Stadtbad Mitte

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Das Stadtbad Mitte war ein Hallenbad mit Sauna. Das Gebäude befindet sich im Zentrum Kassels in der Kurt-Schumacher-Straße.

Das Bad wurde von Privatpersonen, von Schulen und Vereinen sowie zu Wettkämpfen genutzt. Auch Taucher und Rettungsschwimmer trainierten dort. Am 30. April 2013 war der letzte Tag, an dem das Bad für Gäste geöffnet war. Danach wurde es geschlossen.

Aufbau

  • Mehrzweckbecken (mit "Wettkampfmaßen" 25 m x 16,66 m, 6 Bahnen, Wassertiefe 2,3m – 4 m)
  • Sprunganlage (1 m, 3 m und 5 m)
  • Nichtschwimmerbecken (28°C -30 °C)
  • Planschbecken (32 °C)
  • Sauna, Dampfbad, Kurse, Massagen
  • Eiscafe

Geschichte

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1967 als zweites Hallenbad im Stadtgebiet und modernstes seiner Zeit eingeweiht, wird bereits seit dem Jahre 2005 über seinen Abriss und eine weitere Verwertung des Grundstücks diskutiert. Inzwischen steht fest, dass das Bad nach Fertigstellung des neuen Auebades im Jahre 2013 abgerissen wird. Die Fläche des Stadtbades und des angrenzenden Haus der Begegnung, die im Eigentum der Städtischen Werke sind, misst 6659 Quadratmeter. Die Stadt Kassel geht davon aus, dass durch den Verkauf der Flächen von Stadtbad und Parkplatz vier bis fünf Millionen Euro erzielt werden können.

Im Auftrag der Stadt wurde untersucht, welche Nutzung des Areals sinnvoll ist. Marktanalysen und Befragungen, unter anderem benachbarter Geschäftsleute, haben ergeben, dass am sinnvollsten ein Gebäude wäre, das verschiedene Zwecke kombiniert: kleinflächiger Einzelhandel und Dienstleister im Erdgeschoss, Büroflächen auf den weiteren Etagen sowie attraktive Wohnungen im Obergeschoss. Zum Parken soll eine Tiefgarage gebaut werden. Die Stadt sieht in einem Neubau die Chance auf eine positive Entwicklung der Kurt-Schumacher-Straße und des Universitätsumfeldes.

Der Verkauf gestaltete sich schwierig. Im Sommer 2012 wurde geplant, dass neben dem Schwimmbad auch das angrenzende Areal der Diakonischen Altenhilfe vermarktet werden soll. Bis Ende 2012 soll das Schwimmbad verkauft sein. Im Mai 2013 soll das Bad geschlossen werden und an den neuen Käufer übergehen. Unsicher ist die Finanzierung des Abrisses. Hier ist nicht geklärt, ob die Kosten von den Städtischen Werken oder dem künftigen Investor getragen werden.

Am 30. März 2013 wurde bekannt, dass die OFB Projektentwicklungs GmbH den Zuschlag für den Kauf des Stadtbads Mitte erhalten soll. Der Aufsichtsrat der Städtischen Werke als Eigentümerin des Geländes hat dem Grundstücksverkauf an das zur Helaba Immobiliengruppe gehörende Unternehmen zugestimmt.[1]

Bombenfund

Auf dem ehemaligen Gelände des Stadtbads Mitte wurde am 24. August 2015 eine Fliegerbombe gefunden. 60 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt waren wegen des Fundes im Einsatz. Der City-Point und die Kurfürsten-Galerie (Einkaufzentren in der Innenstadt) mussten für die Entschärfung geräumt werden. Etwa 2000 Menschen waren von der Räumung betroffen. Bis 19 Uhr hatte der Kampfmittelräumdienst aus Darmstadt die Bombe entschärft.[2]

Siehe auch

Auebad

Quellen und Weblinks

  1. Aus HNA.de vom 30. März 2013: Stadtbad Mitte vor dem Verkauf
  2. Aus HNA.de vom 24. August 2015: Fliegerbombe auf Gelände des ehemaligen Stadtbads Mitte gefunden