Schloss Herzberg

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Das Welfen-Schloss oberhalb von Herzberg entstand nach einem Brand im Jahre 1510 als Renaissance-Schloss und ist das größte Fachwerkschloss Niedersachsens. Im Jahre 1157 wurde es als Jagdschloss von Heinrich dem Löwen erworben und 1510 nach einem Brand umgebaut.

Das Stammhaus beherbergt heute ein modernes Museum.

Geschichte

Der Vorgängerbau wurde bei diesem Brand (während der Herrschaft von Herzog Philipp I.) fast vollständig zerstört. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die ehemalige Burg Herzberg (offenbar von: Hirschberg) in einer Urkunde des Erzbistums Mainz aus 1143, ferner im Jahre 1154 und anschließend in einer Schenkungsurkunde von Heinrich dem Löwen (an das Kloster Bursfelde) im Jahre 1156.
Blick auf das Museum vom Schlosshof

Ab 1287 war das Schloss Wohnsitz der neuen welfischen Linie Braunschweig- Grubenhagen. Zwischen 1486 und 1596ii residierten die Herzöge des Fürstentums Grubenhagen auf der Burg, die danach auf die Linie Braunschweig-Lüneburg überging. Bis 1635 wurde das Schloss als Residenz der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg genutzt. Diese sind aber bis 1714 nur noch sporadisch anwesend. 1714 wurde die Residenz aufgegeben, ein Verwalter kümmerte sich um die Anlage. In dieser Zeit wurde die Inneneinrichtung des Schlosses verkauft und die Herzberger Jagdtapete, ein eindrucksvolles Zeugnis für das Leben in einer herzoglichen Residenz, kam nach Hannover. Seit 1852 ist das Schloss Sitz des Amtsgerichts Herzberg. Gegenwärtig gehört das Schloss zum Besitz des Landes Niedersachsen.

Museum Schloss Herzberg

In dem Baudenkmal Welfenschloss in Herzberg befindet sich unter anderem auch das Museum.
Waffenherstellung in Herzberg
Es präsentiert in einer Abteilung die Schloss- und Herrschaftsgeschichte der Welfen in Herzberg, u.a. mit einem Faksimile des Evangeliars Heinrichs des Löwen. Hier steht das Schloss Herzberg als Residenz im Mittelpunkt. Weiterhin zeigt das Museum besondere Aspekte der Stadt- und Wirtschaftsgeschichte: die Herzberger Gewehrmanufaktur, Mühlen in Herzberg sowie den Orgelbauer Johann Andreas Engelhardt, der seine Werkstatt in Herzberg hatte. Als Besonderheit besitzt das Museum ein bespielbares Funktionsmodell mit originalen Bauteilen aus historischen Engelhardt-Orgeln, auf dem regelmäßig Orgelkonzerte stattfinden.
Jagdtapete

Alle Abteilungen bieten Aktivstationen, nicht nur für Kinder. Zudem beherbergt das Museum eine Ausstellung der Niedersächsischen Landesforstverwaltung zur Waldgeschichte des Harzes und zu den Zusammenhängen zwischen Waldnutzung, Forstwirtschaft und Erzbergbau sowie eine Präsentation der Esperanto-Gesellschaft Südharz e.V.

siehe auch

Wandern

Weblinks