Ruhlstraße

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benant nach der Künstlerfamilie Ruhl (unter anderen der Landbaumeister Julius Eugen Ruhl , Erbauer des Ständehaus).

Die Ruhlstraße ist eine kleine Sackstrasse am Anfang der Wilhelmshöher Allee, die aber eine besondere Geschichte erzählen kann. Sie wurde 1905 von einem Baumeister Wilhelm Böttner entworfen und gebaut. Das Grundstück war ursprünglich ein zur Wilhelmshöher Allee 23 gehörender Garten, den der Baumeister parzellierte und mit Doppelhäusern oder mit Dreiergruppen-heute Nummer 8-10- bebaute, die alle in einem gemäßigten Jugendstil ausführt waren. Die Bauabnahme war im Spätherbst 1906. Mit dieser Baumaßnahme hatte sich Böttner jedoch übernommen,denn die im Uhrzeigersinn von der Wilhelmshöher Allee ausgehend durchnummerierten Häuser wurden im November 1907 zwangsversteigert. Erweber waren Kaufleute und Militärs.

Von dem Ursprüngen der Straße künden heute nur wenige Gebäude, nämlich die Hausnummern 3,6,7,9, durch Kriegseinwirkung und Verschandelungen der Eigentümer haben sich die Spuren verwischt. Auch eine Bronzetafel, die über einer Steinbank am rondellmäßigen Abschluß der Straße angebracht war, ist einem Buntmetallsammler in der Nachkriegszeit zum Opfer gefallen.

Als Besonderheit ist noch anzumerken, daß sich das Haus Nummer 9 seit der Erbauungszeit im Familienbesitz befindet und die Akten, die der Urgroßvater der Unterzeichnerin beim Erwerb anglegt hat, vollständig vorhanden sind.


Beitrag von: Regine Eberhardt, Ruhlstrasse 9, 34117 Kassel