Schulen in Großenenglis

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Schulgebäude am Wehrturm

Das älteste noch erhaltene (einklassige) Schulgebäude in Großenenglis war in den Jahren 1886 bis 1887 in unmittelbarer Nähe des Kirchturmes erbaut worden. Da die Größe der vorhandenen Unterrichtsräume im Laufe der Zeit den steigenden Erfordernissen nicht mehr entsprach, wiesen die zuständigen Behörden die Gemeindevertretung im Sommer 1928 an, Baumaßnahmen zur Behebung des Mangels einzuleiten. Auch die Nachbargemeinde Kleinenglis beschäftigten derartige Probleme und so sollte auf Anraten der Behörde für beide Orte ein gemeinsames Gebäude errichtet werden, was aber aufgrund befürchteter Mehrkosten für Wasser, Energie und Verkehrskosten von Seiten Großenengliser Entscheidungsträger abgelehnt wurde.

Neue Dorfschule

Stattdessen entschied man, ab Herbst 1929 mit der Errichtung einer neuen Volksschule mit einliegender Lehrerwohnung im Südteil des Dorfes, "Auf der Binge", zu beginnen. Der Rohbau war im Dezember gleichen Jahres abgeschlossen, das Richtfest konnte noch vor Ende des Jahres, am 20. September 1930, stattfinden. Zum feierlichen Anlass erhielt jedes Schulkind eine Bretzel überreicht.

Jahre später stellte sich jedoch heraus, dass auch die Unterrichtsräume des Neubaus zu klein waren und das Gebäude durch einen Anbau einer Erweiterung bedurfte. Die Arbeiten hierzu begannen am 21. März 1934 und konnten im Herbst des gleichen Jahres abgeschossen werden.

In den Jahren 1951 - 1952 mussten insgesamt 35 Häuser dem vordringenden Braunkohletagebau weichen, darunter auch Volksschule und Lehrerwohnung. Ein neues Schulgebäude entstand im Rahmen der Umsiedlung im Norden der Gemeinde.

Neue Wittigschule im Oberdorf

Die Grundsteinlegung für die neu entstandene Adam-Wittig-Schule, in der Udenbörner Straße, erfolgte am 9. Oktober 1951, die Einweihungsfeier fand am 20. September 1952 statt. Sie umfasste die Klassen 1 - 9 bis zum Frühjahr 1966.

Mit Wirkung vom 16. April 1966 übernahm die Mittelpunktschule Schwalmblick in Kleinenglis ihre Aufgabe. Diese besuchten auch die Großenengliser Schüler ab der 5. Klasse (Oberstufe) zusammen mit Gleichaltrigen aus Kerstenhausen und Kleinenglis. Die örtliche Unterstufe (Klassen 1 - 4) wurde weiterhin bis Ende August 1971 in der ehemaligen Volksschule Großenenglis unterrichtet.

Die einstige Wittig-Schule diente danach noch bis 1989 als Sonderschule und ist heute Eigentum der Stadt Borken (Hessen). Einen Teil der damaligen Klassenräume nutzt derzeit der städtische Kindergarten.