SPD (Hofgeismar)

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SPD Hofgeismar.gif

Die SPD Hofgeismar im SPD Unterbezirk Kassel-Land gehört zum SPD Bezirk Hessen - Nord.

Geschichte

  • 1863, zur Gründungszeit des Turnvereins Hofgeismar, trafen sich die ersten Hofgeismarer Genossinnen und Genossen zunächst im Rahmen solcher augenscheinlich unpolitischen Vereine. Im kaiserlichen Deutschland galten die "Sozialisten" zu dieser Zeit als Staatsfeinde. Noch in einem Bericht des Immenhäuser Bürgermeisters an den Landrat in Hofgeismar im Jahre 1911 ist von "sozialdemokratischen Tendenzen in der deutschen Turnerschaft" die Rede.
  • 1895 berichtete der Königliche Polizeipräsident in Cassel nach Berlin, dass für die Reichtagswahl im Wahlkreis Hofgeismar-Rinteln-Wolfhagen wieder große Anstrengungen gemacht, Flugblätter in Menge verbreitet und Agitationsredner in die Ortschaften geschickt worden seien. Stützpunkte und Anlaufstellen dürften damals besonders die beiden "roten" Städte Immenhausen und Helmarshausen gewesen sein. Auch nach dem Fall des Bismarckschen Sozialistengesetzes 1890 blieb die Diskriminierung von Sozialdemokraten im Kaiserreich bestehen.
  • Bei den Reichstagswahlen im Jahre 1907 erreichte die SPD im Wahlkreis Rinteln-Hofgeismar-Wolfhagen (Kreis Hofgeismar, Grafschaft Schaumburg, Wolfhagen) 25,3 % der Stimmen, im Jahre 1912 waren es 30,9 %.
  • Ostern 1923 fand der Jungsozialistentag in Hofgeismar statt. Das Schlößchen Schönburg war damals eine beliebte Stätte für Jugendtagungen. Als Hofgeismarer Kreis wurde in der Folgezeit eine Gruppierung innerhalb der Jungsozialisten (der Jugendorganisation der SPD) bezeichnet, die in den Jahren von 1923 bis 1926 bestand und einen Sozialismus im nationalen Rahmen anstrebte.
  • Im Jahre 1933 wurden aufgrund der nationalsozialistischen Verordnung zur "Sicherung der Staatsführung" die SPD-Stadtverordneten Fritz Schmacke, Karl Müller und Theodor Wessiepe aus der Stadtverordnetenversammlung von Hofgeismar ausgeschlossen.
  • Erster Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg war in den Jahren 1945 bis 1948 Hermann Weidemann (SPD). Nach der Besetzung der Stadt am 5. April 1945 durch amerikanische Soldaten wurde er am 24. April 1945 zum Bürgermeister der Stadt Hofgeismar ernannt. Im Jahre 1946 war er außerdem Mitglied der „Verfassungberatenden Landesversammlung Groß-Hessen“.
  • Der politische und wirtschaftliche Neubeginn in Hofgeismar wurde in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidend durch Männer wie Herrmann Weidemann, Georg Reiff, Fritz Schmacke, Hans Diegeler, Heinrich Stein, Willi Weiland oder Karl Höner, dem ersten Landrat des ehemaligen Kreises Hofgeismar, gestaltet.
  • Lange Jahre war Willi Croll (von 1976 bis 1990) sozialdemokratischer Bürgermeister der Stadt Hofgeismar. Vom 1. Dezember 1970 bis zum 6. September 1976 war er zunächst Abgeordneter des Hessischen Landtags. Außerdem war er Vorsitzender des SPD Ortsverbandes Hofgeismar und des SPD Unterkreises und wurde schließlich 1976 zum Bürgermeister und Nachfolger von Gerhard Kuske (BHE) gewählt, zwei Jahre vor dem Hessentag 1978 in Hofgeismar.
  • Crolls Nachfolger war Horst Buchhaupt (SPD), Bürgermeister von Hofgeismar in den Jahren 1991 bis 1996.
  • Nachdem die Hofgeismarer Sozialdemokraten im Jahre 2011 mit 44,9 Prozent der Wählerstimmen als Wahlsieger aus der Kommunalwahl hervorgegangen waren, wurden mit Monika Grebing als Stadtverordnetenvorsteherin, Günter Ebel als Erstem Stadtrat und Peter Nissen als Vorsitzenden des Stadtentwicklungsausschusses zentrale Posten in der Hofgeismarer Kommunalpolitik besetzt.
  • In der vollbesetzen “Mühle” der Stadthalle Hofgeismar eröffnete der SPD Ortsverein Hofgeismar im Rahmen seines Winterfestes 2013 die Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der SPD.
  • Der Bürgermeister-Stuhl in Hofgeismar ist ab dem 1. Januar 2015 neu besetzt. Auf den lanjährigen Bürgermeister Heinrich Sattler folgte Marcus Mannsbarth, der Anfang Oktober 2013 von den Delegierten aus den Hofgeismar SPD-Ortsvereinen zum Bürgermeister-Kandidaten gewählt worden war. [1]. Bei der Bürgermeisterwahl in Hofgeismar am 14.9.2014 wurde Mannsbarth mit 56,4 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt. [2]

Literatur

  • Helmut Burmeister, Klaus-Peter Lange und Herbert Klode, Rückblick ohne C(G)roll - Eine Erinnerung in Bildern, (erschienen als Band 9 der Reihe „Die Geschichte unserer Heimat“), Verein für hessische Geschichte und Landeskunde e.V. - Zweigverein Hofgeismar 1991

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. HNA-online vom 11.10.2013: Markus Mannsbarth tritt für die SPD zur Bürgermeisterwahl an
  2. HNA-online vom 14.9.2014: Wahl in Hofgeismar - SPD völlig aus dem Häuschen

Weblinks


Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) - Ortsvereine in Hofgeismar
SPD

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