St. Michael Bad Karlshafen

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
St. Michael
Bad Karlshafen
Kath.KircheinBadKarlshafen-DSC 0679.JPG
Informationen
Pfarrer: Thomas Steinrücken
Anschrift: Mündener Straße 16
34385 Bad Karlshafen,
Telefon: 05572-2802
Pastoral-
verbund:
Pastoralverbund Hofgeismar-Weser-Diemel
Bistum: Bistum Fulda

Die katholische Kirchengemeinde St. Michael in Bad Karlshafen gehört zum Pastoralverbund Hofgeismar-Weser-Diemel, der die nördlichsten Gemeinden des Bistums Fulda umfasst.

Zur Kirchengemeinde gehören die Filialkirchen St. Peter und Paul in Helmarshausen und Heilig Kreuz in Trendelburg.

Geschichte

Aus der Geschichte der Kirchengemeinde

Die katholische Seelsorge in Karlshafen begann in nennenswertem Umfang im Jahre 1891 unter Pfarrer Peter Nau. In Karlshafen und den benachbarten Ortschaften wohnten seinerzeit etwa 270 Katholiken. Am 25. Dezember 1891 wurde in Karlshafen die erste katholische Kirchengemeinde gegründet. Zuvor fand die Seelsorge der wenigen katholisch-gläubigen Einwohner im zwei Kilometer entfernten Herstelle statt. Die erste Kapelle des Ortes befand sich in einem Haus in der Bergstraße 1 (vgl. die Hinweise im BLOG treffpunkt-hafenmauer.de).

Später erwarb die noch kleine katholische Kirchengemeinde in Karlshafen (hier wohnten damals etwa 80 Katholiken) im Jahr 1929 einen Bauplatz an der Mündener Straße zum Kirchbau und im Frühjahr 1935 konnte mit den Bauarbeiten für diese Kapelle begonnen werden. Die damalige Herz-Jesu-Kapelle wurde am 10. Mai 1936 geweiht und stand unweit der heutigen St- Michael - Kirche.

Mit dem Bau der heutigen katholischen Kirche in Bad Karlshafen wurde 1955/56 unter Pfarrer Paul Kasper begonnen, nachdem der Vorgängerbau zu klein geworden war. Die Herz-Jesu-Kapelle verblieb aber noch an ihrem Standort, bis sie 1962 in baufälligem Zustand abgerissen und durch ein modernes Pfarrhaus ersetzt wurde.

Innenansicht - Blick zum Altar
Innenansicht - Blick zum Taufbecken und zur Orgel

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren zahlreiche Flüchtlinge mit katholischer Konfession nach Karlshafen gekommen und die katholische Kirchengemeinde war besonders durch den Zustrom von katholischen Flüchtlingen aus dem sog. Sudentenland auf 1.550 Mitglieder angewachsen.

In den Jahren 1955/56 entstand die heutige Kirche "St. Michael" an der Mündener Strasse. Der Grundstein wurde 1955 gelegt. Die Kirche wurde nach den Plänen des Kasseler Architekten Josef Bieling erbaut, mit vorgebautem Glockenturm. Die Kirche selbst erhielt ein Tonnengewölbe. Mittelpunkt im Chorraum ist der Altar, der im Fußboden eingesetzt wurde und das Kreuz.

Der Tabernakel der Kirche befindet sich an einer hervorgehobenen Stelle in einer Wandseite. Ein Schmuckstück in der Kirche ist eine schöne Holzskulptur, die Maria mit dem Jesuskind zeigt. Im hinteren Bereich der Kirche, unterhalb der Orgelempore, wurde das Taufbecken platziert.

Die Orgel aus der Werkstatt der Orgelbaufirma Sauer stammt aus dem Jahre 1967.

Hoch am Hang ist die Kirche gelegen, die von weither sichtbar sein sollte. Über dem Portal wird in einem großen Gemälde der Erzengel Michael dargestellt. MICHAEL, „Wer ist wie Gott?“. Das ist der Name dieses Gottesboten auf Hebräisch.

Bereits am 26. August 1956 konnte die Kirche in Karlshafen zu Ehren des hl. Michael durch den späteren Bischof von Fulda Dr. Adolf Bolte geweiht werden, dem seinerzeit als Weihbischof das gesamte kirchliche Bauwesen im Bistum Fulda unterstand. Zahlreiche Eigenleistungen der Pfarrgemeindemitglieder hatten zur raschen Vollendung der Kirche "St. Michael" beigetragen, besonders bei der Gestaltung des Außengeländes.

60 Jahre später berichtete die HNA über das 60. Kirchenjubiläum von St. Michael, das am 4. September 2016 mit einem festlichen Konzert in der Kirche begangen wurde, an dem der Ökumenische Kirchenchor Bad Karlshafen unter der Leitung von Jelena Geiger teilnahm, aber auch der gemischte Chor der Liedertafel, die Coloured Voices aus Helmarshausen sowie Jutta Hepp (Alt-Blockflöte). Und Carlos Reigadas, der vor seinem Kirchenmusikstudium in den Jahren 1985 bis 1994 Organist der Kirche gewesen war, brachte die Orgel der Kirche virtous zum Klingen.

Am 11.9.2016 schloss sich das Kirchweihfest an. Es begann um 11 Uhr mit dem Festgottesdienst.


Hintergrund:

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der Katholiken im gesamten Kreis Hofgeismar auf mehr als 22.000 Personen stark gestiegen. Heimatvertriebene – zum Beispiel aus dem sog. Sudetenland – mit zumeist katholischer Konfession kamen im Kreisgebiet an und fanden hier auf Dauer eine neue Heimat. Ab den 1950-er Jahren entstanden neue katholische Gotteshäuser in Immenhausen (1952], Grebenstein (1955), Karlshafen (1956), Lippoldsberg, Haueda und Hohenkirchen (alle 1957), Veckerhagen (1959) und in Hofgeismar das zweite katholische Gotteshaus „St. Marien“.

Später kamen weitere Kirchen hinzu, beispielsweise in Hümme (1960), Trendelburg, Ehrsten und Calden (alle 1961) und Vernawahlshausen (1966) sowie die heutige Filial-Kirche "St. Peter und Paul" in Helmarshausen. In Helmarshausen wurde im Jahre 1970 der Grundstein für die neue Kirche gelegt, die an Stelle einer katholischen Kapelle entstand. Die Kirche wurde am 14. November 1971 zu Ehren der Hl. Apostel Petrus und Paulus geweiht.

Literatur

  • Joseph Weber, Entwicklung der katholischen Gemeinden im Kreis Hofgeismar, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Hofgeismar 1968, S. 44 ff.
  • Jochen Desel (Hrsg.), Die Geschichte der Kirchen in der Hugenottenstadt Karlshafen, Reihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Karlshafen und des Weser-Diemel-Gebiets", Bad Karlshafen 2012
  • Bohn, Robert, 1699-1999 Karlshafen – Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Hessischen Planstadt aus der Barockzeit, Reihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Karlshafen und des Weser-Diemel-Gebiets", Bad Karlshafen 2000

Umstrukturierungen im Pastoralverbund

Zur Kirchengemeinde St. Michael in Bad Karlshafen gehört heute auch die Kirche St. Peter und Paul auf dem Mittelberg in Helmarshausen. Hintergrund waren Umstrukturierungen und ein Mangel an Priestern im Katholischen Pastoralverbund St. Peter Hofgeismar-Weser-Diemel. Schon seit einiger Zeit gab es in der Helmarshäuser Kirche nur noch Samstagsgottesdienste, während in der Kirche St. Michael in Bad Karlshafen auch weiterhin Sonntagsgottesdienste stattfinden. In einem Presseartikel der HNA im September 2010 hieß es dazu: "Komplett geschlossen wird die Kirche St. Peter und Paul zunächst nicht. Nach Absprache mit dem Pfarramt soll die Helmarshäuser Kirche ausnahmsweise zu Gottesdiensten, etwa zu Hochzeiten und Beerdigungen, weiter zur Verfügung stehen." (zmd)

Zum 1. April 2011 hat Bischof Heinz Josef Algermissen zudem die Pfarrkuratie Heilig Kreuz Trendelburg (ehemals mit St. Dominikus, Hümme) aufgelöst. Die Katholiken in den Ortschaften der Stadt Trendelburg (mit Ausnahme Eberschütz und Sielen) gehören seither zur Kirchengemeinde St. Michael in Bad Karlshafen, die einstige Pfarrkirche Heilig Kreuz in Trendelburg wurde eine Filialkirche von St. Michael in Bad Karlshafen. Die Katholiken aus Hümme, Eberschütz und Sielen wurden der Pfarrei St. Peter in Hofgeismar zugeordnet und die Kirche St. Dominikus in Hümme wurde eine Filialkirche von St. Peter Hofgeismar.

Katholiken aus Bad Karlshafen, Helmarshausen und Trendelburg jetzt vereint - Gottesdienst am Ostermontag in Heilig-Kreuz

Viele kamen zur ersten gemeinsamen Messe

aus: HNA-online vom 26.04.11

Trendelburg/ Bad Karlshafen. Die Fackel der frohen Botschaft soll weitergereicht werden - auch wenn die Zusammenlegung der katholischen Pfarrgemeinden St. Michael Bad Karlshafen und Heilig-Kreuz Trendelburg keine Ideallösung war, stellte Pfarrer Thomas Steinrücken am Ostermontag fest.

Viele Gläubige aus beiden Städten feierten erstmals gemeinsam die Heilige Messe in der Trendelburger Heilig-Kreuz-Kirche, nachdem Bischof Heinz Josef Algermissen die Pfarrkuratie Heilig Kreuz Trendelburg und Hümme zum 1. April dieses Jahres aufgelöst hatte. Die Katholiken in den Ortschaften der Stadt Trendelburg (ausgenommen Eberschütz und Sielen) gehören seitdem zur Kirchengemeinde St. Michael, die auch Helmarshausen einschließt. Die Umstrukturierung sei kein einfacher Schritt für die Katholiken beider Städte gewesen - aber kein Grund zur Resignation, stellte Steinrücken fest.

Der Pfarrer zog Parallelen zu der Verunsicherung der Jünger nach dem Tod Jesu und der Zuversicht mit der sie nach der Auferstehung die Botschaft weiterreichten. Der ökumenische Chor Bad Karlshafen trug mit Liedern zu der feierlichen Gestaltung des Gottesdienstes bei. Im Anschluss blieben die Gläubigen zum besseren Kennenlernen auf einen Umtrunk vor der Kirche zusammen.

Lange ohne Gottesdienst

Nach dem Tod von Pfarrer Donkers, sowie später von Pfarrer Einwag hat es in Trendelburg lange Zeit erst eingeschränkte und dann keine Gottesdienste mehr gegeben. Nach anfänglichen Bedenken im Hinblick auf den Zusammenschluss sehe sie die Entwicklung positiv, stellte Barbara Rock (Langenthal) fest. Die frühere Sprecherin der Heilig-Kreuz-Gemeinde ist jetzt im Vorstand der Pfarrgemeinde St. Michael Bad Karlshafen - Trendelburg.

Besonders erfreulich sei gewesen, dass die Mitglieder des Rates der aufgelösten Gemeinde in den von St. Michael hineingewählt wurden, so Rock. Der Gottesdienst der Kirchengemeinde St. Michael Bad Karlshafen - Trendelburg findet jetzt an jedem dritten Sonntag des Monats in der Heilig-Kreuz-Kirche statt. Der Sprecher des aktuellen Gemeinderates, Jürgen Schäfer (Langenthal), sagte: „Damit ist wieder ein Minimum an Gemeindeleben für Trendelburg gesichert. Ich hoffe, dass beide Gemeinden tatsächlich zusammenwachsen.“ (ziv)

Kirche St. Michael

St. Michael, Bad Karlshafen

Den vorgebauten Glockenturm der Kirche, die am 26. August 1956 zu Ehren des Hl. Michael geweiht wurde, ziert das aufragende Bild des heiligen Erzengels Michael.

Die Kirche wurde mit einem Tonnengewölbe gebaut.

Mittelpunkt im Chorraum ist der Altar, der im Fußboden eingesetzt wurde und das Kreuz. Vor dem Altar wurden Reliquien der Hl. Jungfrau Flora und des Hl. Mercurius eingemauert.

Pfarrkuratie St. Michael

Filialkirche Peter und Paul in Helmarshausen

Kirchen

Pfarrkuratiekirche ist die Kirche St. Michael in Bad Karlshafen.

Filialkirchen sind die Kirchen St. Peter und Paul in Bad Karlshafen-Helmarshausen und Heilig-Kreuz in Trendelburg.

Thomas Steinrücken ist Pfarrer der kath. Gemeinden St. Michael, Bad Karlshafen-Trendelburg und Hl. Geist, Oberweser-Wahlsburg.

Pfarrkuratiegebiet

Bad Karlshafen, Bad Karlshafen-Helmarshausen, Trendelburg, Trendelburg-Deisel, -Friedrichsfeld, -Langenthal, -Stammen.

siehe auch

Filialkirche Heilig Kreuz in Trendelburg

Weblinks