Stadtjubiläum Kassel 1100

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Ihr 1100-jähriges Jubiläum feierte die Stadt Kassel im Jahr 2013 mit dem "Stadtjubiläum Kassel 1100" als Fest der Bürger für die Bürger.

Höhepunkt war der wohl größte Festzug in der Geschichte der Stadt mit annähernd 6000 Teilnehmern am Sonntag, dem 15.9.2013.

Hintergrund:

Am 18. Februar 913 wurden am mittelalterlichen Hof von König Konrad I. im damaligen Chassalla (oder: Chassella) zwei Urkunden ausgestellt - die ersten schriftlichen Belege für die Existenz Kassels. Aus diesem Anlasss feierte die Stadt im Jahr 2013 ihre 1100-jährige Geschichte, wobei das Jubiläumsjahr mit einem Festakt am 18. Februar 2013 startete.

Inhaltsverzeichnis

kassel 1100

Im Jahr 2013 feierte die Stadt Kassel ihr 1100-jähriges Jubiläum – ein Fest der Bürgerinnen und Bürger für die Bürgerinnen und Bürger. Die Partizipation der Kasseler Bürgerschaft war das wichtigste Merkmal dieses Jubiläums. So sollten das Miteinander und der gegenseitige Austausch in der Stadtgesellschaft gestärkt werden. Zudem sollten die Bürgerinnen und Bürger Stolz für ihre Stadt entwickeln und sie als lebendige, bunte, weltoffene und liebenswürdige Metropole wahrnehmen.

Die Jubiläumsveranstaltungen lassen sich drei großen Bereichen zuordnen: den städtischen Projekten, den offiziellen Jubiläumsprojekten sowie dem Stadtteilkonzept.

Die städtischen Projekte wurden von der Stadt Kassel geplant, organisiert und durchgeführt: Festakt, Festwoche 1100, Stadtfest 1100, Theaterfest, Festival der Partnerstädte.

121 Projektideen aus der Bürgerschaft wurden von Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen als offizielle Jubiläumsprojekte ausgezeichnet. Diese wurden von den Ideengebern und Projektpaten aus der Stadtverwaltung gemeinsam betreut und umfassten vielfältige Themenbereiche wie zum Beispiel Kunst, Kultur, Sport, Ökologie, Wirtschaft, Geschichte, Stadtentwicklung und Politik.

Die Idee der Bürgerbeteiligung wurde auch in den 23 Kasseler Stadtteilen aufgenommen und umgesetzt. So haben sich auf Initiative des Büros 1100 in jedem Stadtteil aktive und kreative Bürgerinnen und Bürger zu Festkomitees zusammengeschlossen, die von einer Stadtteilbotschafterin oder einem Stadtteilbotschafter geleitet wurden.

Anlässlich des 1100-jährigen Stadtjubiläums wurde mithilfe von Professor Bernard Stein auch ein spezielles Corporate Design entwickelt.

Auch die Palette der Jubiläumsprodukte wuchs stetig an und bestand aus verschiedenen Produkten: Jubiläumsbriefmarke, Jubiläumsuhr, Jubiläumsbier, Jubiläumswein und -sekt, Jubiläumsseife, Jubiläumspraline, Jubiläums“Ahle-Worscht“ und das Kasselherz.

Alle Fäden des Jubiläums liefen im Büro 1100 im Kasseler Rathaus zusammen. Dort wurden seit 2010 alle Vorgänge und Prozesse gesteuert und die Projekte begleitet.

Zahlreiche weitere Informationen: HNA-Spezial "1100 Jahre Kassel" [1].

Aus dem Programm der Festwoche
  • 13. bis 15. September: Tage der Landesgeschichte
  • 14. bis 15. September: Glockenspielfestival
  • 14. September: Studiotage beim Hessischen Rundfunk
  • 14. September: Tage der offenen Tür beim Regierungspräsidium
  • 15. September: Theaterfest
  • 15. bis 21. September: Festival der Partnerstädte
  • 20. bis 22. September: Stadtfest 1100
  • 22. September: Festzug 1100

Geschichtlicher Hintergrund

Löwe und Stadtwappen Kassel

In seiner wechselvollen Geschichte wird Kassel bereits im Jahre 913 als fränkischer Königshof erwähnt, erhielt 1189 Stadtrechte und war ab dem Jahre 1277 Residenz der Landgrafen (seit 1803 der Kurfürsten) von Hessen.

Im Jahre 913 wurde Kassel erstmals urkundlich erwähnt. Konrad I. war in den Jahren 911 bis 918 König des Ostfrankenreichs. Zu seinem Herrschaftsbereich gehörte auch die Burg „Chassalla“ (Kassel) an der Fulda. Die Burg schützte eine Furt, die vermutlich schon zur Zeit der Kelten und Römer genutzt wurde und die urkundlich im Jahre 913 erwähnt wird. Nachdem Konrad I. dem Kloster Corvey am 3. Februar 913 die Immunität und die freie Abtswahl bestätigt hatte, bekräftigte er dieselben Rechte urkundlich auch dem Kloster Hersfeld und dem Nonnenkloster in Meschede am 18. Februar bei einem Aufenthalt in Kassel. Beide Schriftstücke, die Kassel zwar nicht unmittelbar betreffen, aber auf Kassel als Ort ihrer Ausstellung hinweisen, sind die ersten Urkunden, die die Existenz der späteren Stadt belegen.

Um das Jahr 1150 wurde der ehemalige fränkische Königshof dann als Residenz ausgebaut, zur Zeit des ludowingischen Grafen Heinrich Raspe. Zwischen 1140 und 1148 gründeten er und seine Mutter Hedwig von Gudensberg das Prämonstratenserinnenstift auf dem Ahnaberg am Nordrand der damaligen Siedlung.

Als Stadt ist Kassel erstmals 1189 bezeugt, seit dem 13. Jahrhundert (1277) erfolgte dann - zunächst unter Landgraf Heinrich I. - der Ausbau als Hauptstadt der Landgrafschaft Hessen, später der Landgrafschaft Hessen-Kassel.

Die Stadtgeschichte war dann über Jahrhunderte hinweg eng verflochten mit dem hessischen Herrscherhaus.

Hessentag 2013

Im Jubiläumsjahr fand in Kassel auch der 53. Hessentag in der Zeit vom 14. bis 23. Juni 2013 statt.

siehe auch

Verlagsbeilagen der HNA

Weltkulturerbe

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Für viele war es eine harte Geduldsprobe, doch pünktlich zum 1100. Geburtstag Kassels im Jahr 2013 wurde der Bergpark mit dem Herkules und den Wasserkünsten in die Welterbeliste als Weltkulturerbe aufgenommen. Die Wilhelmshöhe steht damit auf einer Stufe mit der Chinesischen Mauer, den Pyramiden von Gizeh und der Freiheitsstatue in New York.

Hier im Regiowiki liefern wir geschichtliche und historische Informationen mit dem Regiowiki-Portal: Weltkulturerbe.

Aktuelle Nachrichten zum Thema gibt es in einem Spezial auf HNA.de

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA-Spezial "1100 Jahre Kassel"

Weblinks

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