Schloss Landau

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Schloss Landau
Parkanlage bei Schloss Landau

Im 14. Jahrhundert wurde unter Graf Heinrich V. von Waldeck die ehemalige Burganlage zum Schloss Landau umgebaut.

Bauwerk und Geschichte

Im Jahre 1290 wurde Landau erstmals urkundlich erwähnt, im Jahre 1294 auch als "novum oppidum" (neue Stadt), wobei deren Lage auf einer Bergkuppe insbesondere strategisch zu erklären ist. Die befestigte Stadt entstand unter Graf Otto I. von Waldeck mit einer kleinen Burg am nördlichen Ende der Talseite und einer zweiten kleinen Burganlage, der Knappenburg, am Südende beim Oberen Tor. Zusammen mit der Burg Rhoden sollte das Gebiet der Grafschaft im Norden gesichert werden. In Landau umfasste die kleine Stadt eine insgesamt 1750 m lange Stadtmauer, wenn die Mauer der ehemaligen Burganlage mit eingerechnet wird.

Der Umbau der ehemaligen Burganlage zum Schloss Landau des Grafenhauses von Waldeck erfolgte um das Jahr 1330. Das umgebaute Schloss wurde erstmals 1339 urkundlich erwähnt.[1]

Erhalten geblieben ist auch das im Jahre 1563 erbaute Torhaus (1595 erneuert). Es diente zunächst als Zugang zum Schloss und Meierei (mit Gefängnisraum und Pförtnerwohnung), später dann als Kanzlei, Jugendherberge oder Heimatmuseum – mit sehenswerten Wappensteinen.

In Landau residierten von 1397 bis 1495 die ältere und von 1550 bis 1597 die neuere Landauer Linie der waldecker Grafen.[2]

Im Jahre 1676 wurde in Landau der spätere Fürst Friedrich Anton Ulrich geboren, in dessen Auftrag ab dem Jahre 1710 das Residenzschlosses in Arolsen errichtet wurde und den Kaiser Karl VI. in den erblichen Fürstenstand erhob.

Anlässliche der Vermählung des Schlossherren Christian Ludwig von Waldeck mit seiner zweiten Frau im Jahr 1680 kam es in den Jahren 1679 bis 1683 zu weiteren Umbauten auf Schloss Landau. Es galt in den Folgejahren, neben den 14 Kindern aus erster Ehe auch die 11 Kinder aus der zweiten Ehe des Schlossherren zu beherbergen.[3]

1744 stürzte ein Teil des Ostflügels ein, was dazu führte, dass er bis etwa 1750 in Gänze abgebrochen werden musste.[4]1818 fanden abermals umfangreiche Umbauarbeiten am Schloss statt.

Von 1828 bis 1849 war das Schloss an den Meiereibesitzer Ludwig von Hadel beziehungsweise dessen Nachfolger verpachtet. [5]Ab 1849 sind wieder Bewohner aus der Linie der waldeckischen Fürstenfamilie nachweisbar.

Zwischen den Jahren 1933 und 1944 beherbergte das Schloss dann eine Bauernhochschule.

Von 1948 bis 2012 war im Schloss ein evangelisches Alten- und Pflegeheim der Evangelischen Altenhilfe Hofgeismar im Diakonisches Werk Kurhessen–Waldeck untergebracht. Nach der Schließung des Altenheims ging das Schloss in Privatbesitz über. Der neue Eigentümer führt aktuell umfangreich Sanierungsarbeiten am Schloss und an den Nebengebäuden durch. Entstehen sollen neben privaten Räumlichkeiten ein Gäste- und Seminarhaus sowie ein repräsentativer Saal im Schloss für verschiedene Veranstaltungen. Der ehemalige Therapiegarten soll weiter allgemein zugänglich bleiben.

siehe auch

Torhaus in Landau

Weblinks

Referenzen

  1. [1]www.schloss-landau.de: Das Schloss: Die Geschichte in Kürze
  2. [2]www.schloss-landau.de: Das Schloss: Die Geschichte in Kürze
  3. [3]www.schloss-landau.de: Das Schloss: Die Geschichte in Kürze
  4. [4]www.schloss-landau.de: Das Schloss: Die Geschichte in Kürze
  5. [5]www.schloss-landau.de: Das Schloss: Die Geschichte in Kürze