Schmalkaldischer Krieg

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Im Schmalkaldischen Krieg standen sich in den 1546 und 1547 der habsburgische Kaiser Karl V. und der Schmalkaldische Bund gegenüber, ein seit dem Jahre 1531 bestehendes Bündnis protestantischer Landesfürsten und Reichsstädte unter der Führung von Kursachsen und der Landgrafschaft Hessen. Dem Kaiser ging es vorwiegend darum, die reichsrechtliche Anerkennung des Protestantismus zu verhindern aber auch um eine Beschränkung der Macht der Reichsstände.

Die Reformation war nicht zuletzt deshalb erfolgreich, weil sie das landesherrliche Kirchenregiment förderte und so den Bestrebungen vieler Reichsfürsten um die Festigung ihrer Unabhängigkeit von kaiserlicher Herrschaft entgegenkam.

Im Schmalkaldischen Krieg von 1546 bis 1547 wandte sich Kaiser Karl V. gegen den Schmalkaldischen Bund, nachdem bereits in zahlreichen Gebieten und Städten des Reichs die Reformation eingeführt worden war.

Die Unruhen im Reich konnte auch der Sieg des Kaisers im Jahre 1548 nicht beenden. Mit dem Augsburger Religions- und Landfrieden von 1555 fand Europa aber vorerst zu einer labilen Ruhe zurück. Fortan war dem jeweiligen Landesherrn die Konfession für sein Land und seine Untertanen freigestellt.

Zur Landgrafentreue der Ziegenhainer ist überliefert, dass im "Schmalkaldischen Krieg" der Festungskommandant Heinz Lüder in unbestechlicher Hessentreue erklärte: "Nur dem freien Landgrafen gebe ich den Schlüssel der Festung zurück!" und sich damit in der Auseinandersetzung mit Kaiser Karl V. auch während der Gefangenschaft des Landgrafen auf dessen Seite stellte. Ein historisches Geschehen, an das der Dichter August Kopisch später in seinem Gedicht „Landgraf Philipp der Großmütige“ erinnerte.

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