Simon Louis Du Ry

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Simon Louis du Ry (1726–1799) stammte aus einer hugenottischen Baumeisterfamilie, die 1685 nach Kassel kam. Sein Großvater Paul du Ry baute zusammen mit seinem Sohn Charles, Simons Vater, im Auftrag Landgraf Karls die Oberneustadt als Wohn- und Arbeitsort für die französischen Neubürger, die der Landesherr als Religionsflüchtlinge in Kassel und Umgebung aufgenommen hatte.

Simon du Ry wurde in Stockholm als Baumeister ausgebildet, auf Reisen nach Frankreich und Italien erweiterte er seine Kenntnisse.

Nach dem Tod seines Vaters wurde er Oberhofbaumeister des Landgrafen in Kassel. Er arbeitete ab 1757 für Wilhelm VIII., ab 1760 dann für Friedrich II. Sein vielleicht wichtigstes Bauwerk ist das im klassizistischen Stil errichtete und 1779 fertig gestellte Fridericianum.

Mit der Anlage des Friedrichsplatzes, der Königsstraße und des Königsplatzes verband er die Oberneustadt mit der Altstadt. Neben anderem, z. B. der Kirchditmolder Kirche, wurden auch Teile des Schlosses Wilhelmshöhe nach seinen Plänen gebaut. Weißenstein- und Kirchflügel entstanden nach seinen Entwürfen, seine Vorstellungen von der Gestaltung des Mittelbaus fanden nicht die Gnade des Landgrafen. Hier kam (natürlich gegen den Willen du Rys) Heinrich Christoph Jussow zum Zuge.

Quelle

  • Uwe Feldner: Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im Herkules Verlag

siehe auch