St. Ottilien

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Hugenottenkirche in St. Ottilien

St. Ottilien ist ein Ortsteil von Helsa mit derzeit etwa 300 Einwohnern.

Geschichte

Ein Dorf im Wandel der Zeit

Gedenktafel mit den Namen der ersten Dorfbewohner

Der Ursprung von St.Ottilien geht auf das Jahr 1699 zurück.

14 Hugenotten-Familien, die wegen ihres Glaubens Frankreich verlassen mußten, erhielten von Landgraf Karl von Hessen die Genehmigung, sich am Rande des Lossetals anzusiedeln und eine Kolonie zu gründen.

Den Namen erhielt St.Ottilien von einer Kapelle, Sankt Ottilia, die dem Stift Kaufungen unterstand und nur ein einziges Mal im Jahre 1506 urkundlich erwähnt wurde. Diese Kapelle stand am südlichen Rand des Sankt Ottilienberges, unweit der heutigen Ortslage.

Weitere Informationen zur Geschichte des Dorfes können der aktuellen Chronik entnommen werden, die 1999 zur 300-Jahrfeier erstellt wurde.

Weitere Informationen sind auch der Aufstellung des Geschichtsvereins Helsa zu entnehmen:

Hugenottenkirche

Mehr als 20 Jahre waren seit der Ortsgründung vergangen, bevor eine Kirche in der Hugenottensiedlung St. Ottilien entstand. In den Jahren 1724 bis 1727 erfolgte der Bau der Kirche und der angrenzenden Lehrerwohnung, die beide unter einem Dach vereint wurden. Vermutlich stammen neben der Türinschrift auch der Kanzelfuß aus jener Zeit. 1755 wurde dann eine Empore in die Kirche eingebaut. Und nochmals lange Jahre dauerte es, bis 1821 die erste Kirchenglocke angeschafft wurde.

Wappen

Wappen helsa.jpg

Die Gemeinde Helsa entstand in den Jahren 1970 bis 1972 nach dem Zusammenschluss der Dörfer Helsa, Wickenrode, St. Ottilien und Eschenstruth.

Als Ausdruck der historischen Identität der einzelnen Ortsteile zieren heute vier Symbole das Wappen von Helsa: Eine Esche für Eschenstruth, ein Gläsnerzeichen für Wickenrode, ein gallischer Hahn für das Hugenottendorf St. Ottilien und eine Glocke für Helsa.

Literatur

  • Ernst Werner Magdanz, 275 Jahre St. Ottilien, Festschrift 1974
  • Alexander Wolfram, 300 Jahre St. Ottilien, Festschrift 1999
  • Jochen Desel, Hugenottenkirchen in Hessen-Kassel, Bad Karlshafen 1992, S. 86 ff.

Märchenlandweg

Historischer Wanderweg

Eine Etappe des Märchenlandwegs verläuft von Helsa über Eschenstruth und St. Ottilien nach Wattenbach, zeitweilig parallel zum Historischen Wanderweg St. Ottilien.

Persönlichkeiten

Sehenswürdigkeiten

siehe auch

Vereine

Es gibt für einen solch kleinen Ort eine grosse Anzahl von Vereinen, einschliesslich den Zusammenschluss der Vereinsvorsitzenden zum Zweck der Gemeinschaftsförderung (die "Örtlichen Vereine St. Ottilien"), in dem Vereine wie die Freiwillige Feuerwehr St. Ottilien, der Motorsportclub St. Ottilien 03, der TTC St. Ottilien 1972 oder der SPD-Ortsverein St. Ottilien zusammenarbeiten, um sich um die Belange des Ortes zu kümmern.

Weblinks

Gedenkstein in St. Ottilien mit dem Jahr der Ortsgründung


Ortsteile der Gemeinde Helsa

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