Sammlungen und Museen

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Hier entsteht eine Übersicht über Sammlungen und Museen in Kassel aber auch in der übrigen Region Nordhessen und Südniedersachsen.

Sammlungen und Museen in Kassel

Übersicht

In Kassel gibt es die Staatlichen Museen; sie sind untergebracht

Außerdem verfügt Kassel über weitere wichtige Sammlungen:

Geschichte der Kasseler Sammlungen

Die Ursprünge der Kasseler Sammlungen reichen bis an das Ende des Mittelalters zurück.

Bereits Ende des 16. Jahrhunderts wurde im Obergeschoss des Marstalls eine eigene Kunstkammer eingerichtet.

Landgraf Karl, der von 1677 bis 1730 regierte, setzte nach außen ein Zeichen. Er ließ 1696 das 1604/05 als Theater errichtete Ottoneum zum Kunsthaus umbauen. Es war das erste (nicht öffentliche) Museum in Kassel, in dem die Kunstkammer, naturwissenschaftliche Sammlungen und Gemälde Platz fanden.

Karls zweiter Sohn, Landgraf Wilhelm VIII., war von Jugend an ein besessener Sammler, der als der Schöpfer der Gemäldegalerie angesehen werden muss. Für seine schnell wachsenden Bestände ließ er 1749 einen 40 Meter langen Galeriebau mit Oberlicht an seinem Palais an der Frankfurter Straße (1943 zerstört) errichten. Den entscheidenden Schritt vollzog Friedrich II., der von 1760 bis 1785 regierte und die Antikensammlung schuf: Er öffnete 1775 die Bildergalerie für ein ausgewähltes Publikum und sorgte für den 1779 eröffneten Bau des Museums Fridericianum, das als das erste für die Öffentlichkeit geplante Museum auf dem Kontinent in die Geschichte einging. Im Fridericianum waren die Bibliothek und die Antiken, die naturwissenschaftlichen Sammlungen und die Waffensammlung untergebracht.

Wie an vielen anderen Fürstenhöfen hatte das Sammeln von Kunstschätzen in Kassel die unterschiedlichsten Ursachen. Von erfolgreichen Feldzügen hatte man schon immer Beutestücke gebracht. Dann sammelte man gern Kuriositäten wie das in Kassel überlieferte Bild einer Schweizerin mit Vollbart. Außerdem wurden die astronomischen Geräte aufbewahrt, die Landgraf Wilhelm IV. im Zusammenhang mit seinen Forschungen gebraucht hatte. Und schließlich wuchs im 18. Jahrhundert das Repräsentationsbedürfnis: Die Fürsten erwarben Porträts und prunkvolles Tafelgeschirr.

Für die Entwicklung der Kasseler Sammlungen bescherte die napoleonische Zeit den größten Rückschlag - ähnlich schwer wiegend wie später die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg. Dazu kam, dass 1811 das Residenzschloss abgebrannt war, in dem ein Teil der in Kassel verbliebenen Bilder gehangen hatte. Und in der Folgezeit wurde es nicht besser, da die Kurfürsten Wilhelm I. und Wilhelm II. weder das Geld noch Interesse für die Kunstsammlungen hatten.

Dem wirkte Jakob Grimm entgegen. Er war nicht nur als Bibliothekar, Sprachforscher und Märchensammler in Kassel aktiv, er führte auch nach dem Zusammenbruch des Napoleonischen Reiches (1814/15) die hessische Delegation, die mit den Franzosen über die Rückführung der unter Napoleon aus Kassel weggeschafften Kunstobjekte verhandelte. 418 Gemälde konnten so zurückgewonnen werden. Aber andere Teile der Beutekunst blieben verloren oder vorerst unerreichbar.

Besucherzahlen 1994 - 1996

Astronomie und Technik scheint Kassels Bürger und auch die Besucher von außerhalb am meisten zu interessieren, denn das Museum in der Orangerie verzeichnet einen stetigen Aufwärtstrend: 1994 zählte Museumsleiter Ludolf von Mackensen 42714 Besucher, ein Jahr später 45403 und 1996 48491. Im Folgenden die Vergleichszahlen der anderen Museen:

  • Ballhaus: 1994: 3324 Besucher, 1995: 3026, 1996: 5493;
  • Landesmuseum mit Tapetenmuseum: 1994: 16186, 1995: 16649, 1996: 16187;
  • Torwache: 1994: 2720, 1995: 2719, 1996: 2411;
  • Neue Galerie: 1994: 15571, 1995: 11798, 1996: 14651;
  • Schloß Wilhelmshöhe (teilsweise geschlossen): 1994: 57053, 1995: 18479, 1996: 18856;
  • Schloss Friedrichstein, Bad Wildungen: 1994: 26892, 1995: 24253, 1996: 22480.
  • Noch einmal 29200 Besucher zusätzlich zählten die Staatlichen Museen Kassel in ihren erfolgreichen Ausstellungen im Museum Fridericianum, wo 1996 22000 Besucher die Ausstellungen "120 Meisterwerke" und "Raffael" sahen und 7200 die Jugendstilausstellung "Wege in die Moderne".
  • Stadtmuseum: 1994 20149, 1995: 11721, 1996: 10508;
  • Brüder-Grimm-Museum: 1994: 14579, 1995: 9736, 1996: 12885. Nicht aufgeführt ist wegen Schließung aufgrund von Umbaumaßnahmen das Naturkundemuseum der Stadt Kassel.

Sammlungen und Museen in der Umgebung von Kassel

Weblinks


Museen in Kassel

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