Söhrewald

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Söhrewald
Söhrewald-Kirche.jpg
Kirche in Söhrewald-Wellerode
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 350 m
Fläche: 58,9 qkm
Einwohner: 4.944 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34320
Vorwahl: 05608
Kfz-Kennzeichen: KS
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schulstraße 8
34320 Söhrewald
Website: www.soehrewald.de
Bürgermeister: Michael Steisel (SPD)

Söhrewald ist eine Gemeinde im nordhessischen Landkreis Kassel.

Geografie

Lage

Die Gemeinde liegt südöstlich von Kassel inmitten der waldbedeckten Höhenzüge des hessischen Mittelgebirgswaldes Söhre.

Ortsteile

Ortsteile von Söhrewald sind Wattenbach, Wellerode und Eiterhagen.

Geschichte

Kurzer Überblick über die Geschichte der Gemeinde

Am äußersten Südosten des Landkreises Kassel liegt die Gemeinde Söhrewald. Sie entstand am 1. Dezember 1970 durch den freiwilligen Zusammenschluss der Ge­meinden Wellerode, Wat­tenbach und Eiterhagen.

Höhen­zug der Söhre

Der waldbedeckte Höhen­zug der Söhre, der der neu­en Gemeinde ihren Namen gab, erstreckt sich vom Ostufer der Fulda bis zum Stiftswald. Die Söhre ist ein altes Sied­lungsgebiet. Ihr Name leitet sich ab von "soor" oder "sör" und bedeutet "trocken". So mangelte es den ersten Ansiedlern auf den ausgedehnten Hoch­flächen oft an Wasser, und sie waren bald wieder zur Aufgabe ihrer Rodungen gezwungen. Eine dieser auf­gegebenen Siedlungen hieß Lubesrode. Sie ist mit ihrer sagenumwobenen Kapelle St. Juliane längst ver­schwunden. Nur der "Glockenborn" und die Rui­ne "Stückkirchen" sind Zeu­gen aus vergangener Zeit und heute noch Wanderziel vieler Ausflügler.

Fleißige Frau­en- und Kinderhände

Wellerode, Wattenbach und Eiterhagen, in den Tälern des Fahrenbaches, des Wat­tenbaches und der Mülmisch gelegen, boten ihren Bewohnern genügend Was­ser. Ansonsten fanden die Menschen dort nur ein kar­ges Auskommen, denn viel gaben die Felder der klei­nen, hängigen Rodungsge­markung nicht her. So war man gezwungen, auch den Wald für den Lebensunter­halt zu nutzen. Lange Zeit hatten diese Bewohner in ihm das Huterecht. Er bot ihnen außerdem Holz, Bee­ren und Pilze. Fleißige Frau­en- und Kinderhände sorg­ten für bescheidene Neben­einnahmen. Allein die Ge­markung Wellerode hatte 3.560 ha Wald und nur 461 ha Feldflur. So fanden viele Bewohner der Söhredörfer ihr Auskommen als Wald­arbeiter und "Kulturfrau­en".

Jagdrecht

Das Jagdrecht durften sie al­lerdings nicht ausüben. Das war in damaliger Zeit den adeligen Herren vorbehal­ten. Die wildreichen Wälder waren oft Schauplatz prunkvoller Treibjagden hessischer Landgrafen. Auch Jerome, der "König Lustik", kam des Öfteren in die Söhre, um Jagd auf Hir­sche zu halten. Schon in der Vergangenheit hatten die drei Söhredörfer Einiges Gemeinsam. Ihre Entstehung lässt sich etwa auf die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert festlegen.

600-jährige Ge­schichte

Nach vorhandenen Urkun­den aus dem Jahr 1289 ist Eiterhagen der älteste Ort. Wattenbach wird im Jahr 1323 erstmalig urkundlich erwähnt. Eine schriftliche Lehensübergabe aus dem Jahr 1351 ist Grundlage für die mehr als 600-jährige Ge­schichte des Dorfes Wel­lerode. Während Watten­bach seit seinen Anfängen den Namen nahezu in gleicher Schreibweise beibe­hielt, fand Eiterhagen über Eyterhayen, Eiterbachhayen, Edderhöhe zu seinem heutigen Namen. Aus Wynebolderohe, Weiderade, Welwolderade und Wellerodt wurde endlich Wel­lerode. Als Gründer dieses Orts gilt Winibold.

Alle drei Söhregemeinden unterstanden dem Amt Oberkaufungen. So man­cher Bewohner musste "auf Schusters Rappen" über den "Amtspfad" durch die Wäl­der der Söhre und des Stifts­waldes zur hohen Obrigkeit marschieren.

Entwicklung der Söhre­dörfer

Die Entwicklung der Söhre­dörfer litt unter ihrer Welt­abgeschiedenheit. Die schlechten Verkehrs­verhältnisse beließen sie auf der Stufe von Kleinsiedler­dörfern. Die karge Land­wirtschaft und der Wald blieben über Jahrhunderte die Lebensgrundlage ihrer Bewohner.

Der große Umbruch wurde erst mit dem Bau der Söhrebahn in den Jahren 1911/12 eingeleitet. Mit ihrer Inbe­triebnahme konnten die Ar­beiterplätze in Kassel schneller und bequemer er­reicht werden. Bessere Aus­bildung und mehr Berufs­möglichkeiten wurden den Bewohnern der Söhredörfer damit geboten. Bescheide­ner Wohlstand kam in die Familien. So mancher konn­te sich den Wunsch nach ei­nem eigenen Häuschen er­füllen.

Jetzt war es auch möglich, die heimischen Basalt- und Braunkohlevorkommen bes­ser zu erschließen und in­tensiver zu nutzen, da die Söhrebahn für den rei­bungslosen Transport sorg­te. Damit wuchs auch die Zahl der Arbeitsplätze in heimischer Umgebung. So wurde vor allem Watten­bach mit der Zeche Stellberg zu einem Bergmannsdorf. Die Bergmannstradition wird bis zum heutigen Tag gepflegt. Bei örtlichen Ver­anstaltungen kann man Bergleute in ihren schmucken Umformen be­wundern. In der Bedeutung gleichrangig mit dem Braunkohlebergbau war die Arbeit in den Basaltbrüchen der Söhre. So waren im Jahr 1927 350 Arbeiter in den verschiedenen Brüchen in der Söhre beschäftigt.

Diese Arbeitsplätze beste­hen heute nicht mehr. Mit­telständische Gewerbe- und Handwerksbetriebe sind zwar noch vorhanden, doch der weitaus größere Teil der Erwerbstätigen Söhrewalds hat seinen Arbeitsplatz in Kassel oder im näheren Umland.

Söhrebahn und Pendlerverkehr

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Letzte Fahrt der Söhrebahn: Große Verabschiedung am 30. September 1966 am Bahnhof Bettenhausen mit viel Prominenz und dem Musikzug Wellerode

Die Söhrebahn musste im Jahr 1966 wegen mangeln­der Rentabilität den Schie­nenverkehr einstellen. [1]

Der Busverkehr auf der Straße hat ihre Aufgabe übernom­men. Doch die meisten Be­rufstätigen aus Söhrewald fahren wie die anderen Um­landbewohner der Stadt Kassel mit ihrem eigenen Auto zum Arbeitsplatz.

Söhrewald ist zu einer Arbeitnehmerwohnsitzgemeinde geworden. Ihr Ka­pital ist die unversehrte Waldlandschaft. Die außer­ordentlichen landschaftli­chen Schönheiten der viel­gestaltigen Mischwälder mit stillen Tälern und idylli­schen Wasserflächen bieten ausgezeichnete Vorausset­zungen für Naherholung und Fremdenverkehr. Um die alten Ortskerne mit ihren gediegenen Fach­werkhäusern sind neue Wohngebiete entstanden. Inzwischen ist die Zahl der Bürger auf ca. 5.100 angewach­sen. Söhrewald ist ein Ort mit Zukunft. Die Entwicklung zu einer attraktiven Ge­meinde mit hohem Wohnwert und hoher Lebensqua­lität geht weiter.

Kirchen

Literatur

Eine umfangreiche Zusammenstellung von heimatgeschichtlichen Beiträgen findet sich unter: de.wikipedia.org

Medien

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister von Söhrewald ist Michael Steisel (SPD).

Landrat

Landrat im Landkreis Kassel ist Uwe Schmidt, SPD.

Im Mai 2014 nominierte der Kreisvorstand der CDU im Landkreis Kassel Patrick Weilbach aus Baunatal als Landratskandidaten für die Wahl 2015.

Parteien

Wahlkreise

Timon Gremmels, MdL

Timon Gremmels  (SPD) Mitglied im Hessischen Landtag

Timon Gremmels (SPD) ist Abgeordneter des Hessischen Landtags für den Landtagswahlkreis Kassel-Land II
Der Wahlkreis zählt ca. 123.000 EinwohnerInnen, wovon wiederum ca. 98.000 wahlberechtigt sind.

  • Kontakte: Humboldtstr. 8A, 34117 Kassel
  • Telefon: 0561 / 7001052
  • Telefax: 0561 / 7001053
  • Internetseite


Ulrike Gottschalck, MdB

Ulrike Gottschalck

Sehenwürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

siehe auch

Vereine

Sportvereine:

DLRG

Nachdem die Gemeindevertretung Wattenbach 1960 beschlossen hatte, ein Waldschwimmbad zu errichten, wurde unter der Leitung von Heinrich Peter eine Schwimmabteilung im Turn- und Sportverein Germania 07 (TSG) gegründet. Weil es aber technische Probleme mit der Abnahme von Grund- und Leistungsscheinen gab, entschloss sich die kleine Gruppe einen DLRG Stützpunkt zu gründen.

Am 26. August 1966 setzten sich Heinrich Peter, Helmut Schliestädt, Rudi Hörler, Georg Müller, Günther Orth, Hans-Joachim Horn, Willi Buda und Meinhardt Aschenbrenner mit dem damaligen Bezirksleiter Hilger und dem technischen Leiter des Bezirks, Ratzey sowie Boßmann zusammen und gründeten in der Gastwirtschaft Dippel den DLRG Stützpunkt Wattenbach.

TSV 1904 Eiterhagen

Der TSV ist der Fussballverein im Ortsteil Eiterhagen.

TSG "Glück-Auf" Wattenbach

Die Fussballer der TSG Wattenbach tragen ihre Spiele auf dem Sportplatz am Brand aus.

TSG 1896 Wellerode

Zur TSG Wellerode gehören u. a. die Abteilungen Fussball, Leichtathletik, Tischtennis oder Turnen.

Weitere Vereine:

siehe auch

Wandern und Radwandern

Wandertipp

Radwege

Der Söhrewald hat ein tolles Wegenetz für Mountainbiker Wanderer, nur wird dies durch die Gemeinden Fuldabrück und Söhrwald nicht vermaktet und genutzt.

siehe auch:

Wandern

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Söhrebahn-Strecke auf www.vergessene-bahnen.de

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel
WappenLkKassel.jpg

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