Sand

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Ev. Kirche in Sand

Sand ist ein Ortsteil von Bad Emstal.

Der mit etwa 3.700 Einwohnern grösste Ortsteil der Großgemeinde ist auch Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie

Sand liegt im Süden des Naturparks Habichtswald. Durch den Ort fließen die Ems und der Fischbach. Die nahe gelegenen Ausläufer von Erzeberg und Emserberg gehören zum Naturraum der Hinterhabichtswälder Kuppen.

Westlich des Orts verläuft die Bundesstraße B 450 und östlich die Landesstraße 3220.

Geschichte

Rathaus

Erstmals urkundlich erwähnt wird Sand 1074 in einem Dokument des Klosters Hasungen. Als Mutzlar am Fuße des Lausebühels gelegen, später (1354) als „tzum Sande Mutzlar.“

Sand hat sich „vom unbedeutenden Flecke am Sande“, so nachzulesen in einer Urkunde von Balhorn, das 1340 von Landgraf Heinrich II nicht nur die Stadtrechte, sondern bis 1497 auch die Gerichtsbarkeit über das damalige Sand verliehen bekam, zu einem Mittelzentrum entwickelt.

Eine erste kleine Kirche ist im Jahre 1510 am Ort erbaut worden und wurde im Jahr 1519 als „capella zum Sande“ erstmals erwähnt.

1779 wurde an der Stelle der ursprünglichen Kapelle ein größerer Kirchbau errichtet, der im Jahre 1910 umgebaut und erweitert wurde.

Seit dem 1. Januar 1972 bilden die vier Orte Balhorn, Merxhausen, Riede und Sand die Großgemeinde Bad Emstal.

Heilbad

Grundlage des wirtschaftlichen Aufschwungs war 1976 die erfolgreiche Bohrung nach Thermalwasser. In 795 Meter Tiefe wurde man fündig, fand wertvolles eisenhaltiges Calcium-Natrium-Sulfat-Chlorid-Thermalwasser von hoher Reinheit mit einer Temperatur von 29,5 Grad Celsius. Um das Wasser zu nutzen, das besonders bei Rheumaleiden, Gelenkerkrankungen sowie Neuralgien und auch Ischias heilende Wirkung hat, baute man nach einem Provisorium 1978/79 das Thermalbad mit Kurpark. 1992 erhielt die Gemeinde Emstal das Prädikat Bad.

Kirche

Die evangelische Kirche in Sand entstand an der Stelle der ehemaligen „capella zum Sande“, die im Jahr 1519 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Die ehemalige Kapelle wurde 1779 bis auf das untere Turmdrittel abgerissen und es entstand ein größerer Kirchenbau, der nach einem Umbau im Jahre 1910 etwa 300 Besucher fasst.

Politik

Gemeindevertretung

In dem aus neun Mitgliedern bestehenden Gemeindevorstand sowie in der Gemeindevertretung von Bad Emstal (30 Sitze) sind aus Sand insgesamt 24 Frauen und Männer der politischen Parteien SPD, BBE und Bündnis 80/Die Grünen vertreten.

Zusammensetzung der Gemeindevertretung von Bad Emstal:

Ergebnis der Kommunalwahl vom 27. März 2011 % Sitze
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 46,2 14
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen OV Bad Emstal 17,3 6
BBE BBE 36,0 11


Parteien

siehe auch

Unternehmen

530 Unternehmen, Handwerksbetriebe, Gewerbetreibende und Dienstleister - vom Ein-Mann-Betrieb bis hin zu Firmen mit einer über 100-köpfigen Belegschaft sind hier vertreten.

Vereine

Neben dem Kur- und Thermalbadbetrieb wird das gesellschaftspolitische, soziale, kulturelle und sportliche Leben von über 35 Vereinen maßgeblich mitgestaltet und geprägt. Der personell größte Ortsverein ist der Spiel- und Sportverein (SSV) Sand mit fast 700 Mitgliedern, der 2010 auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblicken konnte. Sportliches Aushängeschild ist die derzeit in der Spitzengruppe der Fußball-Verbandsliga angesiedelte erste Seniorenmannschaft.

Wandern

Zum Vergrößern anklicken: Streckenverlauf des Habichtswaldsteiges

Landesheilanstalt Merxhausen zwischen 1946 und 1949 infolge der menschenunwürdigen Lebensbedingungen tödlich erkrankten oder entkräftet starben).

Weblinks und Quellen

Quellen

Wolfhager Allgemeine vom 28. Dezember 2011

Weblinks





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