Siechenkirche bei Trendelburg

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Nur noch der spätromanische Westturm (auf rechteckigem Grundriß) ist von der ehemaligen Siechenkirche bei Trendelburg - von Trendelburg in Richtung Sielen gelegen - erhalten.

Die Kirche gehörte einst zu der wüst gefallenen mittelalterlichen Ortschaft Trende. Später richtete Landgraf Philipp I. im Jahre 1558 in dem Gebäude ein "Siechenhaus" ein, das bis ins 18. Jahrhundert hinein bestand, bevor der Gebäudekomplex als Steinbruch genutzt wurde.

Geschichte

Der noch vorhandene Steinturm ist ein Zeugnis der mittelalterlichen Wüstung Trende in der Gemarkung Trendelburg.

Die Siechenkirche gehörte zu der wüst gefallenen Ortschaft (auch Drende genannt). Im 15. Jahrhundert wurde der Ort dann offenbar nach Dezimierung der Bewohner durch Kriege und Krankheiten verlassen und nicht wieder besiedelt.

Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts wurden in der Kirche Kranke und Bedürftige untergebracht, bis 1774 das Dach des Kirchenschiffs einstürzt und die Steine der Kirche für den Wegebau verwendet wurden.

Der ca. 12 m hohe und stark beschädigte Turm mit seinen bis zu 1,40 Metern starken Mauern wurde ab 1996 saniert und mit einem Dach versehen; er ist nicht begehbar.

Auch mit der Hilfe einer studentischen Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klose konnte aber - u. a. mit einem Dachaufsatz - der weitere bauliche Verfall des Turms der ehemaligen Siechenkirche gestoppt werden.

Literatur

siehe auch

Weblinks