Schauenburg

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Schauenburg
Kirche-Martinhagen.JPG
Die Kirche in Martinhagen
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Fläche: 30,85 qkm
Einwohner: 10.245 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34270
Vorwahl: 05601
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Korbacher Str. 300
34270 Schauenburg
Website: Gemeinde Schauenburg
Bürgermeister: Michael Plätzer (SPD)

Schauenburg ist eine Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen mit ca. 10.500 Einwohnern.

Geografie

Lage

Das Gemeindegebiet liegt im oberen Bauna-, und Warmetal im Naturpark Habichtswald am Südwestrand des Kasseler Beckens südwestlich der Stadt Kassel.

Ortsteile

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Wappen der Gemeinde Schauenburg

Der Name der Gemeinde, die im Rahmen der hessischen Gebietsreform im Jahre 1972 aus 5 Dörfern entstanden ist, leitet sich ab von der Burgruine Schauenburg in der Nähe des Ortsteils Hoof. Die Grafen von Schauenburg herrschten im Mittelalter über das Tal der Bauna. Alle Ortsteile blicken auf eine lange Geschichte zurück, wobei Martinhagen bereits im Jahre 1074 in einer Schenkungsurkunde für das Kloster Hasungen urkundlich erwähnt wird und Elgershausen - später in hessischem Besitz - erstmals im Jahre 1123. Spätere Erwähnung finden Hoof (1250), Elmshagen (1334) und Breitenbach (1408), zunächst im Besitz der Schauenburger, dann der Herren von Dalwigk. Alle Ortsteile waren im Mittelalter und noch lange danach kleine landwirtschaftlich geprägte Dörfer.

Mit der zunehmenden Industrie in der nahen Stadt Kassel in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging eine langsame Aufwärtsentwicklung einher, die später zusätzlich durch den Bau der Kleinbahn Kassel-Naumburg begünstigt wurde.

Durch den Zusammenschluss der ehemals selbständigen Ortschaften entstand 1972 eine Gemeinde mit einer Gemarkungsfläche von 3072 ha und damals 8.974 Einwohnern, von denen ein Großteil in Baunatal und Kassel arbeitete.

Hoofer Seekuh

Ein bemerkenswerter Wirbeltierfund aus dem Alt-Tertiär im Ortsteil Hoof fand breite Beachtung. Die Überreste eines etwa 30 Millionen Jahre alten Fossils, der berühmten "Seekuh" wurden in der Schauenburghalle ausgestellt.

Kleinbahn Kassel - Naumburg

Die 33,4 km lange Bahnlinie der Kleinbahn Kassel-Naumburg verläuft von Kassel über Altenbauna nach Naumburg. Sie wird im Volksmund auch "Naumburger Bahn" genannt.

Dampflokomotive HC 206 des Hessencourrier (Foto: G.Brümmer)

Im Verlauf der Eisenbahnstrecke werden beträchtliche Höhenunterschiede bewältigt, angefangen vom Bahnhof in Kassel-Wilhelmshöhe in 187,5 m Höhe, über den Bahnhof in Hoof mit 403,3 m der höchster Punkt, bis zum Bahnhof in Naumburg, der auf 286.0 m Höhe liegt.

Seit 1972 führt der Verein Hessencourrier Zugfahrten mit historischen Eisenbahnfahrzeugen durch. Das Sammlungskonzept legt den Schwerpunkt auf den Erhalt von Eisenbahnfahrzeugen aus Hessen, vorzugsweise der ehemaligen preußisch-hessischen Klein- und Nebenbahnen.

Die Fahrzeuge wurden zum großen Teil im schrottreifen Zustand angekauft und von den Vereinsmitgliedern in ehrenamtlicher Arbeit restauriert. Am Ende einer jahrelangen Aufarbeitung steht das Ziel, ein Fahrzeug mit allen erforderlichen bahnamtlichen Prüfungen wieder für den öffentlichen Verkehr zuzulassen.

Prunkstück der Sammlung ist ein Originalzug der Kleinbahn Kassel-Naumburg, bestehend aus der Dampflokomotive HC 206 und über 100 Jahre alten Personenwagen.

Schauenburger Märchenwache

Schauenburger Märchenwache im Ortsteil Breitenbach

Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms entstand unter anderem im Jahre 1997 die "Schauenburger Märchenwache" in der alten Feuerwache von Breitenbach.

Ursprung der Bauna

HNA-Meldung vom 7. September 2006:

Ursprung der Bauna liegt 150 Meter weiter südlich als bisher angenommen bei ehemaligem Wasserbehälter

Die Geschichtsbücher müssen neu geschrieben werden, Karten neu gedruckt und Wanderwege neu ausgewiesen. Die Bauna hat eine neue Quelle. Landvermesser, Gemeindevertreter und Wanderer sind einem Schwindler aufgesessen: einem gemeinen Graben.

„Die bisherige Quelle lässt sich historisch nicht halten“, sagt Otmar Bollerhey von der Gemeinde Schauenburg. Was man bisher als Ursprung der Bauna angesehen hat, ist nichts weiter als der Überlauf eines mit Grundwasser vollgelaufenen Kohlestollens. Ein engagierter Bürger hatte der Gemeinde Unterlagen vorgelegt, aus denen der geschichtsträchtige Irrtum hervorgeht.

„Der Wasseraustritt in der Gemarkung der Stadt Kassel, der bisher als Baunaquelle gekennzeichnet war, stammt von einem 1945 verschütteten Stolleneingang eines 1919 stillgelegten Bergwerks“, musste die Gemeinde nach eingehender Prüfung durch das Amt für Bodenmanagement zugeben.

Und die echte, die historische Quelle? „Die liegt nicht weit entfernt, nur etwa 150 Meter südlich“, sagt Bollerhey. Das Quellgebiet, denn genau lasse sich die oberirdisch unsichtbare Quelle nicht bestimmen, liege nahe eines ehemaligen Wasserbehälters in der Gemarkung Hoof.

„Gott sei Dank“, werden jetzt viele Schauenburger und vor allem Hoofer denken, „die Quelle liegt in unserer Gemeinde“. Auch wenn die Bürgermeisterin dieser prestigeträchtigen Tatsache „keine besondere Bedeutung“ beimisst. Freuen werden sich gewiss auch einige Baunataler: Der Bach, der ihrer Stadt den Namen gegeben hat, entspringt nicht mehr in der Gemarkung Kassel.

Offiziell änderte sich vorerst aber nichts. Man werde aber Hinweisschilder an alter und neuer Quelle anbringen, ergänzt Otmar Bollerhey. Der Landkreis arbeite an einer offiziellen Beschilderung. Die Umschreibung des Kartenmaterials sei Sache des Landesvermessungsamtes.

Kirchen

An der Kirche in Breitenbach

Kultur

Literatur

  • Erich Böttger, Schauenburg, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 1974, S. 36 ff.
  • Klaus Sippel; Die Schauenburg bei Hoof, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2002, S. 99 ff.

Museum

Politik

Bürgermeister

Die ehemalige Bürgermeisterin: Ursula Gimmler war in den Jahren 2005 bis 2017 Bürgermeisterin in der Gemeinde Schauenburg.

Bürgermeister der Gemeinde Schauenburg ist Michael Plätzer. Bei der Wahl am 29. Januar 2017 erreichte er insgesamt 55,72 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Überraschend konnte er sich bereits im ersten Wahlgang gegen Amtsinhaberin Ursula Gimmler (CDU) und Herausforderer Gerhard Schaumburg (Offensive) durchsetzen. Ursula Gimmler erreichte laut vorläufigem amtlichen Endergebnis nur 26,04 Prozent der Stimmen. Gerhard Schaumburg, der bereits das dritte Mal antrat, holte 18,23 Prozent. [2]

Amtsvorgängerin in Schauenburg war von 2005 bis 2017 Ursula Gimmler (CDU).

Gemeindeparlament

Zusammensetzung der Gemeindevertretung Schauenburg nach der Kommunalwahl am 27.03.2011: % Sitze
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 40,0 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 27,0 10
Offensive Offensive Schaumburg 14,2 5
GRÜNE BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN in Schauenburg 11,0 4
FWG Freie Wählergemeinschaft Schauenburg 4,6 2
Die Linke Die Linke Schauenburg 2,4 1


Landrat

Landrat im Landkreis Kassel ist Uwe Schmidt, SPD.

Parteien und Wählervereinigungen

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

2008 - 50 Jahre VW-Werk Kassel
"Gute-Launa-Käfer" (Agentur Eyedexe)
von Schülern der 1. und 2. Klasse der Johann-Friedrich-Krause-Schule, Schauenburg

CDU Schauenburg

Freie Wählergemeinschaft Schauenburg

Offensive Schaumburg

SPD Schauenburg

Wahlkreise

Thomas Viesehon - MdB

Timon Gremmels - MdL

Sehenwürdigkeiten

Blick auf den OT Elgershausen

Sehenswürdigkeiten am Ort

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Schulen

siehe auch

Tradition

Hinweistafel zum Schauenburger Märchenpfad im Ortsteil Breitenbach

Vereine

Wandern

Habichtswaldsteig

Zum Vergrößern anklicken: Streckenverlauf des Habichtswaldsteiges

Der Habichtswaldsteig ist ein 85 Kilometer langer Wanderweg in Nordhessen. Der Premium-Wanderweg führt vom Edersee vorbei an Naumburg, Wolfhagen, Bad Emstal, Niedenstein und Schauenburg, vorbei am Kasseler Herkules nach Habichtswald und Zierenberg.

Auf ihrer Tour werden Wanderer vom scharfen Blick des Habichts begleitet. Der Greifvogel, der in der Region zu Hause ist, ist das Symbol für den neuen Habichtswaldsteig. Passend dazu lautet das Motto: "Auf den Schwingen des Habichts".

Der zweite Charakter des Habichtswaldsteiges ist der Bezug zur Grimmheimat und damit zu Märchen. Um den Berg der Fee läuft der Wanderer bei Breuna, im Land der Riesen befindet er sich bei Wolfhagen und im Tal der Quellen bei Naumburg. Auf der Burgruine der Schauenburg kann der Wanderer von vier überdimensionalen Thronen aus Eichenholz den Blick herrschaftlich über die weite Landschaft schweifen lassen.

Auf vier Etappen lässt sich der Habichtswaldsteig erwandern.

Wirtschaft

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Informationen auf www.schauenburger-maerchenwache.de
  2. HNA-online vom 29.1.2017: Michael Plätzer (SPD) gewinnt Bürgermeisterwahl in Schauenburg

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Schauenburg
Wappen Gemeinde Schauenburg
Wappen Gemeinde Schauenburg

Breitenbach | Elgershausen | Elmshagen | Hoof | Martinhagen


Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

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