesser und Schuhleisten) zu sehen, Belege für den damaligen Bürgerstolz in der Stadt.

Wenig der einst reichen Innenausstattung der Kirche hat allerdings den "Bildersturm" unter Landgraf Moritz überstanden, darunter die Schlusssteine in den Gewölbeschlüssen des Mittelschiffs.

Von den mittelalterlichen Kirchenfenstern wurde der grösste Teil im Jahre 1798 an Landgraf Wilhelm zur Ausstattung der Löwenburg in Kassel verkauft.

Nach dem Kirchenbrand von 1952 wurde der Chor der Kirche mit fünf neuen Buntglasfenstern ausgestattet, die der Künstler Hans Gottfried von Stockhausen entwarf. Das alttestamentliche Fenster zeigt Szenen vor allem aus dem ersten Buch Mose, das Weihnachtsfenster Szenen aus der Weihnachtsgeschichte in goldener Grundfarbe, das Passions- und Osterfenster Szenen aus den Evangelien von Matthäus und Johannes in blauer Grundfarbe, das Pfingstfenster Szenen aus der Apostelgeschichte in roter Grundfarbe und das rechte Fenster Szenen zu den Themen "Das Gnadenangebot Gottes" und "Der Ruf zum Dienst". Ebenfalls von von Hans Gottfried von Stockhausen stammt das sechste Fenster, das Magnificatfenster im Osten über der Südempore, das am 14. Dezember 2006 hinzu kam.

siehe auch

Innenansicht der Stadtkirche

Weblinks