Söhrewald
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| Söhrewald
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| Kirche in Söhrewald-Wellerode
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Kassel |
| Landkreis: | Kassel |
| Höhe: | 350 m |
| Fläche: | 58,9 qkm |
| Einwohner: | ca. 5.096 (30. Juni 2007) |
| Postleitzahl: | 34320 |
| Vorwahl: | 05608 |
| Kfz-Kennzeichen: | KS |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Schulstraße 8 34320 Söhrewald |
| Website: | www.soehrewald.de |
| Bürgermeister: | Michael Steisel |
Söhrewald ist eine Gemeinde im nordhessischen Landkreis Kassel.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Lage
Die Gemeinde liegt südöstlich von Kassel inmitten der waldbedeckten Höhenzüge des hessischen Mittelgebirgswaldes Söhre.
Ortsteile
Ortsteile von Söhrewald sind Wattenbach, Wellerode und Eiterhagen.
Geschichte
Kurzer Überblick über die Geschichte der Gemeinde
Am äußersten Südosten des Landkreises Kassel liegt die Gemeinde Söhrewald. Sie entstand am 1. Dezember 1970 durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Wellerode, Wattenbach und Eiterhagen.
Höhenzug der Söhre
Der waldbedeckte Höhenzug der Söhre, der der neuen Gemeinde ihren Namen gab, erstreckt sich vom Ostufer der Fulda bis zum Stiftswald. Die Söhre ist ein altes Siedlungsgebiet. Ihr Name leitet sich ab von "soor" oder "sör" und bedeutet "trocken". So mangelte es den ersten Ansiedlern auf den ausgedehnten Hochflächen oft an Wasser, und sie waren bald wieder zur Aufgabe ihrer Rodungen gezwungen. Eine dieser aufgegebenen Siedlungen hieß Lubesrode. Sie ist mit ihrer sagenumwobenen Kapelle St. Juliane längst verschwunden. Nur der "Glockenborn" und die Ruine "Stückkirchen" sind Zeugen aus vergangener Zeit und heute noch Wanderziel vieler Ausflügler.
Fleißige Frauen- und Kinderhände
Wellerode, Wattenbach und Eiterhagen, in den Tälern des Fahrenbaches, des Wattenbaches und der Mülmisch gelegen, boten ihren Bewohnern genügend Wasser. Ansonsten fanden die Menschen dort nur ein karges Auskommen, denn viel gaben die Felder der kleinen, hängigen Rodungsgemarkung nicht her. So war man gezwungen, auch den Wald für den Lebensunterhalt zu nutzen. Lange Zeit hatten diese Bewohner in ihm das Huterecht. Er bot ihnen außerdem Holz, Beeren und Pilze. Fleißige Frauen- und Kinderhände sorgten für bescheidene Nebeneinnahmen. Allein die Gemarkung Wellerode hatte 3.560 ha Wald und nur 461 ha Feldflur. So fanden viele Bewohner der Söhredörfer ihr Auskommen als Waldarbeiter und "Kulturfrauen".
Jagdrecht
Das Jagdrecht durften sie allerdings nicht ausüben. Das war in damaliger Zeit den adeligen Herren vorbehalten. Die wildreichen Wälder waren oft Schauplatz prunkvoller Treibjagden hessischer Landgrafen. Auch Jerome, der "König Lustik", kam des Öfteren in die Söhre, um Jagd auf Hirsche zu halten. Schon in der Vergangenheit hatten die drei Söhredörfer Einiges Gemeinsam. Ihre Entstehung lässt sich etwa auf die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert festlegen.
600-jährige Geschichte
Nach vorhandenen Urkunden aus dem Jahr 1289 ist Eiterhagen der älteste Ort. Wattenbach wird im Jahr 1323 erstmalig urkundlich erwähnt. Eine schriftliche Lehensübergabe aus dem Jahr 1351 ist Grundlage für die mehr als 600-jährige Geschichte des Dorfes Wellerode. Während Wattenbach seit seinen Anfängen den Namen nahezu in gleicher Schreibweise beibehielt, fand Eiterhagen über Eyterhayen, Eiterbachhayen, Edderhöhe zu seinem heutigen Namen. Aus Wynebolderohe, Weiderade, Welwolderade und Wellerodt wurde endlich Wellerode. Als Gründer dieses Orts gilt Winibold.
Alle drei Söhregemeinden unterstanden dem Amt Oberkaufungen. So mancher Bewohner musste "auf Schusters Rappen" über den "Amtspfad" durch die Wälder der Söhre und des Stiftswaldes zur hohen Obrigkeit marschieren.
Entwicklung der Söhredörfer
Die Entwicklung der Söhredörfer litt unter ihrer Weltabgeschiedenheit. Die schlechten Verkehrsverhältnisse beließen sie auf der Stufe von Kleinsiedlerdörfern. Die karge Landwirtschaft und der Wald blieben über Jahrhunderte die Lebensgrundlage ihrer Bewohner.
Der große Umbruch wurde erst mit dem Bau der Söhrebahn in den Jahren 1911/12 eingeleitet. Mit ihrer Inbetriebnahme konnten die Arbeiterplätze in Kassel schneller und bequemer erreicht werden. Bessere Ausbildung und mehr Berufsmöglichkeiten wurden den Bewohnern der Söhredörfer damit geboten. Bescheidener Wohlstand kam in die Familien. So mancher konnte sich den Wunsch nach einem eigenen Häuschen erfüllen.
Jetzt war es auch möglich, die heimischen Basalt- und Braunkohlevorkommen besser zu erschließen und intensiver zu nutzen, da die Söhrebahn für den reibungslosen Transport sorgte. Damit wuchs auch die Zahl der Arbeitsplätze in heimischer Umgebung. So wurde vor allem Wattenbach mit der Zeche Stellberg zu einem Bergmannsdorf. Die Bergmannstradition wird bis zum heutigen Tag gepflegt. Bei örtlichen Veranstaltungen kann man Bergleute in ihren schmucken Umformen bewundern. In der Bedeutung gleichrangig mit dem Braunkohlebergbau war die Arbeit in den Basaltbrüchen der Söhre. So waren im Jahr 1927 350 Arbeiter in den verschiedenen Brüchen in der Söhre beschäftigt.
Diese Arbeitsplätze bestehen heute nicht mehr. Mittelständische Gewerbe- und Handwerksbetriebe sind zwar noch vorhanden, doch der weitaus größere Teil der Erwerbstätigen Söhrewalds hat seinen Arbeitsplatz in Kassel oder im näheren Umland.
Söhrebahn
Die Söhrebahn musste im Jahr 1966 wegen mangelnder Rentabilität den Schienenverkehr einstellen. Der Busverkehr auf der Straße hat ihre Aufgabe übernommen. Doch die meisten Berufstätigen aus Söhrewald fahren wie die anderen Umlandbewohner der Stadt Kassel mit ihrem eigenen Auto zum Arbeitsplatz.
Söhrewald ist zu einer Arbeitnehmerwohnsitzgemeinde geworden. Ihr Kapital ist die unversehrte Waldlandschaft. Die außerordentlichen landschaftlichen Schönheiten der vielgestaltigen Mischwälder mit stillen Tälern und idyllischen Wasserflächen bieten ausgezeichnete Voraussetzungen für Naherholung und Fremdenverkehr. Um die alten Ortskerne mit ihren gediegenen Fachwerkhäusern sind neue Wohngebiete entstanden. Inzwischen ist die Zahl der Bürger auf ca. 5.100 angewachsen. Söhrewald ist ein Ort mit Zukunft. Die Entwicklung zu einer attraktiven Gemeinde mit hohem Wohnwert und hoher Lebensqualität geht weiter.
Medien
Politik
Parteien
Wahlkreise
Timon Gremmels, MdL
Timon Gremmels (SPD) ist Abgeordneter des Hessischen Lantags für den Landtagswahlkreis Kassel-Land II
Der Wahlkreis zählt ca. 123.000 EinwohnerInnen, wovon wiederum ca. 98.000 wahlberechtigt sind.
- Kontakte: Humboldtstr. 8A, 34117 Kassel
- Telefon: 0561 / 7001052
- Telefax: 0561 / 7001053
- Internetseite: Timon Gremmels (MdL)
Ulrike Gottschalck, MdB
Sehenwürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten am Ort
- Evangelische Kirche Eiterhagen
- Evangelische Kirche Wattenbach
- Evangelische Kirche Wellerode
- Eco-Pfad Bergbau in der Söhre
- Zeche Stellberg
Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
- Bergpark Wilhelmshöhe
- Übersicht: Sehenswürdigkeiten im Landkreis Kassel
- Zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten in der Stadt Kassel
Vereine
Sportvereine:
DLRG
Nachdem die Gemeindevertretung Wattenbach 1960 beschlossen hatte, ein Waldschwimmbad zu errichten, wurde unter der Leitung von Heinrich Peter eine Schwimmabteilung im Turn- und Sportverein Germania 07 (TSG) gegründet. Weil es aber technische Probleme mit der Abnahme von Grund- und Leistungsscheinen gab, entschloss sich die kleine Gruppe einen DLRG Stützpunkt zu gründen.
Am 26. August 1966 setzten sich Heinrich Peter, Helmut Schliestädt, Rudi Hörler, Georg Müller, Günther Orth, Hans-Joachim Horn, Willi Buda und Meinhardt Aschenbrenner mit dem damaligen Bezirksleiter Hilger und dem technischen Leiter des Bezirks, Ratzey sowie Boßmann zusammen und gründeten in der Gastwirtschaft Dippel den DLRG Stützpunkt Wattenbach.
TSV 1904 Eiterhagen
Der TSV ist der Fussballverein im Ortsteil Eiterhagen.
TSG "Glück-Auf" Wattenbach
Die Fussballer der TSG Wattenbach tragen ihre Spiele auf dem Sportplatz am Brand aus.
TSG 1896 Wellerode
Zur TSG Wellerode gehören u. a. die Abteilungen Fussball, Leichtathletik, Tischtennis oder Turnen.
Weitere Vereine:
- AWO Söhrewald
- Feuerwehr Wellerode
- Blasorchester Wellerode
siehe auch
Wandern und Radwandern
Radwege
Der Söhrewald hat ein tolles Wegenetz für Mountainbiker Wanderer, nur wird dies durch die Gemeinden Fuldabrück und Söhrwald nicht vermaktet und genutzt.
siehe auch:
Wandern
Weblinks
- Söhrewald
- Wikipedia-Eintrag
- Blasorchester Wellerode
- TSG Wattenbach
- TSG Wellerode
- FDP im Landkreis Kassel
- CDU im Landkreis Kassel
- SPD Söhrewald
- SPD Wellerode
- SPD Landkreis Kassel
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