St. Johanneskapelle Mielenhausen

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Die St. Johanneskapelle in Mielenhausen entstand in den Jahren 1955/56 unter großer Beteiligung der Einwohner des Dorfes.

Bauwerk

Kernstück im Innern der Kapelle ist der schöne Sandsteinaltar, den der Steinmetz Louis Seute aus Mielenhausen gearbeitet hatte. Dahinter zeigt ein Wandteppich in schlichter Darstellung die Kreuzigungsszene, während sich auf der rechten Seite eine hölzerne Kanzel befindet.

Die Pfeifenorgel aus dem Jahre 1966 stammt aus der Werkstatt des Orgelbaumeisters Rudolf Janke aus Bovenden.

Geschichte

In Gemeinschaftsarbeit, die viele begeisterte Bürgerinnen und Bürger leisteten, entstand ab dem Jahr 1955 in 1800 Arbeitsstunden die St. Johannis Capelle. Zuvor musste bis 1953 der Gottesdienst in der Kirche in Dankelshausen besucht werden.

Der Grundstein für das Gotteshaus wurde am 12. Juni 1955 gelegt, damals noch ohne Baugenehmigung. Denn die erteilte der Landkreis Münden erst vier Tage später.

Der Bau der Kapelle war für die kleine Gemeinde mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Ein Teil des Baumaterials - Holz und Steine- wurde aus dem Gemeindeforst im Bramwald beschafft. Die Bewohner steuerten zur Finanzierung des Baus 3.500 DM bei. Der Weg zum Gottesdienst ins Nachbardorf Dankelshausen gehörte nun der Vergangenheit an.

1968 errichtete die politische Gemeinde Mielenhausen auf dem Friedhofgelände in Eigenleistung eine Kapelle. Die Bürgerinnen und Bürger leisteten 2016 freiwillige Arbeitsstunden und spendeten 6.700 DM.

Eine umfangreiche Renovierung und Sanierung der St. Johanneskapelle stand ab 2011 an. Nach rund zweijähriger Renovierungszeit wurde das kleine Gotteshaus in Mielenhausen am 13. Oktober 2013 wieder seiner Bestimmung übergeben.

Kirchengemeinde

Zur Ev.-luth. Kirchengemeinde Scheden-Dankelshausen gehören neben den Gemeindemitgliedern in Mielenhausen die Ortschaften Scheden und Dankelshausen der politischen Gemeinde Scheden.

siehe auch