St. Kilian

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Schutzpatron St. Kilian auf dem Korbacher Wappen

St. Kilian, auch Heiliger Kilian (* in Mullagh/Irland, † 689 Würzburg/Bayern) war Bischof von Würzburg und Glaubensbote im Frankenland. Im deutschen Sprachgebiet und in Irland gedenkt man ihm am 8. Juli. Der Heilige Kilian stellt für die Stadt Korbach einen Stadt- und Kirchenpatron dar.

Nach der Überlieferung stammte Kilian aus einer iroschottischen Familie. Nach der Bischofsweihe zog er mit dem Priester Kolonat und dem Diakon Totnan nach Germanien, um für den christlichen Glauben zu werben.

Der Schutzpatron prangt über dem halben Waldecker Stern auf dem Stadtwappen. Der missionarische Einfluss Würzburgs auf Paderborn blieb auch in unserer Region nicht ohne Folgen. Die Kilian-Verehrung breitete sich über Paderborn bis ins Waldecker Land aus. Zeugnis davon geben unter anderem die nach Kilian benannten Kirchenbauten und die Tatsache, dass der Heilige Kilian der Patron des Hohen Doms zu Paderborn ist.

Sein Haupt wird im Dom zu Paderborn aufbewahrt, seine Gebeine im benachbarten Neumünster: Bis heute findet in Würzburg zum Kilians-Gedenktag die Kiliani- Wallfahrt mit tausenden Besuchern statt.

Die Verehrung des irischen Wanderpredigers ist untrennbar mit seiner Ermordung 689 verbunden. Der Heilige Burkard, erster Bischof von Würzburg, soll die Gebeine Kilians in einem Sarkophag am Ort seines Märtyrertodes geborgen haben. Am 8. Juli 743 ließ er die Gebeine erstmals erheben - daher der Gedenktag. Im Jahr 788 wurden sie in Anwesenheit von Karl dem Großen in den Dom überführt.

Laut der Legende wurden Kilian und Gefolge zunächst wegen ihrer Kenntnisse in Ackerbau, Holzwirtschaft und Viehzucht geschätzt. Mit dem Wohlstand wuchs bei den Menschen die Bereitschaft, sich auf die neue Religion einzulassen und sich Taufen zu lassen. Auch Herzog Gozbert ließ sich von Kilian taufen. Doch des Herzogs Leben war wenig vom Glauben geprägt. So verlangte Kilian von Gozbert, sich von Gailana, der Witwe seines Bruders, zu trennen. Eine solche Ehe war nach römischem Recht zwar erlaubt, nach kirchlichem Recht aber nicht. Gozbert trennte sich von Gailana. Dies aber verzieh sie Kilian nie. Und als Gozbert auf Kriegszug war, ließ Gailana Kilian und die Gefährten Kolonat und Totnan im Jahr 689 beim nächtlichen Gebet ermorden.

siehe auch

Stadtwappen von Korbach

Das Wappen der Stadt Korbach zeigt über einem halben achtstrahligen "Waldecker Stern" das Bildnis eines Bischofs. Oft wird dieser Bischof für den heiligen Kilian gehalten, den Schutzpatron der Korbacher Altstadt und ihrer Kilianskirche, der bereits im Jahre 689 in Würzburg den Märtyrertod starb.

Ebenso naheliegend ist allerdings, dass das Wappen lediglich den Bischof von Paderborn symbolisiert (nach anderer Darstellung ist es Bischof Wilbrand von Paderborn aus dem frühen 13. Jahrhundert, zu dessen Bistum Korbach gehörte). [1]

Weblinks und Quellen

Einzelnachweise:

  1. Informationen zum Korbach Stadtwappen auf www.ngw.nl