Saline Luisenhall

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Saline Luisenhall
Die Saline Luisenhall ist eine Sehenswürdigkeit in Göttingen - Grone. Luisenhall ist die letzte noch in Betrieb befindliche Pfannensaline Europas.

Geschichte

1850 hatte der Geologe Philipp Rohns bei Grone charakteristische Pflanzen für salzhaltige Böden entdeckt. Bohrungen begannen und nach zwei Jahren stieß man in 460 Metern Tiefe auf die Salzschicht. Für Rohns blieb der finanzielle Erfolg jedoch aus.

Auch die Brüder Laporte, die die Saline kauften und dieser in Gedenken an ihre Mutter den Namen Luisenhall gaben, verzeichneten keine Gewinne mit der Saline. Erst Hermann Bartold Levin, Sohn eines Göttinger Tuchfabrikanten, der den Betrieb 1881 übernahm, gelang es, die Saline zur Blüte zu bringen.[1] Levins Werk wurde von seinen Söhnen und Enkeln weitergeführt. Bis heute ist die Saline ein unabhängiger Familienbetrieb. Die Leitung liegt seit 1994 in Händen von Jörg Bethmann.

Betrieb

Die Saline Luisenhall GmbH trägt mit ihrer Produktion dazu bei, dass die über 150 Jahre alten Betriebsstätten, die unter Denkmalschutz stehen, erhalten bleiben und das traditionelle Salzherstellungsverfahren weiter betrieben wird.[2]

Das Salz aus Luisenhall wird als konzentrierte Sole aus 450 Metern Tiefe ans Göttinger Tageslicht gefördert. Pumpen fördern die Sole in Bohrlöchern nach oben. Hier durchläuft die Sole einen Reinigungsprozess, in dessen Verlauf sie belüftet und in Absetzbehälter geleitet wird, um sie von Erde und Lehm zu befreien.[3] Oben angekommen, wird diese Sole in riesigen flachen Pfannen erhitzt, bis das Salz kristallisiert und abgeschöpft werden kann. Dieses Verfahren ist rund tausend Jahre alt. Luisenhall gilt als eine der letzten Möglichkeiten, sich in natura anzuschauen, wie man zu Kaisers Zeiten Salz produzierte.

Seit 1850 hat sich in Luisenhall an der Herstellungsweise der Salze nicht viel verändert. Lediglich die Technik ist leicht modernisiert worden. Rund 4000 Tonnen Sole und etwa 3800 Tonnen Salz werden heute auf Luisenhall jährlich produziert - eine ziemlich geringe Menge im Vergleich zu anderen Salzherstellern.

Salz

Das Salz, das auf Luisenhall produziert wird, stammt aus dem Meer. Es stammt aus einem Ozean, den es an dieser Stelle einmal gab und der vor 250 Millionen Jahren eingetrocknet ist. Das Salz ist frei von chemischen Zusätzen.

Badehaus

Seit dem Jahr 2002 bietet die Saline eine Attraktion: Das Luisenhaller Badehaus. Hier finden Besucher einen Ort der Ruhe und Entspannung mit wohltuender Wirkung auf Körper und Seele. Ein Besuch des 18 prozentigen Solebades ist bei Hautkrankheiten, rheumatischen Erkrankungen und Erkrankungen der Atmemwege zu empfehlen.

Weblinks und Quellen

  1. Aus dem Wiki-Göttingen-Artikel zur Saline Luisenhall
  2. Die Saline Luisenhall auf goettingerland.de
  3. Aus kneipp.de: Wertvolles Salz aus der Saline Luisenhall