Runder Tisch Gedenken Witzenhausen

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Der Runde Tisch Gedenken Witzenhausen hat es sich zur Aufgabe gemacht, an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu erinnern, die gewaltsam aus Witzenhausen vertrieben wurden.

... gegen das Vergessen

Jüdische Zeitzeugin bei Lesung im Kino

Erste Gedenktafel wird feierlich enthüllt

Witzenhausen. Um die Erinnerungen der Witzenhäuserin Marga Griesbach an die Zeit des Holocausts geht es bei einer Veranstaltung am Donnerstag, 11. August, um 19.30 Uhr im Capitol-Kino, Mühlstraße 14. Dabei liest die 17-jährige Schülerin Rukin Tatli Passagen aus dem Buch der inzwischen 84-jährigen Jüdin. In den Texten in dem Werk mit dem Titel „... ich kann immer noch das Elend spüren ...“ hat Griesbach ihre Kindheitserinnerungen aufgeschrieben. Geboren wurde sie 1927 in Witzenhausen. Begleitet wird die Lesung von Sänger und Schauspieler Karsten Troyke mit Klezmer-Musik.

Veranstalter der Lesung ist der Runde Tisch Gedenken Witzenhausen. Dessen Ziel ist es, die Namen jüdischer Mitbürger, die gewaltsam aus Witzenhausen vertrieben wurden, wieder im Stadtbild sichtbar zu machen. Marga Griesbach, die heute in den USA lebt, wird bei der Lesung anwesend sein.

Der Runde Tisch Gedenken nutzt diese Gelegenheit, um gegen 18.30 Uhr eine Gedenktafel am Elternhaus von Marga Griesbach, geborene Steinhardt, Am Markt 14 feierlich zu enthüllen. Künftig sollen an allen Häusern, in denen vertriebene Juden lebten, solche Gedenktafeln angebracht werden. (clm)

aus: HNA-online vom 5.8.2011

Literatur

Marga Griesbach, "...ich kann immer noch das Elend spüren...“ – Ein jüdisches Kind in Deutschland 1927 bis 1945, Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte Ahlem, Band 7, Hannover 2008.

Weblinks