Solling
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Der Solling ist ein bis 527 m hohes Mittelgebirge im Weserbergland.
Er liegt überwiegend in Südniedersachsen und berührt bei der Stadt Bad Karlshafen den nordhessischen Landkreis Kassel. Die Ausläufer des Solling reichen bis zum Drei-Länder-Eck Hessen - Niedersachsen - Nordrhein-Westfalen.
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Geografie
Der Solling liegt vorwiegend in den südniedersächsischen Landkreisen Holzminden und Northeim.
Nach Südwesten hin grenzt der Solling an Bad Karlshafen und Wahlsburg im nordhessischen Landkreis Kassel und seine Ausläufer, die Hannoverschen Klippen, reichen bis nach Würgassen im nordrhein-westfälischen Landkreis Höxter.
Der Solling erstreckt sich rechts der Weser entlang dem niedersächsischen Bodenfelde im Süden und dem nordhessischen Bad Karlshafen im Süd-Südwesten.
Geschichte
Glashütten im Solling
Der Solling war bereits im Mittelalter ein wichtiger Standort von Glashütten.
Zwischen 1776 und 1778 zur Zeit von Georg III. entstand die Glashütte Amelith bei Nienover. Bereits seit dem 15. Jahrhundert waren im waldreichen Amtsbereich von Nienover Wanderhütten nachgewiesen und die Glasmacher mit ihren Familien sollten an ihren Arbeitsplatz gebunden werden. Die Glashütte entwickelte sich zur bedeutendsten des Gebiets und produzierte Gläser und Spiegel, die bis nach Russland, Schweden, in die Niederlande oder nach Großbritannien exportiert wurden.
Holzkohlenmeiler im Solling
Viele Menschen im Solling lebten einst von der Köhlerei. Erst im 20. Jahrhundert verlor das Gewerbe an Bedeutung und starb aus.
Wie in allen Waldgebieten spielte der Rohstoff Holz auch in der Wirtschaftsgeschichte des Sollings eine zentrale Rolle. Landwirtschaft und Handwerk konnten nicht alle Menschen ernähren, so dass viele einer Beschäftigung in den Sollingwäldern nachgingen. Ein wichtiges historisches Waldgewerbe war die Köhlerei. Viele Jahrhunderte gehörten die dampfenden Holzkohlenmeiler zum Alltagsbild des Sollings. Ihre Kohlen gaben ganzen Familien Arbeit und Brot.
Heute erinnert der Solling-Heimatverein in Delliehausen an diese Jahrhunderte alte Handwerkstradition.
Höchste Erhebungen
Zu den höchsten Bergen im Solling gehören:
- Große Blöße (527,8 m)
- Großer Ahrensberg (524,9 m)
- Moosberg (513,0 m) – mit dem Aussichtsturm Hochsolling
- Vogelherd (505 m)
Hochsolling mit Aussichtsturm
Im Zentrum des Sollings steht der Aussichtsturm Hochsolling, zwischen den Ortschaften Neuhaus und Silberborn, auf etwa 480 m Höhe. Er ist über die Landstraße L 549 von Neuhaus in Richtung Silberborn zu erreichen. Vom Parkplatz an der Straße geht es bergauf zum 30 m hohen Holzturm aus 1991/ 1992 mit Fernsicht bis zum Reinhardswald, Bramwald und Eggegebirge.
Literatur
- Hans-Georg Stephan: Der Solling im Mittelalter - Archäologie, Landschaft, Geschichte im Weser- und Leinebergland, archaeotopos-Verlag Dormagen 2011
Naturpark Solling - Vogler
Zusammen mit dem kleineren Mittelgebirgszug Vogler und dem Höhenzug Burgberg, die sich nördlich an den Solling anschließen, bildet der Solling den Naturpark Solling-Vogler.
Sehenswürdigkeiten
Zu den Sehenswürdigkeiten im Solling gehören
- der Aussichtsturm Hochsolling − zwischen Holzminden-Silberborn und -Neuhaus,
- die Gierseilfähre Bodenfelde-Wahmbeck – Gewissenruh,
- die Hannoversche Klippen − bei Würgassen,
- der Hochseilgarten Silberborn,
- das Mecklenbruch, das größte Hochmoor des Sollings östlich von Silberborn,
- das Museum Uslar,
- der Naturwald Grasborner Bruch, acht Kilometer nordöstlich von Uslar
- oder der Wildpark Neuhaus − bei Holzminden-Neuhaus.
siehe auch
- Bramburg
- Braunkohlewerk Solling
- Glashütte Amelith
- Frauenleben im Solling
- Handwerkerkultur im Uslarer Land
- Hannoversche Klippen
- Naturpark Solling-Vogler
- Holzkohlenmeiler
- Museum Uslar
- Neuer Teich
- Stehberg
- Sollingbahn
- Sollinger Hütte