Schloss Wilhelmsthal

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Schloss Wilhelmthal
Schloss Wilhelmsthal
(Foto: HNA-Fotograf Jochen Herzog)

Schloss Wilhelmsthal ist ein Rokokoschloss auf dem Gemeindegebiet von Calden nahe der Stadt Kassel in Nordhessen.

Mitte des 18. Jahrhunderts als Sommerresidenz für den Landgrafen Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel erbaut, gehört es zu den bedeutensten Rokokoschlössern in Deutschland.

Park und Schloss Wilhelmsthal ließ Landgraf Wilhelm VIII. als Lust- und Jagdschloss errichten, dessen Fertigstellung er allerdings nicht mehr erlebte.

Von Schloss Wilhelmshöhe aus führt der Weg über die Rasenallee und größtenteils schnurgerade nach Norden. Etwa 9 km entfernt entstanden ab 1743 Park und Schloß Wilhelmsthal in ländlicher Umgebung als Sommerresidenz des Landgrafen.

Die Gartenanlage wurde als fächerförmiges Dreiachsensystem geplant und um das Jahr 1800 zu einem Landschaftspark weiterentwickelt, wobei auch ein neogotischer Aussichtsturm enstand. Aus der Anfangsphase ist heute noch die Grotte mit dem vorgelagerten Kanal erhalten.

Unter Landgraf Wilhelm IX. wurde der Park in den Jahren 1796 bis 1813 als Landschaftspark durch die Hofgärtner Daniel August Schwarzkopf und Carl Friedrich Hentze umgestaltet.

Aus dieser Zeit stammt auch der "Wartturm" auf einer Anhöhe, der nach den Plänen des namhaften Kasseler Architekten Simon Louis Du Ry als künstliche Ruine entstand.

Inhaltsverzeichnis

Bauwerk und Geschichte

Schloss Wilhelmsthal - Parkseite
Dreiflügelige Schlossanlage mit vorgelagerten Wachpavillions

Schloss Wilhelmsthal liegt bei Calden im Landkreis Kassel.

Schon im Jahre 1634 führte von Calden der "burghweg" zur ehemaligen Wasserburg Amelgotzen, lange Zeit im Besitz der Familie von Schachten. Den ursprünglichen Gutshof, der schon in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts urkundlich erwähnt wurde und später Amelienthal hieß, erwarb im Jahre 1643 die damalige Landgräfin Amalie Elisabeth zusammen mit Gütern in Frankenhausen.

Nachdem zunächst ein Landsitz entstanden war, wurde unter Landgraf Wilhelm VIII. (1682 - 1760) um das Jahr 1743 mit dem Ausbau zu einem Schloss nach den Plänen von Francois de Cuvilliés d. Ä. begonnen.

Bis 1761 entstand ein Lust- und Jagdschloss mit weiträumigem Park, ein Meisterwerk deutscher Rokokokunst mit sehr gut erhaltener und kostbarer Ausstattung, dessen Planung sich an französischen Vorbildern orientierte.

Zwischen 2008 und 2010 wurden an den Wachhäusern die Außenmauern restauriert sowie die obere Plattform abgedichtet und die Holzfenster aufgearbeitet.[1]

Das landgräfliche Schloss

Mit der Anlage des 30 Hektar großen Gartens entstand auch das dreiflügelige Schloss, dessen Fassaden bereits leichte Tendenzen des Klassizismus erkennen lassen und in dessen Zentrum sich ein grosser Ballsaal befindet, der über eine Freitreppe mit dem Landschaftsgarten verbunden ist.

Schloss Wilhelmsthal präsentiert sich als aufgelöste dreiteilige Schlossanlage mit vorgelagerten Wachpavillons.

Zunächst wurde das nördliche Kavalierhaus gebaut, das später Küchenflügel genannt wurde. Dieser Trakt wurde 1749 vollendet. Mit dem Bau des südlichen Flügels wurde 1748 begonnen. 1753 wurde der Grundstein für den Mittelbau gelegt. Seine Fertigstellung ist auf das Jahr 1770 datiert. Ab dem Jahre 1756 übernahm Simon Louis du Ry die Bauführung und ließ auch die vorgelagerten Wachhäuser ergänzen.

Erst 1753 erhielt die Anlage den Namen Wilhelmsthal. Änderungen an Schloss und Parkanlage erfolgten unter den nachfolgenden Landgrafen.

Die Entwürfe für den Innenbereich des Schlosses gehen auf Cuvilliés zurück. Der Bildhauer Johann August Nahl (der Ältere) schuf kostbare Wandvertäfelungen und Stukkaturen, Johann Michael Brühl wirkte bei Stuckarbeiten und Johann Christian Ruhl bei Vertäfelungen mit.

In beiden Hauptgeschossen des Schlosses entstand die Wohnung für den Landgrafen. Im Erdgeschoss sind Vestibül und Speisesaal, im Obergeschoss Tanzsaal mit Vorraum untergebracht. Die Appartements bestehen aus Vorzimmer, Schlafzimmer, Kabinett, Garderode und Lakaienstübchen.

In der Landgrafenwohnung im Erdgeschoss befinden sich auch die Ahnengalerie und die Schönheitsgalerie mit zahlreichen Porträts von Johann Heinrich Tischbein dem Älteren. Der Ausbau die Bel-Etage erfolgte unter Wilhelms Sohn Landgraf Friedrich II., der nach dem Tod seines Vaters diese Arbeiten durchführen ließ.

Schloss Wilhelmsthal gilt heute als eines der wichtigsten Baudenkmäler der Region und bedeutende Schöpfung des Rokoko. [2]

Der Schlosspark

Schloss Wilhelmsthal in ländlicher Umgebung

Die Parkanlage von Schloss Wilhelmsthal mit dem Frankenturm, dem Kanal (mit Grotte) und den Putten ist frei zugänglich.

Das Schlossgebäude liegt - entgegen üblichen Landschaftsanordnungen - an der tiefsten Stelle des Schlossparks, der als Dreiachsensystem geplant und im Westen und Osten durch je ein Lindenrondell seinen Abschluss findet. Im Siebenjährigen Krieg wurden die begonnenen Arbeiten nicht weitergeführt.

Ursprünglich gehörten zu der Anlage um das Schloss zwei „chinesischen Häuser“, frühe Zeugen einer Chinamode des 18. Jahrhunderts, die 1799 abgerissen wurden. Für die geplanten Wasserspiele in Wilhelmsthal zeichnete der Bauleiter Johann Georg Fünk verantwortlich.

Um 1800 entstand dann ein Landschaftspark mit lockerer Bewaldung und einem neogotischen Aussichtsturm unter Landgraf Wilhelm IX., der in den Jahren 1796 bis 1813 durch die Hofgärtner Daniel August Schwarzkopf und Carl Friedrich Hentze gestaltet wurde.

Aus der Anfangsphase und dem Rokokogarten Wilhelms VIII. ist heute noch die Grotte erhalten, die ebenfalls nach einem Entwurf von Francois Cuvilliés entstanden ist, mit einer leicht geschwungene Fassade und drei Fenstertüren zum Bassin hin. Die südliche Achse mit Kanal und Grotte entstand in den Jahren 1744 - 46 unter Mitwirkung des preußischen Baumeisters Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff.

Von der Mittelachse ist nur noch als Bodenvertiefung das ehemalige Wasserbassin zu erkennen, mit dem die geplante Kaskade gespeist werden sollte,

In einem langgestreckten Hügel der Nordachse befindet sich der ehemalige Eiskeller, der in den Sommermonaten als Kühllager diente.

Im Jahr 2011 wurden 48 Apfelbäume im Schlosspark neu gepflanzt. Sie wurden in ähnlicher Anordnung gesetzt, wie sie bereits zu Zeiten von Landgraf Wilhelm VIII. im Garten des Schlosses standen.

Geheimnis hinter Büschen

Grotte

Autorin: Antje Thon (aus: HNA vom 12.3.2007)

Wer durch den Rokokopark geht, hat nur Augen für die elegante Schönheit des Schlosses Wilhelmsthal. Und so bleibt der Blick verstellt für eine Anlage, die sich kaum 200 Meter entfernt von den Hauptgebäuden befindet: den Eiskeller. Dietmar Rittgerodt, stellvertretender Verwalter des Hauses, glaubt, dass sich die Menschen an wenigen Hände abzählen lassen, die um dieses hinter Büschen versteckten Geheimnisses wissen.

Ausstaffiert mit einer Taschenlampe marschiert Rittgerodt am Teich vorbei durch den Garten. Nach wenigen Schritten verlässt er den Weg und stakst über die nasse Wiese in Richtung einer dichten Wand aus Sträuchern. Vor einer Mauer aus mächtigen Steinblöcken bleibt er stehen und weist auf den Eingang. "Der Eiskeller, da sind wir." Er dreht den Schlüssel im Vorhängeschloss. Die schwere Holztür öffnet sich unter lautem Knarren.

Spinnweben hängen von der Decke, kleben an den Wänden. Ohne das Licht der Taschenlampe bliebe der Keller konturlos. Ein schmaler Gang führt in einen kreisrunden Raum von vielleicht sechs Metern Durchmesser, der sich wie unter einer Kuppel nach oben hin verjüngt. Unter der Decke befindet sich ein Schlitz. "Durch den wurde früher das Eis in den Keller geworfen", sagt Rittgerodt. In der Mitte des Bodens ist eine Vertiefung gearbeitet; Tauwasser konnte durch sie ablaufen.

Das Eis wurde im Winter aus dem Teich gesägt. Damit die Dienstboten Landgraf Friedrich II. auch im Sommer das Eis nutzen konnten, musste der Keller reichlich gefüllt sein mit Gefrorenem. Da das Anwesen vor allem auch als Jagdschloss diente, sei es naheliegend, dass die erlegten Tiere mit Eis gekühlt wurden, meint Rittgerodt.

Darüber hinaus erscheint ihm noch eine weitere Verwendung plausibel. Der Rokoko brachte eine Verfeinerung des gesamten höfischen Lebens mit sich. Die kultiviertere, leichtfüßigere Lebensgestaltung spiegelte sich auch auf der Speisekarte wider. Dem Dessert, so glaubt Rittgerodt, sei damals eine große Bedeutung zugekommen. Und wer Speiseeis herstellen wollte, benötigte dazu ein doppelwandiges Gefäß, in dessen Hohlraum zerstoßenes Eis und Salz gegeben wurde.

König Jérôme nutzte Schloss Wilhelmsthal bis ins Jahr 1812 während der Wintermonate. Danach fristete der Eiskeller ein Schattendasein und geriet zusehends in Vergessenheit.

Öffnungszeiten des Schlosses:

Das Schloss Wilhelmsthal bietet ganzjährig Führungen an. Von März bis Oktober ist es von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Führungen beginnen zu jeder vollen Stunde, die letzte um 16 Uhr. Von November bis Februar ist das Schloss von 10 bis 16 Uhr geöffnet, die letzte Führung beginnt um 15 Uhr. Montags ist Ruhetag. Schloss Wilhelmsthal, 34379 Calden, Tel. 05674/6898.

Rasenallee

Karte der Rasenallee.JPG

Schloss Wilhelmsthal ist mit Schloss Wilhelmshöhe in Kassel über die etwa 9 km lange Rasenallee fast geradlinig verbunden.

Angelegt wurde die Rasenallee im Jahre 1797 für Landgraf Wilhelm IX. (seit 1803 Kurfürst Wilhelm I.). Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein wurde diese historische Strasse Fürstenallee genannt. Leichte Kutschen im Sommer und Schlitten im Winter fuhren hier durch Feld und Wald, durch Täler und über Höhen.

Zwar wurde die Rasendecke im 19. Jahrhundert durch Schotter und Splitt und später natürlich durch Teer ersetzt, doch für Kraftfahrzeuge und fürs gemeine Volk war die Rasenallee trotzdem noch bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg gesperrt. Auch den letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. führte zur Sommerzeit der morgendliche Ausritt manches Mal von Schloss Wilhelmshöhe nach Schloss Wilhelmsthal.

Wilhelmsthal unter Jérôme Bonaparte

Mit der Gründung des Königreichs Westphalen kam Jérôme Bonaparte für einige Jahre nach Kassel und residierte dort als König Jérôme von Westphalen. Am 10. Dezember 1807 zog Napoleons jüngster Bruder als König von Westfalen in seine Residenzstadt Kassel ein.

Damit verbunden waren auch die Umbenennungen der beiden Schlösser in Wilhelmshöhe und Wilhelmsthal. Schloss Wilhelmshöhe hieß künftig Napoleonshöhe und Schloss Wilhelmsthal nach der neuen Königin Katharinental.

Galerie

Literatur

Märchenlandweg

Der Märchenlandweg führt auf einer Etappe auch zum Schloss in Wilhelmthal und weiter über die gegenüber liegende schnurgerade verlaufende Meimbresser Allee (im Volksmund Lindenallee genannt) bis zum Lindenrondell, einst ein Kutschenwendeplatz, der die Besucher zum Schloss führte, wo ihnen der Herrscher schon zuwinken konnte. Vom Lindenrondell aus geht es weiter - an der Grillstation vorbei - in den „Thiergarten“ - in der Zeit von 1772 bis 1897 ein eingezäuntes Waldstück und landgräfliches Jagdgebiet.

Museum Schloss Wilhelmsthal

Schloss Wilhelmsthal besitzt eine reiche Rokokoausstattung.

Die Innenräume des Schlosses sind mit Stukkaturen an den der Decken und Schnitzereien an den Wandvertäfelung versehen und dienen heute als Museum, ausgestattet mit Möbeln und Bildern der Rokoko-Zeit). Sehenswert ist auch die Sammlung wertvoller europäischer und ostasiatischer Porzellane.

Außer dem Schloss (einschließlich der Hauptküche mit Einrichtung) ist auch die Silberkammer zu besichtigen mit Zinnfiguren, Diorama und einer Dauerausstellung über den Siebenjährigen Krieg im Landkreis Kassel mit etwa 10000 handgemalten Figuren in 20 Schaukästen.

Schlacht bei Wilhelmsthal

Landstraße vor dem Schloss
Tafel am Märchenlandweg

24.06.1762, vor den Toren von Schloss Wilhelmsthal bei Calden wütete eine kriegsentscheidende Schlacht, die etwa 3000 Todesopfer forderte.

Im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 kämpften die damaligen europäischen Großmächte mit Preußen und Großbritannien auf der einen Seite und Österreich, Frankreich, Russland auf der anderen Seite gegeneinander. Aber auch zahlreiche mittlere und kleine Staaten waren beteiligt, darunter auch die Landgrafschaft Hessen-Kassel.

Für viele Bewohner der Landgrafschaft brachte der Krieg erhebliche wirtschaftliche Schäden, besonders während des Stellungskriegs an der Diemel in den Jahren 1760-1762; hessische Truppen kämpften damals im Sold Englands gegen Frankreich.

Bekannt geworden ist die "Schlacht bei Wilhelmsthal"; die französische Armee wurde hier am 24. Juni 1762 geschlagen - ebenso bei der späteren Schlacht bei Lutternberg am 23. Juli 1762 - und zog sich aus Hessen zurück.

Im Küchenflügel des Schlosses kann man in einer Ausstellung von Dioramen mit Zinnsoldaten sehr anschaulich einige Schlachtsituationen nachvollziehen.

Die Geschichte des Tambours von Wilhelmsthal ist auf einer Tafel vor dem Haupteingang nachzulesen. Nach der Überlieferung stammte er aus Burguffeln, heute ein Stadtteil von Grebenstein. In der Schlacht bei Wilhelmsthal trommelte der junge, unerfahrene Tambour nicht das Kommando „zum Sammeln“ sondern „zum Sturm“, was letztlich zum Sieg über die französischen Truppen geführt haben soll.

Nach einem Artikel in HNA-online vom 24.6.2012 wurde im Juni 2012 mit Führungen zu den Orten, wo vor 250 Jahren die Kämpfe tobten, an die Schlacht vom 24. Juni 1762 im Siebenjährigen Krieg erinnert, in der sich die  Soldaten des Herzogs von Braunschweig französische Einheiten gegenüberstanden.

Thiergarten

In einem Waldstück bei Wilhelmsthal, das in alten Urkunden „Källerholz“ genannt wird, befand sich der „Thiergarten“, ein ehemaliges Jagdgebiet der Landgrafen von Hessen-Kassel. Der Wald wurde hier als Hochwildgatter für die Parforcejagden genutzt und war damit vor Rodung geschützt.

Beeindruckend ist bis heute die Artenvielfalt und die Vielzahl prächtiger Buchen in dem Wald bei Wilhelmsthal, einer der prächtigsten Buchenwälder in der Kasseler Umgebung.

Neben dem Marstall, dem Jäger- und Kavaliershaus (neben dem Schlosshotel Wilhelmsthal) erinnern heute drei Flurnamen und die Jagdsterne an die Zeit des landgräflichen Thiergartens.

siehe auch

Schloss Wilhelmsthal Foto: HNA

Wandern

Märchenlandweg

Etappe Nr. 23 des Märchenlandwegs verläuft von Schloss Wilhelmsthal nach Grebenstein.

Über Schloss Wilhelmsthal nach Harleshausen

Ein Wandervorschlag des Deutschen Alpenvereins, Sektion Kassel

Schloss Wilhelmsthal: Am "Kanal"

Weimar liegt im Kassel Plus-Bereich. Vom Bahnhof gehen wir zur Straße und überqueren sie rechts bei der Fußgängerampel. Uns etwas rechts haltend, gehen wir nach links in den Fußweg hinein, der uns von der Straße weg führt. Am Querweg wenden wir uns nach rechts, wandern am alten Backofen vorbei, in Richtung Kirche.

Kurz vor dieser suchen wir die Wilhelmsthaler Straße, auf der wir geradeaus weiterwandern, als Wanderweg mit einer gelben W 8 und als Radweg gezeichnet. Nach Überqueren der Straßenbrücke kommen wir an eine Querstraße, der wir nach links folgen. Doch gleich wandern wir wieder nach rechts auf der Teerstraße bergauf, wobei wir uns am nächsten Abzweig links halten. Durch das Feld kommen wir zum Wald und wandern am Waldrand entlang zum Lindenrondell. Jetzt achten wir auf das weiße Viereck, das uns nach rechts in die Allee hinein zum Schloss Wilhelmsthal bringt.

Die Wanderzeichen führen um den Schlosspark herum. Wir nutzen jedoch den Weg durch den Park. An den Wasserspielen vorbei erreichen wir am Ende des Parks ein großes Holztor, durch das wir den Park verlassen. Wir wenden uns nach rechts und finden vor der Straße unser Wanderzeichen wieder, das gleich über die Straße führt. Immer dem Viereck folgend, geht es auf matschigem Weg bergauf. Oben wandern wir kurz bergab und gehen mit dem Zeichen Viereck nach rechts in einen bergab führenden Weg. Erst durch den Wald, dann am Waldrand entlang, erreichen wir Heckershausen. Den Ort müssen wir, dem Wanderzeichen folgend, Richtung Bahnhof durchqueren. Unter der Bahnlinie hindurch wandern wir auf einem Teerweg bergauf. Dann wendet sich unser Wanderweg nach links, führt auf einem Rasenweg weiter und strebt nach einer kleinen Senke zum Wald, wo wir bergauf wandern. Dann treffen wir auf einen breiten Querweg und das von rechts kommende gedrehte T, dem wir nach links folgen. An der Ecke einige Richtungsschilder.

An der Firnskuppe vorbei achten wir auf den Abzweig unseres Zeichens in einen Weg nach rechts und wandern bergab nach Harleshausen.

Deutscher Alpenverein: Dietmar Broschinski, Telefon 0 56 65-36 40. Wanderungen alle 14 Tage, sonntags.

Von der Hessenschanze bis nach Mönchehof

Ein Wandervorschlag von den Naturfreunden Kassel

Wandertipp

Unsere Wanderung führt uns von der Hessenschanze über Schloss Wilhelmsthal nach Mönchehof.

Ausgangspunkt ist die Straßenbahnendstation Hessenschanze. An der dortigen Wandertafel orientieren wir uns: Der Markierung F folgen wir bis zur Rasenallee, wir queren diese und wechseln nach etwa 1,5 km nach rechts auf den Weg mit der Markierung g. Auf diesem Pfad wird das Erlenloch links passiert und wenig später das gleichnamige Gasthaus erreicht.

Hier biegt der Weg mit der Markierung lä scharf nach rechts ab, auf breitem Waldweg geht es leicht abwärts, und erneut kommen wir zur Rasenallee. Nach Queren der Rasenallee und des Wanderparkplatzes Firnskuppe setzen wir auf dem Weg mit der Kennzeichnung r die Wanderung fort.

Der nun folgende Pfad führt durch den Wald, erreicht nach ca. 700 m offenes Gelände, und wir sehen Heckershausen vor uns liegen. Gleichzeitig eröffnet sich ein weiter Blick nach Osten mit Vellmar im Vordergrund.

Am Ortsrand von Heckershausen wird die Bahnlinie unterquert, auf der Bahnhofstraße kommen wir in die Ortsmitte. Hier nach links schwenkend geht es auf der Hauptstraße weiter.

Vor dem Gasthaus „Zum Stahlberg“ führt unser Wanderweg nun wieder mit der Markierung l nach rechts und überquert wenig später die Ahne.

Auf der Schuhkaufstraße wird der Ort verlassen. Auf diesem Streckenabschnitt begegnen uns nun mehrere Hinweistafeln, die auf historische oder landschaftliche Besonderheiten aufmerksam machen.

Mäßig ansteigend wandern wir am Hang des Staufenbergs (351 m) entlang. Unsere Markierung verlässt auf der Höhe den zunächst breiteren Forstweg, geht in einen schmalen Pfad über, und wir kommen zur Straße beim Schloss Wilhelmsthal.

Nach dem Besuch des Schlosses setzen wir hier die Wanderung fort und werden mit der Markierung weißer Punkt zur Überführung der Bundesstraße 7 / Schäferberg geleitet.

Wir überqueren die B 7, verlassen die Markierung und wandern auf dem Weimarer Weg nach Mönchehof hinein, wo wir beim Bahnhof die Tour beenden.

Naturfreunde, Ortsgruppe Kassel: Peter Habermann, Telefon 05 61-82 19 18, Fax: 05 61-51 33 70. Aktuelle Wanderangebote der Woche dienstags in der Rubrik „Vereine“.

Welterbe

Mit den beiden Kasseler Residenzgärten Karlsaue und Bergpark Wilhelmshöhe kandidierte Wilhelmsthal für die Welterbe-Liste der UNESCO. >> siehe dazu: Weltkulturerbe

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Aus HNA.de vom 28. März 2012: Startschuss für Sanierungsarbeiten am Schloss Wilhelmsthal
  2. Marcus Angebauer u. a., Herrenhäuser, Schlösser, Burgen & Gutshöfe, Band 2 - Fotografische Spaziergänge zwischen Diemel, Schwalm, Eder, Fulda, Werra und Weser, Verlag M. Faste, Kassel 2004

Videos

Wilhelmsthal Kanal 1.jpg

Weblinks

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