Salzderhelden

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Salzderhelden ist ein Stadtteil von Einbeck.

Geschihte

Die Ruine der Heldenburg liegt oberhalb des Orts (daher auch Burg Salzderhelden).

Die Burg diente urspünglich dem Schutz des Salzbrunnens von 1173 am Fuße der Burgauffahrt.

Sie war eine Burg der Herzöge von Grubenhagen und wurde zum Ende des 15. Jahrhunderts auch als Witwensitz genutzt. Mit dem welfischen Erbteilungsvertrag von 1481 ergab sich eine Verlagerung des Herrschaftsgebietes nach Osten in die Hauptresidenz Herzberg. Nach dem Erlöschen der Grubenhagener Linie wurde die welfische Burg bis zum 17. Jahrhundert noch sporadisch genutzt.

siehe auch

Wussten Sie schon ...

... dass Agnes, Witwe Albrechts II., am 21. Juli 1405 auf Schloss und Burg Salzderhelden verzichtete, weil ihr Sohn Erich es seiner Gemahlin Elisabeth überschreiben wollte ?

Deren Tochter Elisabeth, Äbtissin zu Gandersheim, befreite die Burg, in der ihr Bruder Heinrich III. wohnte, von der Belagerung durch Ludwig von Hessen, indem sie Frauenhemden aus dem Fenster hing. Damit zeigte sie, dass Ludwig nur gegen Frauen kämpfte. Der Landgraf - ein Kavalier - wurde rot vor Scham und zog ab.

(Gustav Grosse, Hohnstedt

Erschienen: HNA / Northeimer Neueste Nachrichten, 29.08.2007)

Hintergrund der Salzderheldener "Weiberlist": 1448 kam es zu einer weiteren Belagerung durch den Landgrafen Ludwig dem Friedsamen von Hessen. Einer Überlieferung zufolge habe sich die Schwester des Burgherrn Herzog Heinrich III. von Grubenhagen, Elisabeth (Äbtissin des Stiftes Gandersheim), auf der Burg aufgehalten. Sie habe die Belagerer überlistet, in dem sie Frauenkleider aus den Burgfenstern hängen ließ. Die Belagerer nahmen an, gegen "Weiber" zu kämpfen und rückten ab.

Weblinks


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