Schloss Hausen

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Schloss Hausen

Auf den Überresten einer Burganlage im Bereich von Hausen erbauten die Freiherren von Dörnberg im Jahre 1674 ein Renaissance-Schloss.

Geschichte

Der Ort Hausen wird erstmals im Jahr 1160 als "Husen" erwähnt, als Abt Marquard von Fulda unter anderem die Einkünfte aus Hausen bestimmt.

Bereits im Jahr 1311 wird in Hausen eine Burg erwähnt, die im Besitz des Klosters Fulda ist. Das Kloster Fulda weist anlässlich dieser Erwähnung Ritter Werner von Löwenstein genannt von Schweinsberg Hausen als Burgsitz zu. 1323 erhält das Kloster Fulda von Kaiser Ludwig dem Bayern das Recht, Hausen zur Stadt zu erheben. Das Stadtrecht gerät aber nach der Einäscherung des Ortes durch Otto den Schütz, Sohn Landgraf Heinrich II., 1356 in Vergessenheit. 1356 bis 1369 ist die Burg an Heinrich von Haune verpfändet ab 1369 an die von Falkenberg.

Das Kloster Fulda verkauft im Jahr 1400 seine Eigentumsrechte an Dorf und Burg Hausen, an den Gerichten Oberaula, Breitenbach am Herzberg und Lingelbach an das Erzbistum Mainz, welches diese unverzüglich für 3.700 Gulden bis 1421 an die von Falkenberg versetzt. 1463 erwirbt Hans von Dörnberg den Pfandbesitz an Schloss Hausen sowie die mainzischen Anteile an den Gerichten Oberaula und Breitenbach am Herzberg. Schloss Hausen ist noch heute im Besitz der Familie von Dörnberg.

1585 hat Hausen 26 Hausgesesse und ist adeliges Dorf im Amt Oberaula.

Im Dreißigjährigen Krieg wird das Dorf von bayerischen Truppen geplündert. Auch die Burg wird erobert, geplündert und zerstört. Im Anschluss wird sie jedoch bis 1687 im Renaissancestil wieder aufgebaut.

1768 wird Wilhelm Freiherr von Dörnberg auf Schloss Hausen geboren. Er ist durch den "Dörnbergschen Aufstand" von 1809 gegen die französische Besatzungsmacht bekannt geworden. Der Aufstand scheiterte.

Zum adligen Burgsitz der von Dörnberg gehört 1778 ein Meierhof, der aus einem Haus mit Scheune und Stallungen, einem Forsthaus, einem Wirtshaus und einem Schäferhaus besteht. Zum Hof gehören umfangreiche Land- und Forstbesitzungen.

Im gleichen Jahr wurden in Hausen 17 Ackerleute, zwei Böttner, ein Wagner, zwei Schmiede, drei Schneider, ein Schuhmacher, ein Schreiner, ein Zimmermann, ein Handelsjude, ein Müller, ein Maurer und Ziegelbrenner sowie acht Tagelöhner gezählt.

Im von Napoleon gegründeten Königreich Westphalen wurde Hausen dem 1807 dem Kanton Oberaula zugeordnet. Nach Wiederherstellung des Kurfürstentums 1813 kam das Dorf wieder zum Amt Oberaula. Nach der Kurhessischen Verwaltungsreform im Jahr 1821 gehörte der Ort zum Kreis Ziegenhain.

Im Jahr 1928 werden Teile der aufgelösten Gutsbezirke Hausen und Breitenbach nach Hausen eingemeindet.

Siehe auch

Weblinks