Schauenburger Märchenwache

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Die Märchenwache, früher ein Feuerwehrhaus, bietet viele Lesungen und Konzerte. Foto: HNA/Jünemann

Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms entstand in Breitenbach auch die Schauenburger Märchenwache in der alten Feuerwache. Sie entstand zu Ehren von Johann Friedrich Krause aus Breitenbach und von Marie Hassenpflug, verheiratete von Dalwigk, aus Hoof, die beide viel zu den Märchen der Brüder Grimm beigetragen haben.

  • Der Künstler Albert Schindehütte, geboren am 27. Juni 1939 in Kassel, aufgewachsen in Breitenbach, hat die Schauenburger Märchenwache gegründet und mit Holzschnitten und Zeichnungen ausgestaltet. In der Märchenwache sind die von ihm veröffentlichten „Krauses Grimmsche Märchen“ ebenso zu erhalten wie die „Märchen der jungen Marie“.
  • Die Märchenwache ist darüber hinaus zu einem Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen oder Kabarett- und Theateraufführungen geworden. Sie gilt als Kulturtreff in Brewitenbach.

Förderverein

  • 1996 wurde der Förderverein Märchenwache gegründet, im Jahr darauf startete der Kulturtreff in der ehemaligen Breitenbacher Feuerwache, Lange Straße 2. Einer der Motoren war Albert („Ali“) Schindehütte, aus dem Dorf stammender Künstler, der heute in Hamburg lebt, aber oft in der Heimat zu Gast ist. Seine Holzschnitte und Zeichnungen prägen das Gebäude.
  • Dem Verein gehörten im Mai 2011 insgesamt 172 Mitglieder an. Etwa 3500 Besucher, die das Haus besichtigen oder dort feiern – Hochzeiten zum Beispiel – zählt die Märchenwache pro Jahr. Weitere 2000 Gäste nehmen an kulturellen Veranstaltungen teil.
  • Es gibt bis zu 80 Plätze im Inneren der Märchenwache und maximal 300 draußen. Jeden Sonntagnachmittag ist die Märchenwache von 15 bis 18 Uhr für jedermann offen.
  • Bis 2009 reservierte die Gemeinde jährlich 2000 Euro, um Defizite auszugleichen oder dem Verein Veranstaltungen ohne Partner zu ermöglichen. Wegen der Konsolidierung des Gemeindehaushaltes gibt es dieses Geld seit 2010 nicht mehr.

Renovierung

  • Im Jahr 2011 wurde die Märchenwache renoviert und die Ausstattung verbessert. Unter anderem wurden neue Stühle angeschafft.
  • 8500 Euro wurden ausgegeben, um das Ambiente zu verbessern. Die Renovierungsarbeiten und die Ergänzung der Ausstattung waren möglich, weil die Kulturstiftung der Kasseler Sparkasse 7700 Euro gab. Damit konnten 50 Stühle, eine neue Tonanlage und eine professionelle Kaffeemaschine gekauft werden.

Die junge Marie und die Brüder Grimm

  • Über 200 Kinder- und Hausmärchen trugen die Brüder Grimm besonders im nordhessischen Raum zusammen, 37 davon gehen komplett oder teilweise auf Dorothea Viehmann zurück, der wohl bekanntesten Märchenerzählerin. Regelrechte „Hits“ wie Schneewittchen, Dornröschen oder Rotkäppchen gehören allerdings zu den Märchen der jungen Marie - Marie Hassenpflug - aus Hoof.
  • Marie Hassenpflug hat den Brüdern Grimm nicht nur zahlreiche Märchen erzählt, sondern auch ihre Familie zu Beiträgen ermuntert. Sie stammte väterlicherseits aus einer althessischen Beamtenfamilie, mütterlicherseits stammte die Familie aus Frankreich. In Hoof, heute ein Ortsteil von Schauenburg, lernte sie Friedrich von Dalwigk kennen, den sie dort im Jahre 1814 heiratete.
  • Und der Dragonerwachtmeister Johann Friedrich Krause (* 13. August 1747 in Breitenbach, + 14. März 1828 in Hoof), so heißt es, soll im Tausch gegen die von ihm erzählten Märchen an neue (abgelegte) Beinkleider gekommen sein.

siehe auch

Weblinks